Da bisher noch nichts passiert ist zeige ich Euch erst mal Aufnahmen meiner Wildkamera.

Ich hatte mir überlegt ein 6mm Flobert Gewehr zuzulegen. Diese Waffen sind doch recht bekannt, aber kaum jemand hat praktische Erfahrung damit. Mein örtlicher Händler hatte eines davon im Geschäft liegen für 50 Euro. Ich stellte aber nun fest, dass es einen gezogenen Lauf hat. Vermutlich wird man damit kaum 6mm Schrot und Doppelschrot schießen können. 

Da die Schrotgarbe durch die Fliehkraft auseinandergetrieben wird. Ich werde also die Augen nach einer 6mm Flobert mit Glattlauf Ausschau halten. Statt dessen habe ich mir aber das Heetseeker Wärmesuchgerät ausgeliehen und überlege es für wenig Geld zu kaufen. Es ist etwas eigen und seltsam. Wie gut es funktioniert muss ich draußen mal testen.

 

Nachtrag: Es hat überhaupt nicht funktioniert. Angeblich kann das Gerät die Wärmesäule die über Tieren aufsteigt erkennen, auch wenn das Tier verdeckt ist. Das funktionierte nicht mal ansatzweise bei einem 10m entfernten Schaf. Auch bei Sichtverbindung war das Gerät quasi unbrauchbar.

Endlich konnte ich meine neue Mauser M12 auf 100m anständig einschießen. Jagen kann ich damit jetzt richtig. Die genaue Flugbahn werde ich bei Gelegenheit errechnen und testen.

Der Streukreis der GECO Zero und RWS Cineshot sind etwa 2cm. Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden. Gefreut hat mich, dass die Cineshot die selbe Treffpunktlage hat.

 

In den nächsten Tagen werde ich vermutlich endlich wieder raus in den Wald kommen :-)

Mein heutiger Streifgang führte mich hauptsächlich an den Reviergrenzen entlang. 

 

Dieser Kormoran machte sofort, dass er weg kam, als er mich erblickte :-)

Spuren, Spuren, Spuren...

Wir haben im Revier idR. kein Schwarzwild. Aber diese Nacht waren sie mal wieder da.  

Leider fand ich wieder eine Hundespur, in deren Nähe sich keine Schuhspur eines Hundeshalters befand.

Die Unterscheidung ob es ein Wolf oder Hund ist kann man übrigens aufgrund eines Trittsiegels nicht treffen. Eher mit dem Verlauf der Spuren und natürlich mit einer DNS Untersuchung der Haare.

 

Das hier war übrigens ein Eichhörnchen.

Diesen Hochsitz an der Reviergrenze habe ich schon mal gezeigt. Er ist wirklich an Dreistigkeit kaum zu überbieten...
Diesen Hochsitz an der Reviergrenze habe ich schon mal gezeigt. Er ist wirklich an Dreistigkeit kaum zu überbieten...

Eine Feldscheune an einer stark von Spaziergängern frequentierten Stelle steht derzeit offen und leer. Es wird sicher nicht lange dauern bis sich dort unberechtigte Personen aufhalten werden.

 

 

 

 

 

-- Ich werde mein Tagebuch aus privaten Gründen vermutlich erst im Sommer/Herbst weiterführen können, was mir sehr leid tut --

 

Danke Euch für Eure Zuschriften bzgl. meinem Tagebuch. Es ist schön zu erfahren, dass Ihr es gerne gelesen habt. Ich werde auf alle Fälle versuchen es bald weiter zu führen.

 

 

 

 

 

Das Jagdaufseher Tagebuch geht weiter :-)

So meine lieben Leser, es hat sich einiges getan. Aus persönlichen Gründen habe ich mich von meinen bisherigen Jagdherren getrennt. Meinen Jagdschutztätigkeiten werde ich nun in einem anderen Revier nachgehen. Das neue Revier kenne ich bereits lange und ich war dort bereits oft unterwegs. Leider werde ich die nächsten Wochen und Monate nur wenig Zeit haben um auf die Jagd zu gehen. Ich hoffe, dass ich in einem halben Jahr regelmäßig raus komme. Aber bis dahin werde ich das Tagebuch hier weiter führen, wenn auch etwas reduziert.

Feuchtgebiet mitten im Wald. Eine wirklich schöne Stelle.
Feuchtgebiet mitten im Wald. Eine wirklich schöne Stelle.

Die erste Streifenfahrt erfolgte mit meinem neuen Jagdherren Samstagmittag. Der Tag war wunderschön. Im Wald wurde die letzte Zeit viel Holz eingeschlagen und es waren heute sehr viele "Selbstwerber" mit dem Förster unterwegs um sich Brennholz zu sammeln. Die Spaziergänger hielten sich zum Glück in Grenzen, denn auch dieses Revier ist stark besucht und gilt als Naherholungsgebiet. 

Wir konnten Mittags 5 Rehe und einen Fuchs sehen. Leider waren die Rehe zu weit weg um sie anzusprechen. Wirklich interessant wurde es, als der Fuchs nur wenige Meter an den Rehen vorbei lief und diese ihn gespannt anschauten.

"Jagdpolizeilich" wird mein neues Revier genau so interessant wie das alte. Ich bin schon sehr gespannt was ich dort alles erleben werde. :-)

Mitten im Wald fanden wir einen alten Grabstein. Vermutlich wurde der dort lediglich entsorgt. Wir konnten beim besten Willen darauf keinen Namen oder Datum mehr erkennen. Er lag ca. 10 Meter neben einem befahrbaren Waldweg.

Nicht zum ersten Mal wurde in diesem Wald randaliert. An dieser Infotafel wurde das Plexiglas angezündet und das Plakat dahinter beschädigt. Die Scheibe wurde bereits ersetzt. Vor einigen Jahren gab es auch schon mal derartige Beschädigungen. 

An dieser Infotafel wurde ebenfalls mit einem Feuerzeug geschmort und es wurden Steine darauf geworfen.

 

Als ich vor ca. 20 Jahren frühmorgens durch diesen Wald gestreift bin konnte ich einen osteuropäischen Pkw  feststellen in dem mehrere Männer übernachteten. Ich schickte sie aus dem Wald. Erst am nächsten Morgen erfuhr ich, dass am Vorabend ein Restaurant im Nachbarort mit Schusswaffen überfallen wurde. Ich rief die örtliche Polizei an und gab ihnen alle Informationen die ich dazu hatte. Leider hatte ich mir damals das Kennzeichen nicht notiert. Ich lernte aus meinen Fehlern! Legt Euch ein Notizbuch ins Jagdschutzmobil und notiert alles was später wichtig werden kann mit Datum und Uhrzeit. Personenbeschreibungen, das Aussehen von frei laufenden Hunden, Kennzeichen usw... Notiert zum Kennzeichen immer den Hersteller und die Farbe des Fahrzeuges. Denn so kann später geprüft werden ob das Kennzeichen zum Fahrzeug passt und Ihr das Kennzeichen richtig notiert habt.

z.B. so sollten einfach Notizen aussehen. Auch ein Jahr später müsst Ihr sie noch verstehen.

 

Mehr über Spurensicherung und Ermittlungen im Jagdschutz habe ich HIER geschrieben.

Da ich einige Wochen lang nicht mehr im Wald war, bin ich wohl nachlässig geworden und habe mich nicht nach Zecken abgesucht. Zum Glück bemerkte ich dieses Miesvieh (erste Zecke des Jahres) Zuhause noch rechtzeitig und konnte es "erlegen" ;-)

 

 

Übrigens habe ich seit Monaten von Seissinger die defekte Wildkamera nicht zurück bekommen. Und seit Wochen wird auf meine E-Mails nicht reagiert. Nie wieder werde ich eine Seissinger Wildkamera kaufen!

 

Bedenkt bitte, dass derzeit unser Rehwild mehr durch Wilderer gefährdet ist als sonst. Seit wachsam, notiert alles was verdächtig ist und passt auf Euch auf.

 

Waidmannsheil für die kommende Jagdsaison :-)

 

 

Bei meiner Jagdaufseher Ausrüstung hat sich auch etwas getan. Meine Mauser M12 habe ich ja schon gezeigt. Leider hab ich damit bisher nur wenig schießen und noch nichts erlegen können.

Die Kappe habe ich von Mauser bekommen, vermutlich werde ich aber weiter meine grüne tragen.

Aber meine Glock habe ich ersetzt. Es wurde auch Zeit dafür. Ich habe mich für eine subkompakte Pistole entschieden.

Und nun habe ich die top moderne H&K SFP-9 SK. Sie wurde in den USA unter dem deutschen Namen "Volkspistole" (VP9) auf den Markt gebracht. H&K USA wollten damit ausdrücken, dass die Waffe sehr günstig und gut ist. Diesen Namen gab es das erste Mal bei der Entwicklung von sehr einfachen Pistolen für den Volkssturm von Mauser und Walther 1944-45. Sie sind nie in Serie gegangen. Im kalten Krieg entwickelte H&K eine weitere "Volkspistole", die VP70. Diese war die erste Pistole mit Kunststoffgriffstück (noch vor der Glock) und war sehr einfach gebaut. Sie wollte an Untergrundkämpfer mit einer minimalen Ausbildung ausgegeben werden. Gerüchten zu Folge wurde sie beim deutschen Arm von Gladio (Stay Behind "Geheimarmee") verwendet. In den Waffenkammern der Fernspäher lagerten auch VP70 Pistolen. Als nun die "VP9" vor etwa 2 Jahren auch in Deutschland auf den Markt kam wollte man den Namen "Volkspistole" nicht wieder verwenden. Und so heißt die Pistole "Striker Fired Pistol" auf dem deutschen Markt. Sie wird aktuell bei vielen Polizeibehörden eingeführt. Ich habe mich für die kleinere Version von beiden entschieden. Und nach längerer Überlegung habe ich mich gegen einen Sicherungshebel entschieden. Denn die Waffe wird auf Wunsch mit einer externen Sicherung geliefert, die im privaten Bereich duraus Sinn machen kann. Leider sind derzeit die größeren Magazine noch nicht lieferbar, daher sieht die Pistole etwas unstimmig im großen Holster aus.

 

Zu der Pistole hab ich wieder ein Blackhawk SERPA Holster, wie ich es auch bisher für meine Glock 17 hatte. Und ich habe ein Safariland Polizeiholster mit doppelter Wegnahmesicherung. Zum Jagdschutz benötigt man eigentlich nicht unbedingt zwei Sicherungen am Holster. Aber es ist sehr gut und hat sich bewährt.

Die nächsten Tage bekomme ich übrigens noch eine Nachtsichtbrille. Mit dieser könnte ich 1. zusammen mit meinem CAA Roni und dem Falke LE Leuchtpunktvisier auch im Dunkeln schießen und 2. bei Nacht Auto fahren. Die Brille zeige ich Euch die nächsten Tage hier.

Die Kombination aus Leuchpunktiviser und Nachtsichtbrille ist bisher die einzige legale "Nachtziellösung" in Deutschland.

 

Da ich die Tage nicht auf die Jagd komme erzähle ich hier ein bisschen was aus der Presse was mir aufgefallen ist. Beim Thema Wolf in Deutschland wird oft nicht erwähnt wie hoch die Nutztierrisse sind. In Niedersachsen wurden 2017 über 400 Nutztiere nachweislich von Wölfen gerissen. Und alleine Jan-April wurden in Niedersachsen bereits 10 Wölfe im Straßenverkehr überfahren. Die Probleme mit den Wölfen werden uns hier viel schneller über den Kopf wachsen als die Meisten denken. Und von der Presse wird auch nicht so gerne davon erzählt, dass Herdenschutzhunde und Elektrozäune oft nicht helfen.

 

In einigen Tagen geht die Jagdsaison wieder los. Bist Du für einen Jagdunfall gerüstet? Ich zeige HIER modernste Erste-Hilfe Ausrüstung. Aber auch wenn Du nichts Neues kaufen willst solltest Du dich damit beschäftigen wie man man einem Dreiecktuch abbindet, einen Druckverband anlegt oder eine Schusswunde tamponiert.

Diesen Biberdamm konnte ich finden. Rechts seht ihr die Baumstämme und links den aufgestauten Weiher der sich aus einem kleinen Bach gebildet hat. .
Diesen Biberdamm konnte ich finden. Rechts seht ihr die Baumstämme und links den aufgestauten Weiher der sich aus einem kleinen Bach gebildet hat. .
Der Wasserstand ist vermutlich um etwa einen Meter gestiegen. Rechts ist die Biberburg zu sehen.
Der Wasserstand ist vermutlich um etwa einen Meter gestiegen. Rechts ist die Biberburg zu sehen.

Spaziergang im zukünftigen Revier:

 

Da mein neuer "Dienstbereich" leider etwas weiter weg ist werde ich dort, in den nächsten Monaten, nicht so oft hin kommen. Die letzten Wochen überlege ich daher mich zusätzlich um eine Jagdmöglichkeit ganz in der Nähe zu bemühen. Da ich bis heute etwas unschlüssig bin, war ich in diesem Wald etwas auf Erkundung (umgangssprachlich: "spazieren").

Nach wenigen Minuten hatte ich 2 Zecken auf der Hose sitzen.

Interessant an dem Wald waren die vielen Ameisenhügel. Ich habe wirklich viele davon gesehen. 

Eine schöne Hütte mitten im Wald. Hier werde ich sicher mit den Kindern noch hin wandern.

Wirklich gefreut haben mich die Drei hier. Es sind Bergmolche.

Das Fotografieren von ihnen war echt schwer, obwohl ich nur wenige cm weit weg war. Bessere Bilder als diese hier hab ich leider nicht hin bekommen.

Ich konnte Kohlmeisen, Kleiber und Singdrosseln sehen. Spechte konnte ich mehrere hören.

Und dieses Eichelhäher konnte ich fotografieren wie es oben auf einem riesigen Ameisenhügel saß und Ameisen futterte.

 

Mir hat es in dem Wald wirklich gut gefallen. Ich werde natürlich hier weiter berichten ob ich dort zum Jagen komme.

Die von mir gekaufte Nachtsichtbrille ist leider immer noch nicht bei mir angekommen. Hoffentlich bin ich keinem Betrüger aufgesessen.... Aber noch ist die Auslieferung im "zeitlichen Rahmen".

Das erste verlängerte Magazin für meine SFP-9 SK habe ich auch bekommen.

 

Die Umarex OD40 Jagdlampe, die ich HIER bereits gezeigt habe, wird vermutlich Mitte Mai ausgeliefert. Ich bin schon sehr gespannt was diese Lampe leisten wird. Und in einigen Wochen werde ich eine Montage haben um mein Falke LE mit Nachtsichtfunktion auf meiner Mauser M12 zu montieren.

Streifenfahrt Mittags:

 

Gemeinsam mit meinem neuen Jagdherren führte uns unsere Streife durch das gesamte Revier. Es war ruhig und das Wetter hätte schöner nicht sein können.

An einem kleinen Landeplatz im Revier war viel los und wir schauten etwas den Starts und Landungen zu.

Das gesamte Revier ist sehr stukturreich. Daher ist es seltsam und sehr schade, dass der Bestand an Niederwild ziemlich schlecht ist.

 

 

Die Wälder in der Gegend leiden derzeit an einem Eschentriebsterben. Es musste massiv eingeschlagen werden. An den neu einpflanzten Bäumen soll nun verstärkt Rehwild bejagd werden. Wenn ich es zeitlich schaffe werde auch ich mich daran beteiligen.

 

Das hier ist ein kleiner Tümpel mit etwa 4m Durchmesser. Er liegt mitten in einem recht trockenen Waldgebiet.

In diesem Tümpel war ein Schwarm Fische, womit ich wirklich nicht gerechnet hatte. Ich werde dort auf jeden Fall wieder hin schauen, um zu sehen wie es den Fischen geht.

1. Streifgang durchs neue Revier :-)

Ich habe jetzt also wirklich ein zweites Revier. Es ist ein reines Waldrevier, ohne Feld- oder Gewässerjagd. Da der Waldboden sehr lehmig ist sind dort viele Bäche, und daher leben dort auch solche Tiere wie Lurche und Kröten.

Leider ist auch dieser Wald vom Eschensterben betroffen.

Was mich freut ist, dass es ein Mischwald ist und nicht einer der vielen Fichtenmonokultur Wälder.

 

Gleich nach wenigen Minuten konnte ich einen jungen Fuchs sehen. Aber leider nicht mehr fotografieren. Ich konnte auch einige Eichelhäher, Tauben und eine Sumpfmeise sehen.

Da der Wald an eine größere Kreisstraße grenzt und mehrere Zufahrten von dort hat hatte ich schon damit gerechnet, dass dort illegal Müll entsorgt wird. Ich fand einiger Hinterlassenschaften. Was ich natürlich auch mal wieder fand waren die Reste eines "Schäferstündchens".

Und schon wieder fand ich zwei Zecken an meiner Hose. Zecken können Theoretisch sehr viele Krankheiten übertragen. Aber nun haben die Fälle zugenommen in denen durch Zecken die Hasenpest (Tularämie) auf Menschen übertragen wird.

In einer Woche geht die Bockjagd auf. Ich konnte einen passenden Hochsitz finden, auf den ich mich am 1. Mai setzen kann.

 

 

Ich habe auch einen Wechsel in unmittelbarer Nähe gefunden und eine Wildkamera  hin gehängt. 

2. Streifgang im neuen Revier.

 

Ich versuche noch mich zu orientieren. Das Waldrevier ist ziemlich groß und ich beschränke mich hauptsächlich erst mal auf die ausgebauten Wege und Trampelpfade.

Zuerst bin ich aber zur Wildkamera und war sofort erfolgreich. An dem Hochsitz, zwei Bilder weiter oben, ist tatsächlich Rehwild.

 

Ich werde den Bereich jetzte weitestgehend meiden, damit dort Ruhe ist bis zum 1. Mai.Vermutlich werde ich in etwa 3-4 Tagen noch ein Mal die Speicherkarte wechseln um die Rehe sicher ansprechen zu können. Ich meine auf dem Bild einen "Pinsel" erkennen zu können, womit es ein Bock wäre.

 

(Datum und Zeit der Kamera sind falsch eingestellt).

Einen kurzen Moment fragte ich mich, ob diese heute gefundene Wirbelsäule von einem Menschen stammt. Tut sie aber nicht ;-)

 

Zecken habe ich heute 4 Stück auf meiner Hose gefunden.

Das Eichelhäher ist einfach ein ziemlich schöner Vogel.
Das Eichelhäher ist einfach ein ziemlich schöner Vogel.

3. (sehr kurzer) Streifgang im neuen Revier

 

Ich hatte heute nur sehr kurz Zeit um mich im neuen Revier weiter umzusehen. Ich war noch nie vorher in diesem Revier gewesen, daher muss ich mich grundlegend orientieren. Wesentliche Erkentnisse habe ich heute nicht gewonnen. Aber ich traf den örtlichen Förster und konnte mich etwas mit ihm unterhalten.

Das Eschentriebsterben hat derzeit gravierende Folgen. Leider ist das Problem kaum im öffentlichen Bewusstsein.
Das Eschentriebsterben hat derzeit gravierende Folgen. Leider ist das Problem kaum im öffentlichen Bewusstsein.

4. Streifgang im neuen Revier:

 

Gemeinsam mit einem Kind und dem Fuxtec Bollerwagen machte ich mich auf den Weg in den Wald. Der Plan von mir war es, einige Waldwege abzuwandern, die ich noch nicht kannte. 

Kombiniert haben wir den Ausflug mit einem EPA-Picknik.

 

Mit der Wegstrecke verschätzte ich mich etwas, und so habe ich den Bollerwagen mehrere km durch den Wald gezogen. Jetzt bin ich doch etwas platt.

Die Bergmolche waren an der Stelle von neulich nicht mehr zu sehen. Dafür konnten wir einige der streng geschützten Gelbbauchunken beobachten. Sie sind sehr unscheinbar auf ihrer Oberseite.

Die Gelbbauchunke; Klasse: Luche, Ordnung: Froschlurche, Gattung: Unken  -Streng geschützt -
Die Gelbbauchunke; Klasse: Luche, Ordnung: Froschlurche, Gattung: Unken -Streng geschützt -

Auch hier wurden, wie in meinem alten Revier, Hochsitze durch die Herbststürme beschädigt.

 

Ich habe ein paar Tipps für den Ansitz bekommen und werde die nächsten Tage diese Hochsitze auskundschaften.

Ich bin gegen 19:15 Uhr auf den Abendansitz. Als Hochsitz habe ich mir natürlich einen anderen ausgesucht als den, wo meine Wildkamera hängt und ich zum 1. Mai hin will.

Das Wetter war bestens. Nach etwas über einer Stunde ohne Anblick (es war natürlich auch noch etwas zu früh) zog es mich wieder runter. Ich pirschte noch etwas durch den angrenzenden Wald. Ich hatte sofort Anblick an zwei Stücken Rehwild und einem Fuchs. Alle drei könnte ich aber nicht rechtzeitig ansprechen. Das nächste Mal nehme ich eine andere Jacke mit die weniger Geräusche macht und Autan.

 

Noch vor der Dunkelheit bestieg ich wieder das Jagdschutzmobil und fuhr eine kleine Runde Streife an der Reviergrenze entlang. Meinen Weg kreuzten hierbei zwei Jungfüchse, die noch sehr unsicher und tollpatschig auf den Beinen waren.

Die Kinder werden heute wieder Mal im Wildpark fortgebildet ;-)

 

Morgen werde ich vermutlich zum letzten Mal vor dem 1. Mai die Speicherkarte der Wildkamera wechseln. Und bei eBay hab ich eine weitere Wildkamera ersteigert. Evtl. Werd ich mir auch noch zusätzlich eine Denver Wildkamera mit SIM Karte bei Conrad kaufen. Diese Kosten dort etwa 100  Euro. Die Qualität von Denver und der Service von Conrad haben mich voll überzeugt. 

Ich war eben bei meiner Wildkamera. Ich habe eine kleine Niederlage erlitten. Die Klappe der Kamera war auf und sie war ausgeschaltet. Zum Glück hat es in den Tagen nicht geregnet. Ich dachte zuerst, dass ich vergessen hatte sie anzuschalten. Aber ich schaue immer bewusst auf das rote Blinklicht, das die Zeit anzeigt, bis die Kamera scharf geschaltet ist. Es muss also wirklich jemand meine Wildkamera ausgeschaltet haben! Dumm ist nur, dass ich derzeit nur die eine Kamera habe, sonst würde ich erneut eine "Operation Schmeißfliege" beginnen. Am besten eigenet sich für so etwas natürlich eine SIM-Karten Kamera, damit die Fotos des Sauhundes sofort gesichert hat und ihm auch der Diebstahl der zweiten Kamera nichts mehr nutzt. Mal schauen was die nächsten Wochen bringen. Ich werde 1-2 zusätzliche Kameras bekommen.

 

An der Zufahrtsstraße zum Revier, an der Grenze, sah ich diesen überfahrenen Biber. Die 2 jährigen Biber werden derzeit aus dem Familienverband ausgeschlossen und wandern auf der Suche nach einem eigenen Revier auch viel über Straßen. Da sie kurzsichtig sind kommt es hierbei oft zu Unfällen. Bedenkt dabei, dass es sich nicht um "Wildunfälle" handelt, und Versicherungen hierbei teilweise den Schaden nicht bezahlen.

 

 

 

 

 

Mein Fazit zu den Jagdmonaten Februar bis April: 

 

Es haben sich viele Veränderungen ergeben, wie Ich ja bereits erzählt habe. Ich will die Zeit im letzten Revier nicht missen. Ich habe dort viel gelernt und erlebt. Die vielen Besucher haben mich teilweise sehr gefordert. Kleinere Gewässer habe ich zwar wieder, aber die Streifen mit dem Ruderboot sind genau so vorbei wie die Jagd auf Kormorane. 

 

Jetzt habe ich zwei neue, völlig unterschiedliche, Reviere. Ich werde vermutlich mehr zum Jagen kommen als Bisher. Die Jagdschutzaufgaben werden aber hierbei vermutlich nicht weniger werden. Lediglich die Gefahren durch Wilderer werden wesentlich geringer sein. Im einen Revier sind die letzten Wildereifälle etwa 5 Jahre her und mein Waldrevier ist für Wilderer kaum relevant. Dort kann eigentlich nur mit Schlingen gewildert werden, was zum Glück sehr selten passiert. 

 

Ich freue mich sehr, dass Ihr hier wieder dabei seit und dass ich früher wieder das Tagebuch beginnen konnte als ich befürchtet hatte. Ich hoffe, dass ich diese Jagdsaison wieder genug erleben werde um Euch wieder ein paar spannende Erlebnisse berichten zu können.

 

Ich würde diese Monate wieder gerne mit einem schönen Foto beenden, aber die Tage konnte ich kein passendes machen. Evtl. ergibt sich noch was in den nächsten 24h.  ;-)

 

 

Hier gehts weiter, zum Mai.