Munition bewirtschaften

WBK pflichtige Waffen lagert man natürlich im Tresor! Für die Aufbewahrung von Munition oder frei verkäuflichen Waffen reicht aber ein IKEA Schlüsselkasten (Medikamentenschrank).
WBK pflichtige Waffen lagert man natürlich im Tresor! Für die Aufbewahrung von Munition oder frei verkäuflichen Waffen reicht aber ein IKEA Schlüsselkasten (Medikamentenschrank).

 

Sportschützen werden mit der Bewirtschaftung ihrer Munition keine sonderlichen Probleme haben. Sie kaufen große Mengen an Munition und bekommen auch aus unterschiedlichen Gründen/Quellen Kleinmengen. Die Munition wird dann meist einfach, nach Kaliber sortiert im Munitionsschrank gelagert. Was man braucht holt man sich vor dem Schießen raus, egal ob es alt oder neu ist.

 

Bei Jägern wird das aber bereits komplizierter. Jäger verfügen meist über Munition mit unterschiedlichen Geschossen eines Kalibers. Gekauft werden eher kleinere Mengen und daher entwickelt sich oft eine bunte Ansammlung von Patronen. Es werden einzelne Patronen mit zur Jagd genommen und dann wieder in den Schrank gelegt. Dazu kommt, dass die Patronen oft härteren Witterungseinflüssen ausgesetzt werden und dennoch immer zuverlässig funktionieren müssen. Wenn man nun nicht bewusst etwas Ordnung hält kann man nach einigen Jahren teure Munition nur noch auf dem Stand verschießen ohne wirklich zu wissen wie die Treffpunktlage sein wird.

Jäger sollten daher immer zwei Schachteln griffbereit im Schrank haben. Eine um nasse oder leicht beschädigte Patronen für den Schießstand abzulegen und zentral zu sammeln. Und eine in die alle losen Patronen abgelegt werden und aus der sie vor der Jagd wieder genommen werden. So verhindert man, dass man jedes Mal neue Patronen aus dem lagernden Bestand nimmt und sie sich im Lauf der Zeit übrall verteilen.

Lagert niemals Patronen in Ledermappen! Die Munition oxidiert dort sehr schnell durch die Gerbsäure.

 

Für taktische Anwender sind andere Dinge wichtig. Was aber auch diese Waffenbesitzer haben sollten ist ein Patronenhalter, oder eine Schachtel, in die man überzählige Patronen ablegen kann. So verschwinden keine einzelnen Patronen die man aus dem Patronenlager repetiert. Und wenn man eine andere Munition in die Magazine läd fliegt die alte Munition auch nicht rum.

 

Benutzt die Ladehilfen, denn die verhindern Beschädigungen an den teuren Einsatzpatronen.
Benutzt die Ladehilfen, denn die verhindern Beschädigungen an den teuren Einsatzpatronen.
Die Halter aus den Munitionsschachteln eignen sich gut um die Patronen griffbereit zu lagern.
Die Halter aus den Munitionsschachteln eignen sich gut um die Patronen griffbereit zu lagern.

Im Laufe der Jahre wird man seine Munition sehr oft laden und entladen. Das führt zu einer Abnutzung. Wenn man keine Ladehilfe verwendet haben die Hülsen sogar sehr schnell Dellen auf der Seite. Durch das Repetieren werden die Rillen abgenutz. Da eine Patrone etwa 1 Euro kostet wird man hier eine sinnvolle Bewirtschaftung betreiben wollen.

Ich habe immer etwa 1/3 meiner Magazine leer. Das verhindert eine permanente Belastung der Magazinlippen und Federn. Und wenn ich die Magazine alle paar Monate umlade kann ich die Munition und die Magazine so auf ihren Zustand prüfen. Beschädigte Patronen sortiere ich hierbei aus. Früher war ich ehrlich gesagt auch ein Anhänger der These, dass die Abnutzung der Magazinfedern ein Mythos ist. Aber ich habe gelernt, dass es sehr wohl dazu kommen kann, dass die Magazinfedern schwächer, und damit unzuverlässig, werden.

Alles was ich aussortiere verpacke ist unverzüglich in gekennzeichnete Schachteln. Nur so weiß ich auch noch nach ein paar Jahren, dass diese Patronen nicht mehr für den Einsatz vorgesehen sind. Für die alten Patronen gibt es zwei Optionen, entweder man verschießt sie auf dem Stand oder man lagert sie für schlechte Zeiten. Wenn man es sich finanziell leisten kann sollte man sie auf alle Fälle verschießen.

 

Man spart viel Geld, wenn man Ordnung bei seiner Munition hält!

 

 

Ob man in seiner Freizeit Dienstmunition verwendet hängt natürlich hauptsächlich davon ab was die eigene Dienstvorschrift dazu sagt. Vermutlich wird sie nichts dazu sagen. Dann sollte man überlegen ob man eher mit einem außerdienstlichen Einschreiten rechnet oder mit einem Angriff auf sich. Beim Einschreiten ist Dienstmunition aufgrund der sichereren Rechtsgrundlage immer besser. Bei Angriffen wird man mit der privaten Munition aus taktischer Sicht besser da stehen, da diese eine größere "Stoppwirkung" hat. Die Einsatzmunition bietet eigentlich nur beim Durchschießen von Hindernissen und dem Zerschießen von Autoreifen Vorteile.

Das oben sind zwei Patronen nach etwa 2 Jahren regelmäßigem Führen. Natürlich funktionieren sie noch, aber will man sein Leben darauf verwetten...?
Das oben sind zwei Patronen nach etwa 2 Jahren regelmäßigem Führen. Natürlich funktionieren sie noch, aber will man sein Leben darauf verwetten...?

Meine .223 Munition lager ich auf Ladestreifen "Stripper Clips" in Bandoliers die wiederum in Luftdichten Munitionskisten sind. Mann kann sich ein Bandolier einfach umhängen und die Munition mit den beiliedenden Ladestreifenadaptern auch feldmäßig recht schnell laden.

Für den Alltag eignet sich das "StripLULA" bestens. Ich verwende es seit Jahren. Das Laden der Magazine geht mit oder ohne Ladestreifen sehr schnell und munitionsschonend. 

 

Nachtrag vom April 2018: Bedenkt beim Striplula aber, dass es mittlerweile zwei Generationen gibt. Ich besitze das der 1. Generation. Die Neueren sind auch für die Kunststoffladestreifen der schweizer Armee und von GECO geeignet. Und natürlich solltet Ihr die Moderneren kaufen. Diese Innovation haben wir übrigens dem Chef von Oberland Arms zu verdanken.

.223 Munition auf Ladestreifen in Bandoliers gelagert und in einer Munitionskiste wasser- und luftdicht verpackt. .
.223 Munition auf Ladestreifen in Bandoliers gelagert und in einer Munitionskiste wasser- und luftdicht verpackt. .
Verwendet zum Lagern die Schutzkappen der Kunststoffmagazine, sie verhindern das Eindringen von Staub und schonen die Magazinlippen. Ich lade immer etwa 2 Patronen weniger, was auch die Magazine schont.
Verwendet zum Lagern die Schutzkappen der Kunststoffmagazine, sie verhindern das Eindringen von Staub und schonen die Magazinlippen. Ich lade immer etwa 2 Patronen weniger, was auch die Magazine schont.

Taktische (behördliche) Anwender können als vorletzte Patrone evtl. eine Leuchtspurpatrone laden. So hat man eine Chance zum perfekten Zeitpunkt einen "taktischen Magazinwechsel" durchzuführen. Man muss dabei lediglich das Magazin wechseln und ist dabei mit einer Patrone im Lager noch schussbereit, während dem Nachladen. Die Betätigung des Verschlussfangs muss dabei auch nicht durchgeführt werden.

 

Das selbe Prinzip kann auch bei CO2 Gummigeschosswaffen mit großem Magazin verwendet werden. Bei Pepperball oder FN Werfern kann als letzte Kugel z.B. eine Paintball- oder Powderballkugel geladen werden.

Laden der AR-15 Magazine mit StipLULA und Ladestreifen
Laden der AR-15 Magazine mit StipLULA und Ladestreifen
Laden der AR-15 Magazine mit StipLULA und Ladestreifen
Laden der AR-15 Magazine mit StipLULA und Ladestreifen
Man muss mit dem StripLULA lediglich nach rechts und links "wackeln" und die Patronen fallen nach unten in sek. raus.
Man muss mit dem StripLULA lediglich nach rechts und links "wackeln" und die Patronen fallen nach unten in sek. raus.

In meiner Soldatenzeit habe ich immer meine Patronen in meine Feldmütze entladen. Und auch heute noch lege ich mir zum Enladen immer eine Mütze drunter.

 

 

AR-15 Magazine pflegen, prüfen, nutzen und wertschätzen

Denn sie werden jetzt "unersetzlich"!

Über das neue Waffenrecht von 2020 zu jammern habe ich nicht vor. Ich habe auch nicht vor, Euch zu erklären wie unsinnig fast alles daraus ist, denn das machen Andere schon genug. Denn wenn jemand meint mit einem Verbot großer Magazine könnte man für öffentliche Sicherheit sorgen hat er vieles nicht verstanden. Und wenn jemand allen Ernstes meint, dass Jörg Sprave, mit seinen genialen Erfindungen, für Gesetzesverschärfungen verantwortlich ist, dann müsste er auch Samuel Colt, Theodor Bermann und Hugo Schmeisser verurteilen.

 

Es ist jetzt so, dass wir mit unseren Altbeständen an Magazinen auskommen müssen und bald eben keine Neuen mehr (> 10 Schuss) bekommen. Also wird es Zeit sich mehr Gedanken darüber zu machen wie wir sie pflegen, lagern, nutzen usw. Wer sich nicht rechtzeitig seinen Altbestand gekauft hat wird sich in der Zukunft ziemlich ärgern. Wer sich 2019 noch gefragt hat, ob er 30 Euro für ein Magazin ausgeben soll, würde im Jahr 2040 vermutlich sehr dankbar 300 Euro dafür bezahlen. Aus diesem Grund habe ich sogar ein paar Magazine für Waffen gekauft, die ich überhaupt nicht besitze, aber mir vielleicht in Zukunft mal kaufen will.

Links ist ein europäisches STANAG Magazin. Das zweite von links ist ein sehr altes Colt AR15 Magazin, mit weit offen liegenden Magazinlippen. Rechts daneben ein wesentlich besseres US Army M16 30 Schuss Magazin und ein OA-15 30er.
Links ist ein europäisches STANAG Magazin. Das zweite von links ist ein sehr altes Colt AR15 Magazin, mit weit offen liegenden Magazinlippen. Rechts daneben ein wesentlich besseres US Army M16 30 Schuss Magazin und ein OA-15 30er.

Das links ist das Magazin von meinem Cetme L, und auch dieses ist in einem AR-15 verwendbar. Möglich macht das die Nato-STANAG Norm ( "Standardization Agreement"). Mit dem Foto oben will ich aber etwas Anderes zeigen, es bestehen erhebliche Qualitätsunterschiede bei Magazinen. Und man kann bei den unterschiedlichen Bauarten der Magazinlippen gleich erkennen welche langlebig sind, und welche sich sehr schnell verformen können.

Über die Qualität und Zuverlässigkeit von Magazinen wurde schon viel geschrieben. Klar, Stahlmagzine sind schwerer und stabiler als welche aus Alu usw. Aber wenn ein Blechmagazin, egal aus welchem Metall, eine Delle abbekommt, muss schon mit Störungen gerechnet werden. Über die modernen Polymermagazine dagegen, kann man auch mit einem Geländewagen fahren, und sie werden weiterhin funktionieren.

Ein Vorteil von Alumagazinen wäre jetzt, dass der wichtige Magazinkörper nicht rosten kann, sondern nur die wiederbeschaffbare Magazinfeder.

Das in der Mitte ist einer der bekannten "anti-tilt Follower". Er ist so lange, dass er nicht im Magazin kippen kann. Das rechts ist ein ziemlich alter Follower der US Army.
Das in der Mitte ist einer der bekannten "anti-tilt Follower". Er ist so lange, dass er nicht im Magazin kippen kann. Das rechts ist ein ziemlich alter Follower der US Army.

Da man bald nicht mehr so einfach neue Magazine kaufen kann, muss man mit dem auskommen, was man hat. Wer so alte Magazine hat (das hier rechts im Bild ist etwa 40 Jahre alt) kann versuchen modernere Zubringer dafür zu finden. Z.B. die "Magpul Follower" gibt es auch einzeln im Handel, um seine alten Magazine nachzurüsten. Von Magpul gibt es auch die "L-Plate" zum Aufrüsten alter Magazine, die Stöße abpuffert. Zubringer für AR-15 gibt es viele. Das US Militär kennzeichnete die unterschiedlichen Generationen der Magazine mit unterschiedlichen Farben der Zubringer. Der Vorteil dabei ist auch, dass man am farbiger Zubringer schnell ein leeres Magazin erkennt, auch bei offenem Verschluss. Behördenmagazine bekommen daher meist rote Zubringer und militärische welche in gedeckten Farben (aber eben kaum noch schwarz).

Alleine die Farben der Zubringer sagt nicht viel aus, teilweise sind das nur welche in der alten Form, die lediglich mit Teflon beschichtet sind (meist in grün). Meist sind beige und orangene mit "anti-tilt" Zubringern.

Man sollte also darauf achten, dass sie vorne und hinten verlängert sind (wie bei dem oberen Bild in der Mitte). Bei Magazinen aus dem 2. Weltkrieg ist es mir auch schon selber passiert, dass sich die Zubringer so verklemmt hatten, dass nichts mehr ging. Bei modernen aber ehrlich gesagt noch nie. Und auch meine alten AR-15 Magazine hatten noch nie eine Störung. Abgesehen von den Stahlhülsen, die ich nie wieder in meinem OA-15 verwenden werde, hatte ich mit diesem extrem guten Gewehr noch nie eine Störung. Völlig unzweifelhaft sind die modernen anti-tilt Zubringer besser als die alten, aber durch die großen Oberflächen, die dort aneinander reiben, können sie sich auch leichter mit Schmutz festsetzen. Vor allem wenn sie lange nicht gereinigt werden, oder Öl in den Magazingehäusen verharzt.

Die Position der ersten Patrone ist je nach Waffe wichtig. Denn bei einem G3 mit Rollenverschluss kann man nicht so einfach den Verschluss etwas zurück ziehen um den Ladezustand zu prüfen. Die Position der obersten Patrone zeigt einem bei solchen Waffen aber an, ob richtig zugeführt wurde.

Magazine prüfen

Früher hätte ich Euch geraten unzuverlässige, oder kaputte Magazine zu entsorgen, sie haben schließlich nur etwa 20 Euro / Stück gekostet. Aber wer seinen legalen Altbesitz jetzt entsorgt bekommt keinen Ersatz mehr. Überprüfe regelmäßig die Funktion aller Magazine. Nur so kann man Fehlerquellen vorzeitig erkennen, weiteren Schäden vorbeugen und auch leichter die Ursachen für Beschädigungen finden.

Prüfe ob sie in leerem Zustand problemlos bei offenem Verschluss ausgeworfen werden und prüfe ob sie voll geladen bei geschlossenem Verschluss einrasten und ausgeworfen werden (ich spreche hier hauptsächlich von AR-15 Gewehren). Nur wenn das alles funktioniert ist auch ein schneller Magazinwechsel gewährleistet. Gerade bei einem voll geladenen Magazin merkt man, wie schwer diese teilweise in der Waffe arretieren. Aus diesem Grund wurden die H&K Magazine für AR-15 Gewehre etwas verlängert, um auch bei 30 geladenen Patronen noch zuverlässig zu funktionieren.

Schau Dir ganz genau die Magazinlippen an, ob dort Verformungen oder Risse sind. Wenn das der Fall ist sollte das Magazin markiert und separat gelagert werden. Für die Zuverlässigkeit sind solche Teile wie die Zuführrampe und die Magazinlippen entscheidend.

Drücke Blechmagazine seitlich zusammen um zu prüfen ob sich Schweißpunkte gelöst haben.

Wenn das Magazin voll geladen ist und man es mit dem Rücken aufklopft, dürfen sich keine Patronen lösen. Es gibt auch eine Magazinlippen-Lehre, aber ich persönlich hatte noch nie Bedarf für so etwas.

 

 

Schone deinen Altbestand:

Evtl. kannst Du am Magazinboden etwas als Puffer befestigen, damit sie nicht so hart auf den Boden fallen. Z.B. die Magpulls oder etwas Panzertape.

Kaufe Dir bald 10 Schuss Magazine und benutze sie so oft wie möglich. So schonst du deinen Altbesitz.

Wenn du volle Magazine lagerst, lade sie nicht voll. Ich selber hatte dann immer nur 28 Schuss drin. Die Zahl der Patronen werde ich aber weiter reduzieren und auch die Zahl der aktuell geladenen Magazine ebenfalls. Man könnte z.B. nur 20 rein laden und 10er Ladestreifen dazu legen. Auch wenn es ziemlich selten vorkommt, das Ermüden von Magazinfedern, durch voll geladene Magazine, ist kein Mhytos.

 

 

Markiere Deine Magazine:

Der Vorbesitzer dieser Magazine war sehr kampferfahren und übertrug seine Erfahrungen auch auf seine Jagd- und Sportwaffen. Es gab damals, als er den 30M1 Carbine mit diesen Magazinen gekauft hat, in Deutschland noch den Anscheinsparagraphen. So entschied er sich, bei der damaligen eingeschränkten Auswahl an Halbautomaten, für einen 30M1.  Er markierte alle Magazine mit seinen Initialen, der Schusszahl und einer Magazinnummer. So konnte er z.B. auch erkennen, welche auf 2 oder 10 Schuss blockiert waren und konnte notieren welches Magazin Störungen verursacht hat.

An meinen eigenen 30er Magazinen in 9mm oder .223 habe ich fast immer Markierungen mit Panzerband und einer Nummer. Bei meinen Pistolenmagazinen war ich bisher nachlässig. Das ist halt der Unterschied, zwischen den Dingen die man tun sollte und dem was man man wirklich tut. Aber wenn ich mich mal dazu aufraffen kann, werde ich auch diese noch am Magazinboden kennzeichnen.

Dienstwaffenträger sind meist bemüht ihre Magazine so zu kennzeichnen, dass sie nicht mit anderen beim Schießtrainung verwechselt werden.
Dienstwaffenträger sind meist bemüht ihre Magazine so zu kennzeichnen, dass sie nicht mit anderen beim Schießtrainung verwechselt werden.

Politische Botschaften sollte man natürlich nicht an seiner Waffe anbringen. Auch jedes "Motto" kann bei so was richtig Ärger geben. Aber eine Landesflagge, ein Verbandsabzeichen oder das Abzeichen der eigenen Behörde kann man dort anbringen. Ob man das dann auch darf, soll hier nicht das Thema sein.

 

Etwas farbiges Panzerband lässt einen seine Magazine bei Schießkursen sofort wieder am Boden der Schießbahn finden. Zusätzlich dämpft es etwas den Aufprall beim Magazinwechsel. Für Gewehr und MP Magazine sind dafür zweifellos die "Magpulls" nützlich, sofern die Magazine damit überhaupt noch in ihre Taschen passen. Als Dienstwaffenträger will man sich nicht immer auf den sorgsamen Umgang seiner Kollegen mit deren Magazinen verlassen. Wenn man seine Magazine kennzeichnet wird man sie nach dem Training auch wieder haben (und nicht die dreckigen und verbeulten von nachlässigen Zeitgenossen).

 

 

Putze Deine Magazine:

 

Sei mal ehrlich, wann hast Du zum letzten Mal deine Magazine zerlegt und innen gereinigt? Mein OA-15 habe ich 2011 aus der ersten Serie der "Black Label" Reihe gekauft. Und die Oberland Arms Magazine dazu wurden 2010 hergestellt. Und somit kann ich ehrlich sagen, dass ich meine Magazine seit 9 Jahren nicht innen gereinigt habe... Mache es besser als ich!

 

Nicht ohne Grund sind in vielen Waffenreinigungssets solche Bürsten drin. Sie helfen beim Reinigen der Waffe und der Magazingehäuse.
Nicht ohne Grund sind in vielen Waffenreinigungssets solche Bürsten drin. Sie helfen beim Reinigen der Waffe und der Magazingehäuse.

Magazine werden bei der Pflege oft vernachlässigt und rosten daher auch immer mal wieder. Um die Bürsten kann man Küchenpapier drum machen und bekommt so den Dreck raus. Seit sparsam mit dem Öl in den Magazinen. Ich hatte schon mal einen Steckschuss im Lauf einer Sig Sauer 226, weil das Öl aus dem Magazin, am Zündhütchen vorbei, das Pulver befeuchtet hat. Und auch einen .357 mag. Revolver besaß ich mal, der im Lauf eine Aufbauchung von einem Steckschuss hatte, der vermutlich die selbe Ursache hatte.

 

 

Wie geht es jetzt weiter?

Das neue Waffengesetz steht im Wortlaut immer noch nicht fest. Daher sind die genauen Regelungen bzgl. dem Altbesitz, Anmeldung bei der Waffenbehörde, Sondergenehmigungen vom BKA, Lagerung (werde die Magazine, als verbotene Gegenstände in Tresoren lagern müssen?), Umbauten zur Legalisierung usw. hier noch nicht das Thema.

 

Meine Idee für die Zukunft von AR-15 Magazinen für den Deutschen Markt:

Es könnte ein modulares 10-Schuss Magazin entwickelt werden. Dort wo der Magazinboden aufgeschoben wird, könnten unten weitere Module (mit jeweils 10-Schuss Kapazität) angebaut werden. Diese Magazine könnte man dann s.B. bei Wettkämpfen im Ausland nutzen und dort zusammen bauen. Nach meinem Verständnis des WaffG-neu würde dieses modulare Magazin nicht unter das Verbot großer Magazine fallen, wenn es zerlegt besessen wird. Und Magazinfedern für 30er Magazine werden vermutlich weiterhin frei verkäuflich sein. Ob das rechtlich so funktioniert, wird aber auch nur ein BKA Bescheid klären können. Ähnliche Magazinverlängerungen gibt es auch schon.

 

Was jetzt noch gekauft werden kann sind Magazinboden Koppler. Damit können zwei 10 Schuss-Magazine am Boden verbunden werden. Zum Nachladen muss man das Magazin damit lediglich umdrehen. Diese Kombination wird vermutlich noch einigermaßen praktikabel funktionieren. Alles Andere hat für mich keinen praktischen Nutzen. Alleine schon das seitliche Koppeln von Magazinen halte ich idR. für mehr störend als nützlich. Das mag einem "Rebellen", der so viel Dauerfeuer wie möglich Richtung Feind schießen will nützlich erscheinen. Aber wer tagelang sein Gewehr durch den Wald trägt und um die Bedeutung von gezieltem Einzelfeuer weiß, wird sein Gewehr lieber schlank und leicht haben wollen. Es beruht auch auf einfachen physikalischen Gesetzen, dass leichtere Waffen schneller ins Ziel gebracht werden können als schwere mit lauter "taktischen" Anbauteilen. Aus diesem Grund besitze ich auch keine Magazine die mehr als 30 Schuss haben. (Achtung, jetzt schweife ich vom Thema ab:)

Öfter sehe ich Schützen, die einige Anbauteile an ihre Gewehre montieren und die Waffen dann nicht Mal ein paar Minuten im Anschlag halten können, weil sie so schwer geworden sind. Und viele Anbauteile werden nicht wegen einer Notwendigkeit gekauft, sondern weil man bei ihnen einen Nutzen vermutet. Und so wird Skateboard-Tape dran geklebt, ohne dass man überhaupt Probleme mir der Griffigkeit hatte. Oder es wird ein Zielfernrohr mit einem zusätzlichen Leuchtpunktvisier oben drauf montiert, ohne dass man überlegt hat, ob das originale Diopter nicht vielleicht sinnvoller ist. Ober auch ob der Versatz der Visierlinie, zur Laufseelenachse, für die Schüsse auf sehr kurze Entfernung, möglicherweise extrem unpraktisch ist. Einer meiner Schützenkameraden montierte sich eine Tasche an den Schaft. Das erhöhte die Position vom Kopf so sehr, dass man kaum noch durch das Zielfernrohr schauen konnte, aber er VERMUTETE einen taktischen Vorteil bei dieser Tasche.... Ein anderer befestigte sich seinen Vordergriff an seinem schweren AR-15, das er als Präzisionsgewehr konfiguriert hatte. Das tat er, ohne dass er dazu beim Schießen eine Notwendigkeit merkte. Er macht es nur, weil er Vordergriffe bei anderen Schützen sah und vermutete, dass sie einen taktischen Vorteil bringen.