Gedanken zum Artenschutz

 

Ich habe in der letzten Nachtschicht (ab 04:30 Uhr kann ich keine Anzeigen mehr schreiben, da kommt sonst nur noch Mist raus) etwas über die Jagd auf Rabenvögel recherchiert. Dabei bin ich auf die Seite einer großen "Naturschutzorganisation" mit vier Buchstaben gestoßen. Diese haben seitenweise Abhandlungen darüber, warum die Jagd auf Rabenkrähe, Elster und Eichelhäher verboten werden soll. Auf diesen unzähligen Seiten stand  jede Information etwa vier mal. Es war wirklich anstrengend diesen Mist zu lesen. Es wurden unzählige Studien verlinkt in denen "bewiesen" wurde, dass Rabenvögel keinen Einfluss auf die Population von anderen Tieren haben.

 

Da muss ich mich schon fragen Ob diese "Naturschützer" wissen was Rabenvögel fressen? Es gibt vermutlich keine Vogelart die Flächendeckend und in solchen Massen vorhanden ist wie Rabenkrähen. Mann muss also wirklich kein Forscher sein um zu wissen dass diese einen massiven Einfluss auf den Artenreichtum in unserer Kulturlandschaft haben.

Rabenkrähen sind Nesträuber und von ihnen gibt es massenhaft. Viele Singvögel dagegen sind jedoch bedroht und selten. Warum sollte man Rabenkrähen also Schonen???
Rabenkrähen sind Nesträuber und von ihnen gibt es massenhaft. Viele Singvögel dagegen sind jedoch bedroht und selten. Warum sollte man Rabenkrähen also Schonen???

 

Die problematische Ausgangslage für bedrohtes Niederwild

 

Wir haben eine Kulturlandschaft und das bedeutet, dass fast alle Flächen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaftlich genutzt werden. Dies bedingt, dass vor allem der wichtige Lebensraum vielen Tieren genommen wurde. Anfang des letzten Jahrhunderts bestanden die Landwirtschaftlichen Flächen aus wesentlich kleineren Parzellen die auch oft durch Hecken getrennt waren (Sichtschutz und Kleinflächigkeit). Es gab Streuobstwiesen, Plenterwaldwirtschaft usw. Dazu kommt, dass keine Spritzgifte angewendet wurden, die heute vielen Tieren die Insekten als Nahrung nehmen. Ein weiterer wesentlicher Faktor sind die Fichtenmonokulturen die immer noch in großem Umfang exisstieren. Es ist allgemein bekannt, dass vor allem der Lebensraum das größte Problem für Tiere ist. Wir Jäger, die wir eben auch Naturschützer sind, können an diesen beiden Faktoren kaum etwas ändern! Wir können uns zwar um das Pflanzen von Hecken bemühen, aber welcher Landwirt wird freiwillig eine Hecke erlauben? Diese werden dann nämlich zum "Biotop" gem. dem Naturschutzgesetz und dürfen nicht mehr entfernt werden! Aber gelegentlich wird man es doch schaffen sich für den Lebensraum einzusetzen. Man kann Wildäcker anlegen, Nistkästen oder "Insektenhotels" aufhängen und Ähnliches. Aber an den großen Problemen unserer Kulturlandschaft wird man nichts ändern können.

Das große Problem des Insektensterbens soll hier natürlich nicht unerwähnt bleiben! Weiter darauf eingehen will ich aber nicht, da ich von Insekten wirklich keine große Ahnung haben.

 

Die logische Schlussfolgerung

 

Aber wir Jäger können ein weiteres Problem für das Niederwild einschränken: Den Druck durch Beutegreifer. Die Gewinner unserer Kulturlandschaft sind nämlich vor allem auch Fuchs und Rabenkrähe. Und was stellen sich jetzt die "Naturschützer" vom N..U vor welche Chance Wachtel, Rebhuhn, Fasan, Waldschnäpfe, Feldhase... noch haben??? In vielen Regionen sind diese bereits komplett ausgestorben. Den letzten Fasan habe ich in freier Wildbahn vor etwa 18 Jahren gesehen.

 

Der .AB. meint allen ernstes, dass wir Jäger lediglich mehr Beute haben wollen und lehnt das Jagdgesetz ab, weil dies angeblich nur dem Inhaber des Jagdrechts und nicht der Allgemeinheit diehnt!? Profitiert die Allgemeinheit etwa nicht davon, dass auf dem Markt bestes Wildfleisch verfügbar ist und wenn Jäger für einen gesunden und Artenreichen Wildbestand sorgen? Jagd ist das Produzieren von Lebensmitteln und Naturschutz. Politisch verblendete Menschen werden es nie verstehen, dass ich nicht Tiere "Totschießen" will, sondern Jagen. Die Hege ist hierbei ein schwerwiegenes Schlagwort. Seltenes Wild jage ich nicht! Ich überlegen mir sehr gut jeden einzelnen Feldhasen den ich erlege. Und Wild wie Höckerschwan oder Blässhuhn jage ich gar nicht, weil es derzeit nicht erforderlich ist aus Gründen der Hege und ich sie auch nicht essen will. Ich bin auch recht froh, wenn die Beutegreifer dieses stark verbreitete Federwild fressen und keine Hasen oder Rehkitze.

Und halten es diese angeblichen "Tierschützer" etwa für moralisch besser (daher werden sie auch "Bessermenschen" genannt), wenn Füchse durch Krankheiten dezimiert werden? Der Tot durch Räude und Staupe ist bestimmt nicht sonderlich angenehm für einen Fuchs. Und Fuchsbandwurm ist auch für uns gefährlich (aber viel weniger als allgemein angenommen).

 

 

 

Viele Jäger stellen den Füchsen gar nicht mehr nach. Den Pelz will heute keiner mehr, vor dem Fuchsbandwurm füchten sich viele Jäger und essen kann man ihn auch nicht. Es leidet das Niederwild darunter.
Viele Jäger stellen den Füchsen gar nicht mehr nach. Den Pelz will heute keiner mehr, vor dem Fuchsbandwurm füchten sich viele Jäger und essen kann man ihn auch nicht. Es leidet das Niederwild darunter.
Diese Katze war mir vom Sehen her bekannt. Nun hat sie offenbar einen Kampf mit dem Fuchs verlohren und wird vermutlich für die Jungfüchse als Fressenbereit gehalten.
Diese Katze war mir vom Sehen her bekannt. Nun hat sie offenbar einen Kampf mit dem Fuchs verlohren und wird vermutlich für die Jungfüchse als Fressenbereit gehalten.

Was wäre den grünen Politikern in Baden-W. wohl lieber gewesen: Wenn ich den Fuchs erlegt hätte um das Haustier zu schützen, oder wenn ich die wildernde Katze erschossen hätte um andere Tiere vor ihr zu schützen? Jedenfalls hat der Fuchs hier ein Haustier, was in freier Wildbahn nichts zu suchen hat, der "Verwertung" zugeführt...

 

"Die Katzen in Australien waren seit ihrer Ankunft auf dem fünften Kontinent am Aussterben von 28 Säugetierarten ganz oder teilweise beteiligt."

 

 

 

Es ist zum Schutz bedrohter Tierarten erfoderlich Beutegreifer wie den Fuchs und Rabenvögel zu dezimieren. Alle Statistiken die behaupten, dass diese Jagd von Beutegreifern keine postitive Wirkung hat sind schlicht Blödsinn und politisch beeinflusst. Jeder langjährige Jäger kann bestätigen, dass ein starker Jagddruck auf Prädatoren eine Erholung für die Niederwildbestände schafft. Es gibt auch Projekte der Jägerschaft in denen gezielt Prädatoren zum Schutz von Niederwild bejagd werden, natürlich erfolgreich.

 

Ein Höckerschwan am selben Fuchsbau für die Jungfüchse.

Eine von zwei Hochzeitstauben (Brieftauben) die ich in meinem Revier hatte. 

Eine Woche sah ich sie am selben Fuchsbau wieder. Auch sie wurde verspeist. Unter welchem Stern wohl die Ehe steht...?

Ein Problem des Artenschutzes ist, dass die Jungfüchse ziemlich süß sind und sie auch daher kaum ein Jäger schießen will. Das Video unten habe ich am selben Bau gemacht.

Rabenkrähen versuchen in eine Biberburg einzudringen. (Eine ehemaliger Biberberater meinte, dass es eine Biberburg ist, auch wenn sie recht klein ist)
Rabenkrähen versuchen in eine Biberburg einzudringen. (Eine ehemaliger Biberberater meinte, dass es eine Biberburg ist, auch wenn sie recht klein ist)
Diese Amsel stand auf dem Speiseplan eines Beutegreifers (Vermutlich vom Fuchs).
Diese Amsel stand auf dem Speiseplan eines Beutegreifers (Vermutlich vom Fuchs).
Auch das war ein Schwan. Von solchen Fotos habe ich unzählige.
Auch das war ein Schwan. Von solchen Fotos habe ich unzählige.