Der Oktober beginnt und ich mache mir weiter über die Schweinepest Gedanken. Über Organisationstrukturen, taktische Vorgehensweise zur Seucheneindämmung, Ausrüstung usw. Ich will es hier noch mal sagen, dass einiges auf uns zukommen wird. Vermutlich wird es sinnvoll sein im Falle eines ASP Ausbruchs mit dem Veterinäramt Kontakt aufzunehmen und sich als Helfer zur Verfügung zu stellen.

 

 

Ihr werdet ja alle inzwischen meine Viper Umhängetasche kennen. Da ich Euch bisher noch nicht den Inhalt davon gezeigt habe wollte ich das nachholen.

Außer den hier gezeigten Sachen habe ich darin noch meine Mappe mit Jagdschein, Kontaktdaten der Behörden usw., weitere Kugelschreiber, den Mit-Tec Multifunktionskompass, Notizbuch (Tagebuch), Blatter, SD-Karten und Fernbedienungen für Wildkameras.

 

Der Inhalt darin hat sich mit der Zeit entwickelt, hat sich bewährt und ist seit einer ganzen Weile fast unverändert. Das Ed Mahony Messer hat auf der Rückseite scharfe Kanten und eignet sich daher sehr gut zum Feuer machen mit dem Firesteel und dem Kienspan. Tampon, Streichhölzer und Feuerzeug könnte ich daher auch Zuhause lassen.

Man könnte den Inhalt meiner Viper Tasche als EDC für den Wald bezeichnen. Ich gehe so gut wie nie ohne diese Tasche raus.
Man könnte den Inhalt meiner Viper Tasche als EDC für den Wald bezeichnen. Ich gehe so gut wie nie ohne diese Tasche raus.

Mein treues und altes Spektiv begleitete mich heute zur Vogelbeobachtung zu einem Naturschutzgebiet  (Flachwasserzone). Der Morgennebel verzog sich genau in dem Moment wo ich am Aussichtspunkt ankam. Vor mir waren tausende Wasservögel unterschiedlichster Art. Reiher, Kormorane, Bläßhühner, diverse Enten, Rostgänse.... Aber auch einige seltenere Vögel.

Unter den vielen Arten freuten mich vor allem die Flussuferläufer und die großen Brachvögel, die ich hier auf etwa 300 Meter fotografieren konnte.
Unter den vielen Arten freuten mich vor allem die Flussuferläufer und die großen Brachvögel, die ich hier auf etwa 300 Meter fotografieren konnte.

Ich wollte sie schon länger, die Keilernadel. Sie wird in BW oft zur Teilnahme an Drückjagden verlangt. Heute habe ich endlich die Gelegenheit gehabt sie zu schießen. Meine Mauser M12 in .308 mit RWS Cineshot hat sich voll  bewährt.

Als weitere Vorbereitung auf einen eventuellen ASP Ausbruch werde ich mir noch ein paar Schachteln Jagdmunition kaufen.

Zusammen mit den Kindern und dem Fuxtec Bollerwagen zog es uns in den Wildpark. Es war grade Bruft beim Rotwild und überall standen Schilder, dass man nicht nahe an den Zaun ran gehen soll. Es war für die Kinder sehr beeindruckend, wie der Hirsch mit seinem Geweih gegen den Zaun gerannt ist um die weniger schlauen Besucher zu vertreiben. Diese haben den Schrecken des Tages erlebt und ich hatte Spaß beim Zuschauen :-)

Das Schwarzwild wird ja bereits lange von vielen Jägern zum "Feind" stilisiert. Und jetzt droht auch noch die ASP...

Es hat daher irgendwie sogar gut getan die Sauen mit Mais zu füttern.

Da ich immer noch nicht auf die Jagd komme führte es mich in das Schweizer Militärmuseum.

Ich gehöre ja grundsätzlich nicht zu denen die große Kaliber mögen. Ich bin eher ein Freund der praktischen Kaliber. Aber die 20mm Solothurn Tankbüchse aus den 40er Jahren hat mich wirklich beeindruckt.

 

 

Es ist mittlerweile Mitte bis Ende November. Diese Zeit bringt eine relativ große Aktivität der Wilderer mit sich. Operation Sirius führten wir auch in dieser Zeit durch. Seit wachsam wenn Ihr raus in den Wald geht und passt auf Euch auf. 

 

 

Meine treuen Leser, es tut mir wirklich leid, dass ich hier nicht zum weiterschreiben komme. Ich hatte es Euch ja bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass sich bei mir privat und beruflich vieles ändert. Und wie zu erwarten war hat dies auch auf mein Tagebuch Einfluss. Ich bin guter Dinge, dass ich mittelfristig das Tagebuch weiterführen kann. Vielleicht in einigen Monaten. Aber ich werde dennoch hier relevante Ereignisse, Nachrichten usw. einstellen.

 

Ich hab mir für die Jagd das ClawGear Instructor Shirt gekauft. Mir gefiel die Idee an einem T-Shirt Klettflächen, Stiftehalter und Reißverschlusstaschen zu haben. Aber als ich es das erste Mal anzog merkte ich, dass es "überladen" ist. Es ist ein Versuch so cool wie möglich zu sein, der aber schon im Bereich des albernen ist.

Da ein Freund sich von mir meine Röhm LTS und Beamhit Laserziele ausgeliehen hat kam mir die Idee endlich mal wieder die "iTarget BullsEye" Handyapp auszuprobieren. Das Handy wird vor ein Foto gestellt und und die Kamera nimmt das Foto als Ziel auf. Die App erfasst dann die Lasertreffer auf dem Handy.

Sobald es etwas dunkler im Zimmer war funktionierte es alles ziemlich zuverlässig. Auf etwa 8 Meter Entfernung konnte ich recht gut durch das Zielfernrohr visieren. Zusätzlich verwendete ich Pufferpatronen und konnte so die Ladebewegungen und die Handhabung der Handspannung gut üben.

Mein kleines Training im Haus funktionierte wesentlich besser als ich erwartet hatte.

Meine Mauser M12 mit Beamhit Trainingslaser.
Meine Mauser M12 mit Beamhit Trainingslaser.

Der große Brachvogel begegnet mir inzwischen öfter :-)

Aufgrund meines intensiven Fortbildungswillens (oder war es doch nur Langeweile???) führten zwei Tactical-Dads eine Exkursion in das Waffenmuseum Oberndorf durch. Es war mittlerweile viele Jahre her dass ich dort war, ich glaube ich war damals etwa 14 Jahre alt. Dort gab es einige sehr interessante Stücke zu sehen und einiges begeisterte mich wirklich. Man ist aber auch Recht schnell durch und hat es gesehen. 

Auch ein Kleinkaliber Wilderergewehr aus Oberndorf gab es, bis hin zu PAK, FLAK, Tankgewehr, Heckler & Koch G11 und MP7.
Auch ein Kleinkaliber Wilderergewehr aus Oberndorf gab es, bis hin zu PAK, FLAK, Tankgewehr, Heckler & Koch G11 und MP7.

Üben, üben, üben....

Ich bin mit meiner Mauser M12 wirklich zufrieden und das Schießen damit macht Spaß.

10 Schuss stehend freihändig auf 50 Meter:

Die inneren 5 Treffer (rot markiert) sind Treffer von der .308 Vollmantelmunition. Die 4 Treffer außen rum und der ganz rechts oben sind von 7,65mm Browning Patronen aus der Reduzierhülse. Die leichten Geschosse mögen also nicht den Drall meiner M12 und das Reduziersystem ist daher in dieser Kombination kaum zum Training geeignet.

Der Tactical-Dad versuchte mal wieder den Kindern etwas die Tierwelt im Naturkundemuseum Stuttgart näher zu bringen.

Das Museum hat mich durchaus begeistert und es bot wesentlich mehr als ich erwartet hatte. Ich werde dort mit Sicherheit bald mal wieder hin gehen.

(Nachtrag: Ich war einige Wochen später im Naturkundemuseum in Berlin. Dieses Museum war erschreckend langweilig und konnte nicht mal ansatzweise mit dem in Stuttgart mithalten)

Dieser Wolf war der letzte der in Württemberg gelebt hat. Er riß in einem Jahr 50 Schafe und wurde 1847 erlegt.
Dieser Wolf war der letzte der in Württemberg gelebt hat. Er riß in einem Jahr 50 Schafe und wurde 1847 erlegt.

 

 

Spaziergängerblog (Mai 2019)

(oder auch: Ein Jagdaufseher in fremden Revieren)

Mein Weg führte mich heute zu einem See. Der Uferbereich den ich als erstes besuchte ist bekannt für seine seltenen Pflanzen, daher ist dort das Feuermachen ausdrücklich (auch mit vielen Schildern) verboten. Denn an jeder Feuerstelle wächst für lange Zeit nichts mehr. Es war mir ja schon bekannt, dass sich dort kein Mensch an das Verbot hält. Etwa alle 10m ist eine Feuerstelle am Ufer. Aber solche Hinterlassenschaften des Partyvolks ärgern einen natürlich doch.

Kurz danach führte mich mein Spaziergang in ein dortiges Naturschutzgebiet. Wie meist, ist auch dort das Verlassen der Wege verboten. Ich freute mich sehr, dass ich von einer Stelle aus 15 Rehe beobachten konnte.

Es ist Anfang Mai und diese Geiß wird bald setzen. Sie war etwa 150m weit weg.

Rehe, Rehe, Rehe....

Entlang eines Baches sah ich diverse Biberspuren und einige Singvögel (z.B. das Schwarzkehlchen, Schwanzmeisten, Blaumeisen, Stare und massenhaft Schwalben).

Wenige Meter weiter konnte ich ein Bisam sehen. Einer vorbeikommenden Radfahrerin deutete ich leise zu sein und zeigte auf das Bisam (ich dachte erst es wäre ein Nutria, aber die sind ja viel größer). Sie stieg ab, zog ihren riesigen Fotoapparat aus der Tasche und "trampelte" derart durch das Schilf, dass das Tier sofort flüchtete. Ich konnte gerade noch selber ein Foto machen. Ich verkniff mir ein Kommentar zu ihrem Verhalten und plauderte etwas mit ihr über die Tiere. 

Am See war das Wetter sehr interessant, es hatte bereits am Morgen leicht geregnet und es war jeden Moment wieder mit Regen zu rechnen. Ich sah hunderte Schwalben die dicht über das Wasser flogen.

(Ich hoffe Ihr wisst alle, dass das hier ein Bläßhuhn ist)

Etwas später passierte etwas das ich Euch nicht vorenthalten will. Ich sah einen Mann mit einer professionellen und riesigen Kamera. Er kniete, dicht an ein Gebüsch gedrängt, auf dem Boden und fotografierte etwas. Aufgrund der 15 Rehe die ich dort bereits gesehen hatte vermutete ich, dass dort wieder eines steht. Ein paar Meter weiter sah ich es, es war ein Jährlingsbock, der sich nicht an den vielen Spaziergängern störte. Nun kam wieder die Frau von vorher und wollte auch von diesem Bock Fotos machen. Als sie sich auf diesem Bild bereits auf etwa 20 Meter an den Bock ran "getrampelt" hatte fragte ich mich schon ob sie auch ihn verjagen will..? Ihre Kamera hätte locker ausgereicht um auch auf 50m tolle Aufnahmen zu machen.

Der Bock merkte natürlich dass sie bis zum Schild vorrückte und befürchtete vermutlich bereits, dass sie sich nicht an das Wegegebot im Naturschutzgebiet halten wird. Offenbar hatte das Tier ein ausgeprägtes Rechtsempfinden ;-)

In dem Moment wo die Frau an dem Schild vorbei marschiert ergreift der Jährling die Flucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2 des Spaziergängerblogs:

Es regnete den ganzen Tag, als es am Nachmittag endlich aufhörte wollte ich wieder nach den vielen Rehen im Naturschutzgebiet schauen.
Es regnete den ganzen Tag, als es am Nachmittag endlich aufhörte wollte ich wieder nach den vielen Rehen im Naturschutzgebiet schauen.

Kaum war ich ein paar hundert Meter mit Fernglas und Spektiv marschiert sah ich vor mir auf dem Fußweg einen Mann mit "Schlagseite" mir entgegen kommen. Er schrie rum und es war klar, dass er ziemlich betrunken war. Mir war auch klar, dass er gleich rum pöbeln wird und ich tastete nach meinem Pfefferspray. Es hatte sich aus der Jackentasche, nach hinten, in das Futter bewegt. Ich konnte es problemlos wieder zurück befördern und hatte es griffbereit.

Der Depp sabbelte mich an und faselte irgend was von meinem Stativ. Ich entschied mich ihn zu ignorieren, denn ich hatte keine Lust mich mit ihm auseinanderzusetzen. Das machte ihn aber etwas aggressiver und er schimpfte mir hinter her. Und das tat er eine ganze Weile, er fluchte, drohte und schimpfte, bis er mich nicht mehr sehen konnte.  Einige hundert Meter weiter fand ich seine Hinterlassenschaften... In diesem Naturschutzgebiet ist offenbar mehr geboten als in anderen.

Dieser Bock konnte es wohl nicht mehr bis zur Blattzeit abwarten ;-)
Dieser Bock konnte es wohl nicht mehr bis zur Blattzeit abwarten ;-)

Ich dachte bei dieser verkohlten Birke neben einem Schilfgebiet erst, dass hier jemand Feuer gelegt hat. Aber sie muss durch einen Blitzschlag Feuer gefangen und dann von alleine wieder ausgegangen sein.

Bei einer der letzten Touren gelangen mir auch endlich ein paar Fotos des bunten Stieglitz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken, Planungen und Anschaffungen bzgl. Jagd- und Outdoormessern:

Da wir in der Region viele öffentliche Feuerstellen zur Verfügung haben war ich mit den Kindern relativ oft draußen um Würste und Stockbrot zu machen.
Da wir in der Region viele öffentliche Feuerstellen zur Verfügung haben war ich mit den Kindern relativ oft draußen um Würste und Stockbrot zu machen.

Ich habe hierbei jede Gelegenheit genutzt um das Feuermachen mit Firesteel, Birkenrinde und Kienspan zu üben. Nach wenigen Ausflügen konnte ich meine Fähigkeiten hierbei relevant ausbauen. Mittlerweile bekomme ich problemlos die Spähne von trockenem Nadelholz und Kienspan mit dem Firesteel an. Ich verwendete immer mein P.I.K.E. Messer, was eigentlich nicht für so grobe Arbeiten, wie batonieren, gedacht ist. Ich war dann auch im Wald um von einer umgestürzten Kiefer Kienspan zu ernten. Und hierbei habe ich leider mein Messer etwas verbogen. Mein kleines Ed Mahoney Skywalk habe ich zwischenzeitlich leider im Handgepäck dabei gehabt und musste es auf dem Flughafen entsorgen.

"Survival Sabre" Überlebensmesser (Browning Kopie), Ganzo 803 Überlebensmesser und das originale alte Gerber LMF II.
"Survival Sabre" Überlebensmesser (Browning Kopie), Ganzo 803 Überlebensmesser und das originale alte Gerber LMF II.

Als Outdoormesser habe ich mir jetzt ein Ganzo 803 Überlebensmesser für 23 Euro bestellt. Das Messer ist dem Bear Grylls Überlebensmesser sehr ähnlich und qualitativ etwa gleichwertig. Es ist aus recht hochwertigem 8Cr13Mov Stahl, den ich mit meinem japanischen Wasserstein sehr scharf geschliffen bekommen habe. Mit draußen hatte ich es aber noch nicht. Für einen Bekannten musste ich gleich 3 weitere davon mit bestellen.

Ein weiteres kleineres Messer aus China mit AUS8 Stahl mit Feuerstahl und Pfeife ist auch vor wenigen Tagen noch dazu gekommen. Es ist eine Kopie des Browning Überlebensmessers und heißt "Survival Sabre". Wenn die Klinge wirklich aus dem angegebenen AUS-8 Stahl ist waren die 12 Euro dafür quasi geschenkt. Die Scheide ist aber qualitativ eher mittelmäßig. Wenn es sich sehr scharf schleifen lässt würde es sich auf für die Jagd eignen. 

Mein Vater schenkte mir zusätzlich sein Enforcer MAD-II MD Messer. Es ist recht schwer und stabil und er hat es zum Schleifen dem Büchsenmacher gegeben. Es ist so scharf, dass man sich damit problemlos rasieren kann. Ich wollte Euch heute an einigen Gedanken zum Jagdgürtel teilhaben lassen. Versuchsweise habe ich das Messer daran befestigt. Um so viel Platz wie möglich am Gürtel frei zu lassen habe ich es wieder unter der Gürteltasche befestigt, diesmal aber seitlich. Der montierte Tec-Lok Adapter eignete sich hierfür recht gut. Aber einfacher und günstiger könnte man das Messer natürlich mit Paracord befestigen. Die Samurai trugen ihre beiden Schwerter mit der Schneide nach oben, dies lässt das Gewicht auf dem Klingenrücken ruhen und belastet nicht die Schneide. Auch die Scheide würde hierbei schnell kaputt gehen. Das Messer ist so gut am Gürtel positioniert, aber es treten zwei Probleme auf. Man muss zum Ziehen die Hand etwas unnatürlich halten und wenn man dabei instinktiv seinen Daumen oben an der Scheide abstützt kommt dieser gefährlich nahe an die Schneide. Wirklich praktisch ist das leichte Abstehen vom Griff, nach vorne. Meist wird er hierbei auch nicht an die Gürtelschnalle schlagen, nur vielleicht an einen dort positionierten Beltkeeper. Für Treiber auf Drückjagden oder Nachsucheführer ist das Messer auf diese Art nicht sicher genug gegen Verlust geschützt. Für alles Andere reicht es problemlos.

Bedenkt, dass für die Jagd ein rasiermesserscharfes Messer sehr praktisch ist, aber für andere Outdooraktivitäten ist eine normale Gebrauchsschärfe besser. Eine derart scharfe Schneide ist sehr filigran und kann leicht beschädigt werden. Ich vermute, dass ich diese Befestigung für das Messer nicht auf Dauer nutzen werde. Aber einige Optionen dabei finde ich durchaus interessant und vielleicht hilft es ja dem Ein oder Anderen von Euch auch weiter ;-)

Jagdaufseher-Fortbildungsreise:

Den Tactical-Dad und den Tactical-Grandpa führte es mit dem Jagdaufseher Nachwuchs nach Stans in die Schweiz. Da wir bereits einige Festungsmuseen an der Grenze besichtigt hatten wurde es nun Zeit auch mal eine Reduitfestung anzuschauen. Gut daran war, dass es in Stans nicht nur die Festung Füringen, sondern

auch aktuell die Wildereiausstellung im Nidwalder Museum.

Die Ausstellung war natürlich recht klein, was meist bei solchen Ausstellungen der Fall ist. Aber man muss sehr lobend erwähnen, dass für die Ausstellung extra Zeitzeugen interviewt worden sind, sowohl Wildhüter des Kantons, wie auch Wilderer und deren Angehörige. Eindrücklich fand ich bei einem Videointerview, wie die Ehefrau eines Wilderers über dessen grauenvollen Umgang mit dem Gewehr berichtet. Sie meinte, dass er ein sehr guter Schütze war, aber er wäre nicht beim Militär gewesen und hätte daher sogar, trotz Kindern im Haus, das geladene Gewehr einfach in den offenen Schrank gestellt.

In dem Museum gab es sogar ein Schießkino mit Drückjagdsituationen. Es verfügte zwar "nur" über ein einfaches Plastikgewehr, aber die Trefferauswertung war sehr gut und konnte mit den besten Schißkinos mithalten. Ich merkte deutlich wie ich meine Schießfähigkeiten nach einigen Durchgängen verbesserte.

 

 

Zwischen den vielen zerleg- und verkürzbaren Wilderergewehren und Fallen steht das Präparat des letzten, im Jahr 1900, geschossenen Bären aus der Schweiz.
Zwischen den vielen zerleg- und verkürzbaren Wilderergewehren und Fallen steht das Präparat des letzten, im Jahr 1900, geschossenen Bären aus der Schweiz.