Jagdaufseher Tagebuch Juni-Juli

Juni 2017:

Heute war ich wieder nur an den Wildkameras. Den Biber hab ich auf dem Wasser fotografieren können. Ich hab die Kameras neu ausgerichtet.

Die Stelle ist nur schwer zugänglich, da ich aber eines meiner Kinder mitgenommen habe haben wir gleich Abseilen geübt. Es war ein super Ausflug.

Auf dem zweiten Foto kann man recht gut die Kelle (Schwanz) vom Biber sehen. Unten seht ihr, wie wir die Kameras jetzt montiert haben. Hoffentlich finde ich von diesem Biber auch noch die Burg.

Juni 2017: Ich konnte einige gute Aufnahmen von dem Biber machen. Die findet ihr HIER wo ich was über Biber erzähle. Ich will sie hier nicht alle doppelt hochladen.

Juni 2017: Ich war heute auf einem kleinen Streifgang durch einen Fichtenwald. Ich war in "Zivil" und hatte kein Gewehr dabei. Ich konnte mich aber an einen Fuchs ran pirschen und auf seinem Pass abfangen. Da meine Glock unterladen war zog ich nur den Verschluss lautlos zurück und legte sie vor mir bereit. Das Schießen wäre aufgrund der Aufzuchtzeit sowieso eher nicht angebracht gewesen. Ich machte mein Handy bereit und konnte den Fuchs aus 3 Meter Entfernung filmen. Ich hätte ihn leicht mit der Pistole erlegen können. Aber das Jagen mit Kurzwaffen ist auch gem. §19 BJagdG verboten.

 

 

Juni 2016: Das schwarz-weiße Foto habe ich heute von der Kamera geholt. Die Füchse wachsen immer noch (war ja auch zu erwarten....)

 

Ich habe derzeit leider überhaupt keine Zeit sie zu jagen, was dringen nötig wäre.

Die erste Zecke des Jahres wollte mich heute auffressen als ich die Wildkameras kontrolliert habe.

Die Zecke ist übrigens das tödlichste Tier in unseren Wäldern.

Juni 2017: Heute hab ich festgestellt, dass Schwarzwild eine Wiese umgebrochen hat. Der Schaden ist schon ein paar Tag alt und hält sich zum Glück noch in Grenzen. Wir haben sonst kein Schwarzwild im Revier. (Die Schwarzwild Schäden haben wir später beseitigt, soweit es möglich war).

 

Ich hab heute ein paar Autos auf einem unserer Landwirtschaftlichen Wege fahren sehen. Ich hatte aber heute keine Lust sie anzusprechen und zu Belehren, bei der Arbeit hatte ich genug Streitereien die letzten Tage.  Da will ich in meiner Freizeit grade Ruhe haben.

Wirklich schön war es die vielen Fische im Wasser zu sehen. Die Kormorane haben zum Glück noch nicht alle ausgerottet...

 

Bei den Schwänen und den Blässhühnern ist schon viel Nachwuchs da. Ich konnte auch kleine Haubentaucher und Reiherenten sehen.

Die Bläßhuhn Küken sehen mit ihrer Färbung schon etwas wild aus.

Juni 2017: Ich habe heute zufällig einen Geocache im Wald gefunden. Er ist noch aktiv und es waren aktuelle Einträge im Logbuch. Aber er war ziemlich gammlig, daher hatte ich keine Lust mich ins Logbuch einzutragen.

Juni 2017: Ich hab es endlich mal wieder auf den Hochsitz geschafft. Ich wollte Jungfüchse jagen. Nach 45 Min. bin ich jedoch wieder runter. Ich hatte kein gutes Gefühl auf dem Hochsitz. Evtl. hat mir auch einfach nur die Ruhe gefehlt und ich musste mich bewegen.

 

Das Helle in meiner Bundeswehr Loden Survival Weste ist ein  Reitmaier Universalblatter mit Rehblatter und Hasenklage. Die Aluschnallen an den Schultern muss ich unbedingt mit etwas bedecken oder entfernen, das Anschlagen vom Gewehr hört so ggf. ein Fuchs.

Leider musste ich feststellen, dass die Ansitzleiter angesägt worden ist! Ich erspare es mir hier zu schimpfen...

HIER habe ich mal etwas über Jagdgegner geschrieben. In diesem Fall vermute ich aber nur ein dummes Kind dahinter das sein schweizer Taschenmesser ausprobieren wollte.

Etwas später schwammen am See drei Biber um mich. Sie störten sich kaum an meiner Anwesenheit. Zwei davon sind auf dem Foto zu erkennen. Leider war meine Handykamera an der Grenze ihrer Möglichkeiten, aufgrund der Dunkelheit.

Juni 2017: Ich war auf "Operation Border Wars". Neee, jetzt mal im Ernst. Mit dem Ein oder Anderen unserer Reviernachbarn verstehen wir uns nicht so gut. Daher habe ich die Grenze bestreift.

Das ist auch kein Wunder, wenn ihr mal darauf achtet, wie dicht er z.B. hier diesen Hochsitz an der Grenze errichtet hat. Die Stelle liegt mitten im Wald , der Sitz ist mit seiner Schussrichtung  zu uns ausgerichtet und gerade mal 50 Meter von der Grenze weg. In meiner Jugend war es verpöhnt an der Grenze zu jagen, heute machen das viele.

2 Jungfüchse auf der frisch gemähten Wiese. Ich habe mich kriechend an sie angepirscht.
2 Jungfüchse auf der frisch gemähten Wiese. Ich habe mich kriechend an sie angepirscht.

Ich konnte mich auf etwa 80 Meter anpirschen. Die Füchse haben vor mir auf der Wiese gespielt. Mein Schussfeld war jedoch aufgrund einer Hintergrundgefährdung eingeschränkt und ich hatte die durchschlagsstarke .308 dabei. Da die Füchse sich zur falschen Stelle begeben haben konnte ich keinen sicheren Schuss anbringen. Ich werde bald wieder dort hin kommen und die .223 oder .22 Hornet mit Vollzerleger-Geschossen (V-Max von Hornady) mit nehmen.

Es war ein wunderschöner Abend. Ich hatte sehr viel Anblick (4 Rehe und 5 Füchse).

 

Die letzten Tage hat mich unerwartet doch wieder die Operation Romulus beschäftigt. Die beiden Kiffer wurden festgenommen. Weiteres kann ich dazu vorerst nicht erzählen. Da Romulus zu umfangreicheren weiteren Ermittlungen geführt hat laufen diese derzeit immer noch und ich werde den Bericht dazu erst später hier hochladen können. Wann genau ich das machen kann ist noch völlig offen.

 

Ich bin nun wieder mal gespannt was für Abenteuer mich als nächstes erwarten....

Juni 2017: Es geht recht gewöhnlich weiter in meinem Revier. Das Schwarzwild war erneut auf der Wiese und hat sie umgebrochen. Der Schaden ist diesmal ziemlich gering. An der Stelle hab ich heute eine Kamera angebracht. Ich hoffe sie liefert uns gute Aufnahmen. Ob wir es zur Jagd auf die Schweine raus schaffen ist leider fraglich. 

 

Heute hatte ich mein Glock Roni von CAA auf meinem Streifgang dabei. Zum Jagdschutz ist ein Roni aus meiner Sicht aber nur sehr eingeschränkt brauchbar. Es passt einfach nicht zu meinem Gesamtkonzept der Bewaffnung. Ich habe eine Pistole am Gürtel und ein Gewehr über der Schulter. Da passt das Roni kaum dazu.

Ich habe das Falke LE mit Nachtsichtfunktion auf meinem Roni montiert. Hoffentlich komme ich bald dazu es zusammen mit einer Nachtsichtbrille zu testen. Die Kombination aus nicht mechanisch verbundenem Leuchtpunktzielgerät und Nachtsichtbrille ist die einzige legale Nachtziellösung in Deutschland. 

Diesen Hasen habe ich die Tage regelmäßig auf der Kamera. Heute hab ich ihn auch selber gesehen. Mit etwas Glück wird er am Ende der Schonzeit im Kochtopf eines Kollegen landen :-) Dieser hat einen Hasen bei mit bestellt.

Ich habe es heute tatsächlich noch mal raus geschafft. Mit den Kindern zusammen bin ich eine Runde Streife gefahren. An einer Staumauer haben wir einige tote Fische gefunden. Was es damit auf sich hat weiß ich beim besten Willen nicht. Aber dramatisch viele Fische waren es auch nicht, sonst hätte ich natürlich den Angelverein informiert.

Das Wetter und das Licht war faszinierend. Später vermischten sich  dunklen Gewitterwolken mit der roten Abendsonne.

Ein Reh und ein Fuchs konnten meine Kinder leider nicht sehen. Aber diesen sehr dunkel gefärbten Fuchs konnten sie etwa 5 Minuten lang auf der Wiese beobachten, was sie sehr faszinierte.

 

 

Juni 2017: Nach dem der Bauer das Feld abgeerntet hat, das mir das letzte Mal als Deckung gediehnt hat, musste ich heute meine "Stellung" auf der anderen Seite beziehen. Gegen 21:15 Uhr war ich Schussbereit.

Zum Glück hab ich meinen Bundeswehr Parka dabei gehabt. Die Schnaken waren fuchtbar. Das Autan hat super gewirkt, aber ich hatte zum Schluss zwischen meinen Augen und dem Zielfernrohr wirklich min. 5 Schnaken ohne Pause. Gegen 21:45 Uhr kam ein Jungfuchs aus dem Wald. Ich konnte ihn problemlos auf 65m mit der .22 Hornet meiner Atlas BBF erlegen. 10 Minuten nach dem ersten Schuss sind weitere Jungfüchse aus dem Wald gekommen. Ich konnte aber keinen sicheren Schuss mehr anbringen. Sie waren 100 Meter weit weg, ich hatte das letzte Mal vergessen meine Absehenbeleuchtung auszuschalten und daher waren auch meine Batterien leer. Es wurde ziemlich dunkel. Und im Schussfeld befanden sich meist Zweige.

Die Jungfüchse sind wirklich schöne Tiere.

 

Ich habe seit Langem die beiden Nilgänse wieder zusammen auf der Wiese gesehen. Ihren Nachwuchs hab ich leider nicht gesehen. Ich werde mich mal auf die Suche nach ihnen machen.

 

 

Juni 2017: Ich war für eine Stunde auf dem Mittagsansitz am Fuchsbau. Keiner der Füchse hat sich blicken lassen. Heute Abend werde ich es aber leider kaum schaffen noch mal zum Ansitz raus zu fahren. Mein Ansitzplatz befand sich 15 Meter vom Fuchsbau entfernt.

Ein Spielzeug der Jungfüchse. Eine Dose Tactical-Bräu mit rein gebissenen Löchern. Es war recht interessant zu sehen was dort alles rum lag.

Um sich vorzustellen auf welchem Weg die Füchse an diese Muschel gekommen sind muss man auch ordentlich seine Phantasie spielen lassen.

Wer ein richtiger Fuchs werden will muss natürlich erst mal an diesem Kuschel Maulwurf das Jagen üben :-)

Auch diese mit Moos bewachsene Styroporplatte wurde zerlegt.

Auch dieses spektakulär gefärbte Insekt begegnete mir.

Auch ein Jagdaufseher muss sich mal entspannen... mit Limo ;-)

(nicht nur Operation Romulus war sehr erfolgreich, heute Nacht gelangen uns bei der Arbeit einige Festnahmen und wir zogen einiges an Rauschgift aus dem Verkehr)

Ich habe es noch mal raus geschafft zum Fuchsbau. Ich lag über 2 Stunden auf der Wiese. Es hat sich aber leider keiner der Füchse sehen lassen. Ich konnte sie nur bellen hören. Entschädigt hat mich wenigstens der Anblick der vielen Glühwürmchen um mich rum.

 

Als ich meine Sachen in mein Jagdschutzmobil packen wollte raste vor mir ein Auto einen gesperrten Feldweg entlang, so dass es über die Kurven raus durch die Wiesen driftete. Ich konnte das Kennzeichen ablesen, bin mir jedoch nicht 100%ig sicher ob ich es richtig abgelesen habe. Ich überprüfe es am Computer und schicke dem Fahrer ggf. eine Verwarnung hinter her.

 

 

Mein Fazit zum Jagdmonat Juni:

 

Es war wieder ein recht ruhiger Monat. Bis auf eine etwas größere Polizeiaktion im Revier im Zusammenhang mit dem angbauten Marihuana. Auch ich war daran beteiligt. Wie ich es bereits weiter oben geschrieben habe kann ich dazu zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel mehr erzählen. 

Ich konnte bisher nur einen der 6 Jungfüchse erlegen und die Zeit dafür wird langsam knapp. Bald werden sie den Bau verlassen und sich etwas eigenes suchen.

 

Im Juli wird ein bisschen was passieren. Die Jagd auf Rabenvögel geht endlich wieder auf und ich werde ihnen nun nicht nur mit der Flinte sondern auch mit meiner .22 Hornet nachstellen.  Es wird auch wieder etwas Arbeit geben, da wir fertig gebaute Kanzeln geliefert bekommen die wir aufstellen werden.

Wir werden auch versuchen in unserem Bekanntenkreis jemanden mit einer guten Drohne zu organisieren. Wir wollen zwei unzugängliche Bereiche im Wald aus der Luft absuchen ob noch mehr Marihuana angebaut wurde.

 

HIER gehts zum Juli.