Freie Selbstverteidigungswaffen

Tiberius T8.1 mit APS Smart Laucher, FSC, JPX, GL-06 Pepperballwerfer mit Pfefferspraymontage, Zoraki 925, FHK Signalgerät, Pfefferspray mit Laservisier, EKA Schlagstock, TP-10 Pen, SOCP Messer und Böker Reality Blade Einhand- und Springmesser.
Tiberius T8.1 mit APS Smart Laucher, FSC, JPX, GL-06 Pepperballwerfer mit Pfefferspraymontage, Zoraki 925, FHK Signalgerät, Pfefferspray mit Laservisier, EKA Schlagstock, TP-10 Pen, SOCP Messer und Böker Reality Blade Einhand- und Springmesser.

Viele haben keine Waffenbesitzkarte und können sich keine scharfen Waffen kaufen. Vielen ist der Aufwand für eine WBK zu hoch oder sie sind nicht gewillt tödliche Gewalt anzuwenden. Die Gründe für den Erwerb von freien Waffen sind vielfältig. Mir sind auch schon Jäger begegnet die einen Gasrevolver gekauft haben damit sie eine Waffe immer bei sich tragen dürfen.

 

Nachtrag: Neulich wurde ich von einem WBK Inhaber gefragt warum ich die Möglichkeiten der Selbstverteidung mit Paintballwaffen mit der Tiberiuspistole und der Tippmann TCR auslote. Er konnte es nicht verstehen, da ich schließlich scharfe Waffen im Tresor liegen habe. Ich entgegnete, dass er sich mal überlegen soll was er sich kauft, wenn die Behörde aus irgend einem Grund seine WBK widerruft, oder wenn scharfe Waffen verboten werden. Nun fand er meine Suche nach guten frei verkäuflichen Waffen plötzlich sehr interessant.

 

Welche Art von Waffen welchen Regeln unterliegt und "Was der kleine Waffenschein ist" will ich hier nicht ausführen. Dafür gibt es genug andere Seiten im Internet.

Andere Länder, andere Sitten:

In Süd Afrika wird die Thunder CO2 Handgranate, die in Deutschland für Airsoft Spiele verwendet und verkauft wird, zur Selbstverteidigung eingesetzt. Dort ist sie baugleich und wird einfach mit Pfefferpulver gefüllt.

 

www.tacticaldistributors.co.za

Video: https://www.youtube.com/watch?v=q9aNTZfpsR8

 

Unanfechtbar ist derzeit der Jet Protector JPX die beste frei verkäufliche Selbstverteidungswaffe am deutschen Markt. Ich habe viele Optionen dieser Waffe ausgelotet, so habe ich auch bereits eine Kamera daran montiert, die Piexon Pfefferspray Montage und ein Tritiumvisier.

Viele wollen sich bei der Selbstverteidung auf den Messerkampf verlassen. Sie bedenken aber nicht, dass das Messer in unserer Gesellschaft nicht als Waffe anerkannt ist. Und genau das hat massive Konsequenzen bei einer Notwehrlage.

Noch besser als "Frei verkäufliche Waffen" sind die Gegenstände die nicht unter das Waffengesetz und seine Regularien fallen.

Kubotane und Tactical Pens sind für unsere Gesetzeslage eine recht gute Option bei der Wahl der Waffen. Vor allem wenn man es mit einem Pfefferspray kombiniert.

Und falls Ihr doch auch berechtigt seit eine scharfe Waffe zu Führen oder es Euch interessiert, habe ich HIER etwas darüber geschrieben.

Darf man "Defence Lampen " führen?

Ich wurde bereits mehrfach gefragt wie ich die rechtliche Situation bei den "Defence Lampen" einschätze. Offenbar sind viele der Meinung, dass man diese knüppelförmigen Taschenlampen führen darf und der §42a WaffG hier nicht greift. Sogar einige Verkäufer behaupten das.

 

Meiner Meinung nach sind diese Lampen aber ganz klar "Hiebwaffen" und unterliegen dem Führverbot! Einen BKA Bescheid gibt es dazu noch nicht.

Quelle des Bildes: https://www.alibaba.com/product-detail/High-quality-flashlight-led-long-handle_60684126206.html

 

Einen "Sicherheitsschirm" oder "Selbstverteidigungsschirm" kaufen?

Da ich auch auf die "Sicherheitsschirme" oder "Selbstverteidigungsschirme" angesprochen wurde will ich dazu meine Meinung sagen. Immer wieder hört man davon und viele Youtuber stellen sie als das ultimative Selbstverteidigungsmittel vor. Ich sehe das völlig anders, denn der praktische Nutzen fern ab von der Theorie, geht gegen null. Wann laufe ich denn mit einem Regenschirm durch die Stadt? An vermutlich 5 Tagen im Jahr, öfter sicher nicht. Also wird er an der Gardarobe lediglich als Staubfänger verwendet werden.

Sobald der Schirm vom Hersteller zum Schlagen gedacht ist wird er einer Hieb- und Stoßwaffe gem. Waffengesetz und darf sowieso nicht ohne Weiteres geführt werden. Zusätzlich ist er auch speziell hergestellt, die dauernde Behauptung "es ist nur ein Schirm" ist also grundlegend falsch. Einer davon hat in seiner Amazon Beschreibung folgendes stehen: " sollte es erforderlich sein, so nutzen Sie ihn für schmerzhafte Stöße oder Stiche...". Damit ist die Bestimmung und Eigenschaft als Waffe klar formuliert und es droht Bußgeld, Einziehung usw. im Falle einer Anzeige. Rechtlich ist die Lage also die Selbe wie wenn man einen Schlagstock führt. Bedenkt auch, dass es keinen BKA Feststellungbescheid zu den Schirmen gibt, denn das BKA würden vermutlich zum selben Ergebnis kommen wie ich. Es könnte sogar noch schlimmer kommen und die Schirme könnten als verbotene Hiebwaffe eingestuft werden, die einen Alltagsgegenstand vortäuscht.

Diese Schirme haben nur einen praktischen Nutzen, sie werden im professionellen Personenschutz verwendet um notfalls geworfene Gegenstände abzuhalten.

Sinnvolle Alternativen zeige ich jede Menge auf. Denn man darf z.B. ein Tierabwehrspray und einen massiven Alltagsgegenstand oder Kubotan mit sich führen. Und im Auto kann man z.B. auch einfach einen Schlagstock in einer "verschlossenen" Tasche liegen haben.

 

Ein Verkäufer dieser Schirme behauptet übrigens, dass man "Tierabwehrspray" nicht verwenden soll, weil es nur gegen Tiere verwendet werden darf. Das ist Unfug! Es ist gegen Tiere BESTIMMT, aber darf im Falle der Notwehr genau so gegen Menschen eingesetzt werden wie z.B. CS-Gas (Man darf ja auch nicht zum Spaß Menschen mit dem "Sicherheitsschirm" verhauen, nur weil er zum Einsatz gegen Menschen bestimmt ist). Und um den Regenschirm zu verkaufen wird dort behauptet (gelogen), dass Teleskopschlagstöcke "komplett verboten" wären.

 

Ich habe keinen derartigen Schirm und ich werde garantiert niemals 90 - 120 Euro für einen Regenschirm ausgeben!

 

Nachtrag: Ich wurde für meine rechtliche Meinung über den "Sicherheitsschirm" sehr kritisiert. Aber ich bin mit meiner Meinung nicht alleine und ich sage es auch gerne nochmal: Der Schirm ist dafür bestimmt Menschen zu schlagen. Ein normaler Gehstock z.B. ist das nicht. Er ist nicht "nur ein Schirm", der Hersteller hat ihm eine BESTIMMUNG als Waffe gegeben. Mich stört weniger das Konzpt des "Sicherheitsschirmes", sondern mehr, dass er mit falschen Behauptungen verkauft wird und die Käufer angelogen werden! Sollte irgendwann vom jemandem ein BKA Feststellungsbescheid dazu beantragt werden wird es vielleicht für alle Besitzer das "böse Erwachen" geben.

 

Elektroschocker zur Selbstverteidigung?

Ich selber habe mir ein Mal einen Elektroschocker gekauft, aber nicht um mich damit zu verteidigen, sondern um einen in der Sammlung zu haben. Er hat 500.000 Volt und ein eingebautes Pfefferspray. Er dient mir nur zu einem Zweck, der Bekämpfung von Ungeziefer im Haus. Elektroschocker bringen, entgegen der Werbeversprechen, keinen Angreifer zu Boden. Sie verursachen lediglich starke Schmerzen an der Kontaktstelle. Nur der original Taser schafft es Angreifer zuverlässig zu Boden zu bringen, andere Geräte schaffen das nicht. Dazu kommt, dass alle PTB-zugelassenen Schocker eine Zwangsabschaltung haben. Nach 10 s funktionieren sie für 2 sec nicht mehr. Und im schlimmsten Fall passiert das genau dann, wenn man ihn dringend braucht. Der einzige Vorteil den die Geräte haben ist, dass sie ein furchtbares Geräusch verursachen. Ich würde nie auf die Idee kommen mich mit so etwas zu verteidigen.

Eine Armbrust zur Heimverteidigung?

Foto links: Repetierarmburst "Adder" mit Magazin, Waffenlampe und Laservisier. Sie kommt bald auf den Markt und wird die feuerstärkste Armbrust überhaupt sein. Jörg Sprave ist mit dieser Armbrust ein Meilenstein in der Waffenentwicklung gelungen. Ob Waffenlampen und Laservisiere an "gleichgestellten Gegenständen", wie einer Armbrust erlaubt sind ist rechtlich strittig. Das schlecht gemachte WaffG gibt darauf keine klare Antwort und selbst die dafür zuständigen Fachbehörden sind sich uneins über diese Frage. Das BKA hat aber mal in einem Schreiben gemeint, dass es erlaubt ist. (Quelle: https://de-de.facebook.com/TheSlingshotChannel)

 

Wer in einer Armbrust mehr eine "Waffe" und weniger ein Sportgerät sieht kam bisher meist aus der Prepper-Szene. In den letzten Jahren wurde es aber immer mehr thematisiert Armbrüste zur Heimverteidigung zu verwenden. Ich persönlich halte von dieser Art der Bewaffnung nicht viel. Denn ein Armbrustbolzen ist eigentlich dafür gedacht auf große Entfernung tödliche Verletzungen beizubringen und eben nicht um auf kurze Entfernung eine Stoppwirkung zu entfalten. Das ist ein sehr wichtiger Unterschied! Und jeder echte Armbrustjäger (oder Bogenjäger) wird bestätigen können wie weit das Wild bei einem Blattschuss teilweise noch flüchtet, trotz Jagdspitzen. Zur "Heimverteidigung" werden meisten aber einfache Spitzen verwenden. Die "Stoppwirkung" dieser Bolzen ist also sehr schlecht. Um dazu kommt, dass man oft dennoch tödliche Verletzungen beibringen wird. Dieses Missverhältnis zwischen Stoppwirkung und den Folgen ist also ähnlich schlecht wie beim Messerkampf. Und genau so wie beim Messerkampf fasziniert die Meisten an der Armbrust, dass es eine tödliche und frei verkäufliche Waffe ist. Aber Sinn macht das alles nach meiner Meinung nicht. Denn einen Einbrecher will ich vertreiben, abwehren oder festnehmen. Ein tödlicher Einsatz kann nicht das Ziel sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Pfefferspray und ein Schlagstock, oder eine Paintballwaffe mit Gummigeschossen wesentlich wirkungsvoller und sinnvoller ist um sich gegen Einbrecher zu verteidigen. Dazu kommt, dass man eine Armbrust nur recht schwer "verschlossen" lagern kann, wie das WaffG es fordert.

Sollte man von einem Einbrecher angegriffen werden hat man mit einer riesigen Armbrust und nur einem Schuss in einem engen Haus recht schlechte Chancen diesen einen Treffer wirkungsvoll anzubringen. Sollte hierbei der Wurfarm eine Wand berühren wird der Bolzen übrigens massiv abgelenkt. Für einen zweiten Schuss wird idR. keine Zeit bleiben.

Ich persönlich würde niemals eine Armbrust als Waffe wählen um sie gegen Einbrecher vorzuhalten. Auch dann nicht, wenn ich keine WBK besitzen würde. Und bedenkt hierbei auch, dass ich schon öfter im echten Leben Einbrechern gegenüber stand. Wie immer gilt aber: "Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen" und es gibt viele andere Meinungen als meine. Und diese anderen Meinungen haben sicher auch ihre Berechtigung.

Selbstschussanlagen gegen Einbrecher?

Ich wurde auf die Möglichkeit von Selbstschussanlagen zur Gebäudesicherung angesprochen und will dazu wenige Worte sagen. Viele finden die Idee eine Selbstschussanlage, z.B. mit Gaspatronen bestückt, an ihrer Kellertüre zu installieren interessant. Aber überlegt mal selber, wie hoch ist die Chance, dass Ihr damit wirklich einen Einbrecher erwischt? Die Chance, dass ein Feuerwehrmann, wegen einem Wasserschaden oder einer Rauchentwicklung usw. in Dein Haus muss und das Zeug abbekommt ist etwa genau so hoch. Und glaubt mir, die Verantwortung dafür wollt Ihr nicht tragen. Die Presse, der Staatsanwalt und der Richter werden keine Gnade zeigen und die Nachbarn werden Dich verachten. Das ist aber nur das was passieren könnt. Dass Du selber, oder ein Familienmitglied, die Selbstschussanlage irgendwann versehentlich auslöst ist so gut wie sicher (siehe "Murphys Gesetz").

Das installieren von Selbstschussanlagen ist völlig verantwortungslos und ein Unfall damit ist im laufe der Jahre garantiert. Installiere lieber eine Alarmanlage mit einer Videoaufschaltung auf Dein Handy. Damit kannst Du sogar ferngesteuert eine "Reizgasanlage" auslösen. Das ist sehr sicher, hat schon oft funktioniert, garantiert Dir viel Spaß und im Anschluss ein tolles Video ;-) 

Multifunktions-Pfefferspray (Plegium, Tornado, Defender 24/7...)

Auf der IWA lernten wir mal das multifunktions Pfefferspray von Plegium kennen. Einer meiner Kollegen war sofort begeistert und wollte eines für seine Angehörigen mitnehmen. Aber es lagen am Messestand nur Prototypen und er musste warten bis es regulär im Handel war. Beachtet bitte auch jetzt schon seine instinktive Meinung/Entscheidung, dass er es nicht für sich selber, sondern für seine untrainierten Angehörigen wollte. Ich selber fand das Spray langweilig, denn ich dachte mir, dass es das schon eigentlich alles auch schon von anderen Herstellern gab. Es ist ein Pfefferspray mit Sirene, Stoboskoplicht und einer Bluetooth Schnittstelle zu einer Notruffunktion. Alle Funktionen werden gleichzeitig und automatisch aktiviert. Mich interessierte es erst mal nicht weiter. Vor einigen Tagen fragte mich dann ein Leser, ob ich es nicht in meinem Pfefferspray Bericht erwähnen will, weil auch er es für sinnvoll hielt.

Es gibt schon lange Pfeffersprays mit Zusatzfunktionen (z.B. das Tornado Spray). Sie entstammen immer den Ideen von Ingenieuren, die eine perfekte Selbstverteidigungswaffe schaffen wollen. Aber ich bezweifele, dass bei deren Entwicklung "Sicherheitsprofis" mitgewirkt haben. Denn man muss sich immer die Frage stellen, ob man im Notfall diese Zusatzfunktionen überhaupt will? Jetzt könnten die vielen "aber", "hätte", "wenn", "falls".... usw. kommen. Denn jede Notwehrsituation ist anders und sich darüber in jeder Kleinigkeit den Kopf zu zerbrechen ist ziemlich sinnlos. Aber was ist, wenn Freunde des Angreifers in der Nähe stehen, willst Du dann überhaupt die Aufmerksamkeit einer Sirene (diese Situation kommt sehr oft vor)? Was ist, wenn Du zuvor selber "strafrechtliche Schuld" auf dich geladen hast, willst Du dann überhaupt, dass dein Pfefferspray automatisch die Polizei ruft? Willst Du überhaupt den halben Tag zur Anzeigenerstattung im Polizeirevier verbringen, nur weil ein besoffener Depp Dich geschubst hat? Und wenn eine Frau von einem Freund/Bekannten sexuell bedrängt wird, will diese dann überhaupt, dass das groß bekannt wird? Und selbst wenn die Zusatzfunktionen sinnvoll sind (wie z.B. die Kamera im Defender 24/7 Pfefferspray) wird dann nicht mehr darauf geachtet was das Spray selber an Reichweite, Zuverlässigkeit usw. leistet. Multifunktionsgeräte können zwar vieles, aber nichts davon wirklich gut.

 

Fazit: Ich würde niemals ein Pfefferspray bei mir tragen, was automatisch einen Alarm auslöst. Für mache Personen kann so etwas durchaus sinnvoll sein, aber ganz sicher nicht für mich. Ich bleiben lieber bei den zig tausendfach bewährten Sprays von Hoernecke. Sie haben mich schon oft vor Schaden bewahrt und ich hatte bei der Benutzung niemals das Gefühl, dass mir ein Strobo oder eine Sirene geholfen hätte.