Bei meinem ersten Streifgang in diesem Monat war das Wetter unglaublich mies. Es hat stark geregnet und war zum ersten Mal richtig kalt. Ich zog meine Fleecejacke drunter und Handschuhe an.

 

In der Scheune in der ich neulich den Landstreicher angetroffen habe war wieder jemand drin. Das konnte ich an einer verstellten Sitzbank sehen.

  

Ich hatte an Haarwild überhaupt keinen Anblick. Ich konnte nur wieder mal zwei wildernde Hauskatzen sehen. (Ich war aber auch tagsüber unterwegs).

 

Eine Wildkamera habe ich wenige Meter von der Reviergrenze angebracht an einem Wildwechsel den ich bisher noch nie überwacht habe. Ich bin gespannt was ich in einigen Tagen auf der Speicherkarte sehen werde.

 

Gleich als ich wieder Zuhause war trocknete ich meine Atlas BBF und ölte sie stark ein. Sie hat einigen Regen abbekommen und ist ziemlich nass geworden. 

 

Das ich es in den nächsten Tagen auf den Ansitz schaffe ist leider eher fraglich.

Da ich gerade leider so gut wie gar nicht auf die Jagd komme und daher auch nicht viel zu erzählen habe zeige ich euch die ernüchternde Ausbeute meiner Wildkamera. An der Stelle befindet sich kein Feld oder Waldweg!

 

Hier ein Radfahrer der quer über die Wiese fährt.

 

 

Hier zwei Walker die mitten durch den Wald "müssen".

 

 Ohne die Sichtung einer wildernden Hauskatze vergeht bei mir kein Tag im Revier :-/

Der Lichtblick auf dieser Speicherkarte waren die vielen Rehe. Auf dieser Aufnahme seht ihr 4 Stück. Von ihnen habe ich mehrere Aufnahmen von unterschiedlichen Tagen.

Da Wetter war mal wieder schlecht. Viel schlechter als es auf dem Bild aussieht. Ich hatte jedoch ein wenig Zeit und wollte notwendige Revierarbeiten erledigen. Aber der Wind wurde ziemlich stark und ich fürchtete, dass wieder Bäume umfallen. Nach etwa einer Stunde zog ich mich aus dem Wald zurück und fuhr noch eine kleine Runde Streife mit dem Auto.

Ich habe nur mit sehr kleinem Gerät gearbeitet. Aber wenig weiter....

...stand schweres Gerät (ein Harvester) das ich mir noch aus der Nähe anschaute.

 

Meine Arbeiten werde ich im Laufe der Woche fertig stellen.

Draußen war das Wetter mäßig. Es regnete den ganzen Tag. Abends klarte es etwas auf. Ich wollte unbedingt noch auf den Ansitz, weil ich endlich mal etwas Zeit hatte. Aber kaum war ich im Revier sturmte es los und der Regen verwandelte sich in Schnee und Graupel. Ich rannte zur Kanzel und versuchte es mir so gut es ging gemütlich zu machen.

Ich musste aber leider feststellen, dass das Zahlenschloss der Kanzel erneut geöffnet worden ist. Wie ich bereits erzählt habe hat irgendwer unsere Kombination raus bekommen und hat nun Spaß dabei uns zu Ärgern. Ob wir "Operation Schmeißfliege" irgendwann auch noch zum Erfolg führen...? Vorerst werde ich unsere Wildkameras aber nicht dafür verwenden können.

 

Nach dem ich meinen Taschenwärmer angezündet hatte und mir noch einen Pullover drunter zog sah ich einen herrenlosen Hund vor mir auf der Wiese. Wenige Minuten später kamen diese beiden Spaziergänger hinter ihm her. Aber ihr Hund lief von ihnen weg und sie riefen ihm erfolglos minutenlang nach. Der Hund verschwand aus meinem Sichtfeld. Eigentlich wäre ich sofort von der Kanzel runter um den beiden Hundehaltern wenigstens einen Anschiss zu verpassen. Aber bei dem Wetter wollte ich nicht aus der Kanzel raus. Nach einigen Minuten gaben die Beiden auf und gingen den Weg zurück. Kurz darauf folgten ihnen der ungehorsame Hund.

Als ich erneut Angst hatte bzgl. durch den Sturm umstürzender Bäume brach ich ab und kämpfte mich durch den Schnee nach Hause. Meine Blaser Bockbüchsflinte war komplett nass. Und auch meine Glock musste ich sofort trocknen und Ölen

Ich war ganz kurz draußen und musste eine Kamera montieren.

 

Ich war kaum draußen im Wald die letzten Wochen, daher habe ich auch nicht viel erlebt. Aber im Rückblick kann ich nicht klagen dass zu wenig bei mir los ist. Und wenn ich mich etwas mehr auf die Jagd konzentrieren kann wäre das auch mal eine gute Sache. 

 

Das Aufstellen von ein paar Fütterungen steht bald noch an und ich erwarte in Kürze das Auftreten von Wilderern in der Region. Bisher ist es noch seltsam ruhig bei uns...

 

 

Ich hatte Zeit und habe meinen Bruchwald bestreift. Ich hab einen Biberbau gesucht, an einer Stelle wo ich mich schon lange frage wo er ist. Ich habe ihn leider immer noch nicht gefunden, aber massenweise Biberspuren.

Ich hatte mal wieder meine .22 Hornet Atlas BBF dabei.

Das Seeufer war sehr interessant. In wenigen Wochen haben meine Biber massenweise Bäume gefällt. Zwei lagen über dem Weg.

 

Mit ein paar Spaziergängern bin ich gleich ins Gespräch gekommen, was mich immer freut. Mit beiden sprach ich vor allem über unsere Biber.

 

 

 

Dieser Baum war wirklich beeindruckend. Zu sehen gab es aber noch viel mehr frische Spuren als ich hier zeige.

 

Etwas später konnte ich noch hunderte Gänse sehen die sich bei uns am See niedergelassen haben. Hoffentlich schaffe ich es noch welche von ihnen in meinen Ofen zu bekommen...

Er hat mich wirklich gefreut, der dritte Eisvogel dieses Jahr. Ich konnte mich etwa auf 15 Meter an ihn anprischen für dieses Foto. 

Wenige Meter weiter weg saß ein Kormoran zusammen mit mehreren Enten auf einem Baumstamm im Wasser. stehend-freihändig erlegte ich den Kormoran auf ca. 20 Meter.

(Das Foto habe ich heute an einer anderen Stelle gemacht)

Zur Bergung des Kormoran ruderte ich raus auf den See. Nach dem ich sehr viel Wasser aus dem Boot schöpfen musste.

Ich war auf einer kleinen Streifenfahrt mit den Kindern. Zuerst fuhren wir mit dem Bollerwagen am See entlang um uns ein Bild über die Lage bei den Graugänse und Kormoranen zu machen.  Im Anschluss bestreiften wir noch ein paar andere Stellen mit dem Jagdschutzmobil.

Wir konnten auch die "Walker" sehen, die neulich auf der Wildkamera gewesen sind. Genau an der Stelle wo Beide in den Wald gehen hing sie. Und ihr könnt hier sehen, dass es wirklich keinen Weg an der Stelle gibt. Natürlich gibt es ein Betretungsrecht des Waldes, aber muss so etwas alle paar Tage sein....?

Heute war wieder ein kleiner Streifgang am See angesagt. Zu Sehen gab es für mich größtenteils das Übliche.

 

Die nächsten Wochen plane ich ein paar Streifenfahrten bei Dunkelheit ins Revier, aufgrund der aktuellen Wildereilage. Hierfür muss ich noch meine Ausrüstung besser planen...

(Nachtsichtgerät, Taschenlampe, Signalpistole, Handy mit eingeschalteter Ortung und eine entsprechende Bewaffnung)....

Was ich aber doch noch, nicht Alltägliches, zu Sehen bekam, waren diese Krickenten. Ein besseres Foto von ihnen habe ich leider nicht hinbekommen. Wer sie nicht kennt sollte sie mal googeln, sie haben eine sehr bunte Gefiederfärbung.

Operation Sirius

Es geht gegen Ende November zu. In den nächsten Wochen ist mit dem vermehrten Auftreten von Wilderern zu rechnen. Und diese Lage wird bis Heiligabend anhalten, solange bis auch der letzte Wilddieb seinen Weihnachtsbraten im Kühlschrank hat. Daher war es an der Zeit aktiv zu werden und auch in der Nacht Präsenz zu zeigen. Die Chancen hierbei wirklich einen Wilderer festzunehmen sind leider sehr gering. Aber sollten diese uns beim Auskundschaften der Einstände sehen werden sie sich garantiert ein anderes Revier für ihre Taten aussuchen. 

 

Wir waren zu dritt und begannen unsere Streife um eine Zeit in der auch der letzte Jäger nach Haus gefahren sein sollte, also etwa 2h nach Sonnenuntergang und führten sie bis nach Mitternacht fort. Wir bestreiften die Zufahrtsstraßen zu unseren gefährdeten Einständen, wo geteerte Feldwege nahe am Rehwild vorbei führen.  Unsere Ausrüstung bestand aus 2 Wärmebildgeräten, Taschenlampen mit sehr hoher Leuchtkraft, Waffen zum Jagdschutz und meiner Heckler & Koch Signalpistole.

(Hier rauscht die Eisenbahn an uns vorbei)

 

In einem Waldstück hatten wir eine sehr seltsame Feststellung mit einer Kerze im Wald. Dies war derart misteriös, dass ich es hier gar nicht näher erzählen will...

 

Die Scheune in der sich nun mehrfach unberechtigte Personen zum Nächtigen aufgehalten hatten bestreiften und durchsuchten wir ebenfalls.

 

Aber die wirklich schönen Momente in dieser langen Nacht überwiegten sehr. Wir konnten dank der Wärmebildgeräte sehr viel Wild sehen. Wir haben nicht mitgezählt, daber ich schätze, dass wir 20 Stück Rehwild, 10 Füchse, 4 Hasen und 1 Marder gesehen haben. Sehr interessant war die Wärmesignatur von Federwild. Da die äußeren Federn die Temperatur der Umgebung haben erkennt man bei diesen zuerst nur den Kopf, was sehr seltsam aussieht.

(Auf dieser einen Wiese standen 9 Rehe)

 

Über uns leuchtete und glitzert der Sternenhimmer unfassbar. Wir konnten sogar die Milchstraße sehen und mehrere Sternschnuppen. Der Anblick der Sterne durch das Fernglas war atemberaubend. Leider war ich nicht in der Lage davon ein Foto zu machen.

 

Wir beendeten unsere Streife am See, wo wir nach unseren Bibern Schauen wollten. Ich warnte noch davor, dass uns diese vermutlich durch das Schlagen mit der Kelle auf das Wasser vertreiben wollen. Und als es 5 Meter neben uns in der Dunkelheit einen Schlag tat erschraken wir natürlich dennoch fuchtbar. Einige hundert Meter weiter hörten wir einen Biber im Wald neben dem Weg. Wir näherten uns langsam und leise. Dann sahen wir ihn, wie er 10 Meter vor uns einen etwa 4 Meter langen Ast über den Weg ins Wasser zog. Er blieb etwa eine Minute auf dem Weg stehen und beobachtete auch uns. Leider ist es mir auch hier nicht gelungen ein Foto vom Biber zu machen. Und mit der Taschenlampe wollte ich ihn natürlich auch nicht anleuchten.

 

In Anbetracht der tollen Naturerlebnisse und der erlebten Kameradschaft in der dunklen Nacht werden wir unsere Wildererstreife bald wiederholen. Fraglich bleibt hierbei aber welcher Wochentag sich dafür am besten eignet? Positiv war auch, dass wir kein einziges unberechtigts Fahrzeug auf unseren Feldwegen festgestellt haben. 

 

Weiter bei der Operation Sirius geht es HIER.

Die Nacht war kurz, ich musste bald wieder aufstehen und meinen väterlichen Pflichten nachkommen. Im Anschluss fuhr ich wieder raus. Das Jagdschutzmobil muss dringend wieder in die Waschanlage... :-/

 

Zur Vorbereitung der Winterfütterung bin ich immer noch auf der Suche nach unseren Rehe in der "Isolation" (Ein Wald umschlossen von von See, Bundesstraße und Eisenbahn). Leider war ich immer noch nicht erfolgreich.

Etwas später führte mich mein Weg in einen anderen Wald um die Reste der Fütterung zu beseitigen auf die beim Holzen ein Baum gefallen ist. Am Waldrand sah ich eine leere Flasche Sekt, vermutlich war hier wieder mal ein Liebespärchen zu Gange...  

Ich war ein bisschen Fleißig und habe Ordnung gemacht. Hoffentlich geht nicht so schnell wieder etwas von unseren Reviereinrichtungen zu Bruch.

Am nächsten Abend schaffte ich es auf den Ansitz. Ich packte meinen schallgedämpften OA-15 Halbautomaten ein, da dieser ideal für die Fuchsjagd ist. Dazu Hornady V-Max Vollzerlege Munition und den Entfernungsmesser.

Die 4 fach Optik meines Trijicon ACOG reicht völlig für die üblichen jaglichen Gelegenheiten, dazu ist das Absehen durch den Lichtsammler beleuchtet. Und das völlig ohne Batterien.

 

Ich plane übrigens die Anschaffung eines Trijicon green triangle Jagdzielfernrohres. Ob der Kauf auch klappt wird sich zeigen...

 

Leider war mein Ansitz vollkommen erfolglos. Ich blieb bis lange nach Sonnenuntergang sitzen und hatte gar keinen Anblick, was vermutlich auf die vielen Waldbesucher zurück zu führen ist. Die nächsten Ansitze werde ich wo anders verbringen.

 

Aber diesen Hund konnt ich noch beobachten, der nicht angeleint war und ein ganzes Stück von seinen Herrchen entfernt war. Hoffentlich gehorcht er, wenn er Wild wittert...

 

Bei meiner Fahrt zu den Wildkameras stellte ich fest, dass jemand ca. 2 Eimer voll altem Brot in den See geworfen hat. Ich vermute, dass er die Wasservögel füttern wollte. 

Und diese futterten es natürlich auch....

 

Das dies ungesund ist kann jeder googeln. Das werde ich nicht aktzeptieren. Ich vermute, dass ich die nächten Tage um die selbe Zeit wieder Brot im Wasser finden werde....

Das Ganze ist eine OWI gem: § 23 AVBayJG iVm. §33: "Mißbräuchlich ist eine Wildfütterung wenn... Futtermittel ausgebracht werden, die den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen der jeweiligen Wildart nicht entsprechen"

 

Da ich hier einen "bedeutenden Kriminalfall" vor mir habe (Bitte, bitte erkennt die Ironie!!!) hoffe ich dass ich die nächsten Tage Zeit zum Ermitteln haben werde. Durch die Auswertung der Ströhmungsverhältnisse am Tatort konnte ich eine relativ genau Tatzeit ermitteln. Durch meine umfangreichen Kenntnisse der Kriminologie weiß ich natürlich auch, dass Täter illegaler Tierfütterungen Wiederholungstäter sind und mit einer Rückkehr zum Tatort zu rechnen ist. Hierbei wird von diesem Tätertyp konspirativ vorgegangen und ggf. wird sogar eine Gegenobservation betrieben. Um alle Ermittlungsansätze auszuwerten sollte eine Befragung der örtlichen Bäcker erfolgen. Sollte die Herkunft des Gebäcks geklärt sein kann die Fertigung eines Phantombildes durch die Backwarenfachverkäufer erfolgen. Parallel erfolgt die Observation des Tatortes. Beim Zugriff muss jedoch äußerst vorsichtig vorgegangen werden. Die Täter handeln zwar aus ideologischen Motiven, jedoch sind sie körperlich meist etwas gebrechlich....

:-)

 

Ich war gleich am nächsten Tag wieder am See. Ich konnte kein neu ausgebrachtes Brot feststellen. Aber schauen wir was die nächsten Tage bringen.

Ich schließe diesen Monat meines Tagebuches mit: "Der Sommer ist vorbei"!