Waffen

Mit Waffen kann man Geschichte erleben, Technik verstehen und auf dem Schießstand viel Spaß haben. Das Galil und die UZI sind aber "nur" Dekowaffen.
Mit Waffen kann man Geschichte erleben, Technik verstehen und auf dem Schießstand viel Spaß haben. Das Galil und die UZI sind aber "nur" Dekowaffen.

Ich habe meine Berichte über Waffen etwas sortieren mit:

 

-Schreckschusswaffen

-Deko- und Salutwaffen

-Freie Selbstverteidigungswaffen

-Scharfe Waffen

-JPX Jet Protector und Guardian Angel

-Sonstiges und Signalgeräte

 

Ihr findet aber auch viel über Waffen z.B. bei Scharfe Waffen mit Waffenschein führen oder bei Ausrüstung.

 

 

Wie ich bereits auf der Startseite geschieben habe, besitze ich mehrere Waffenbesitzkarten und habe recht umfangreiche Erlaubnisse. Im Folgenden stelle ich einige Waffen vor. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um frei verkäufliche Waffen. Für mich persönlich haben vor allem Schreckschusswaffen eine besondere Bedeutung. Ich halte sie für die Waffen des kleinen Mannes. Leider sind alle Schreckschusswaffen aus der Zeit von vor 1969 (Einführung der PTB-Pflicht) selten geworden und finden bei Sammlern keine Beachtung. Sammler ohne WBK scheuen meist die hohen Hürden (Gutachten, Tresor, Sachkunde...). Dazu kommt, dass der Wiederverkaufswert für einen Sammler bei diesen Waffen gegen 0 geht. Ich bin jedoch der Meinung, dass Schreckschusswaffen ein wichtiger Teil des deutschen Kulturgutes sind!

 

Beachtet auch meinen Bericht über die Tippmann TCR und der Tiberius T8.1 zum Verschießen von Gummigeschossen. Für Personen ohne WBK kann ich mir keine bessere Waffen zur Heimverteidigung vorstellen.

Meine diversen waffenrechtlichen Erlaubnisse.
Meine diversen waffenrechtlichen Erlaubnisse.

Auch für "verbotene Waffen" kann man eine Genehmigung bekommen. Man muss aber auch etwas dafür tun. Mein Antrag für diese Genehmigung war über 10 Seiten lang.

Waffenbesitz in der "guten alten Zeit"

Foto: Stukenbrok Waffenkatalog aus den 20er Jahren. Damals war der private Waffenbesitz und das Führen der Waffen kaum reglementiert. Es wurde bei der Waffentechnik noch viel experimentiert. Heute basieren die meisten Waffen auf sehr wenigen Konstruktionen dieser Zeit.

 

Das hier soll keine komplette Abhandlung über die Geschichte des deutschen Waffenrechts werden. Ich will lediglich einige Punkte erwähnen und hoffe, dass Ihr dabei auch etwas interessantes findet. 

Viele Menschen können bis heute nicht zwischen WBK und Waffenschein unterscheiden. Das kommt daher, dass lange der "Waffenschein" die Funktion einer WBK hatte.
Viele Menschen können bis heute nicht zwischen WBK und Waffenschein unterscheiden. Das kommt daher, dass lange der "Waffenschein" die Funktion einer WBK hatte.

Eine "Waffenbesitzkarte" gab es damals nicht. Und so etablierte sich der "Waffenschein" im Sprachgebrauch.

(Foto: Frankonia Katalog von 1963, zum Waffenerwerb musste nicht mal ein Ausweis vorgelegt werden, es reichte die Angabe des Geburtsdatums)

 

Von 1945, bis zum Erlass des "WaffG" 1972, wurde Vieles von den jeweiligen Bundesländern und der Alliierten Kommission geregelt. Das "Reichswaffengesetz" war damals auch noch gültig. Die Regelungen waren dabei sehr unterschiedlich, z.B. beim Erwerb von Kurzwaffen durch Jäger. Als waffenrechtliche Dokumente gab es damals den Jagdschein und den Waffenschein. Wesentlich seltener sind auch "Waffenerwerbsscheine" ausgestellt worden, von denen ich leider noch nie einen gesehen habe. Waffenbesitzkarten gab es nicht. Aber bereits damals wurden waffenrechtliche Regelungen erlassen, die sinn- und nutzlos waren. So mussten große Teile des WaffG 1976 neu erlassen werden, da die erste Fassung von 1972 praktisch nicht umsetzbar war. Es gab damals z.B. eine Liste mit zugelassenen Kalibern. Nur für Waffen, die diese Kaliber verwendeten, benötige man eine WBK. Aus dieser kurzen Zeit stammen auch die sogenannten "Altdeko" Waffen, bei denen nur sehr wenig der Waffe zerstört werden musste, damit sie frei verkauft werden konnten.

Damals sollten WBKs übrigens nur einige Jahre gültig sein, und dann wie die Waffenscheine, verlängert werden müssen. Interessant ist, dass nun mit dem WaffG 2020, eine ähnliche Regelung wieder eingeführt wurde. Auch jetzt soll wieder das Bedürfnis von Sportschützen alle paar Jahre neu geprüft werden. Obwohl es bereits 1976 wieder abgeschafft wurde, weil es nichts gebracht hat. 

Im Frankoniakatalog von 1969 waren gut verständliche Erklärungen, welche Waffen welchen Erwerbsvoraussetzungen unterlagen.
Im Frankoniakatalog von 1969 waren gut verständliche Erklärungen, welche Waffen welchen Erwerbsvoraussetzungen unterlagen.

Das was heute für Viele das 7,5 Joule Luftgewehr, zum Schießen in Garten und Keller ist, war früher das Flobert Gewehr in 6mm oder 9mm. Das Wort "Gartenflinte" kommt daher.

Im Reichsstrafgesetzbuch, von 1871 stand bis zum Jahr 1953 übrigens folgendes im §367 drin:

Mit Geldstrafe bis zu fünfzig Thalern oder mit Haft wird bestraft: Wer ohne polizeiliche Erlaubnis an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten Selbstgeschosse, Schlageisen oder Fußangeln legt, oder an solchen Orten mit Feuergewehr oder anderem Schießwerkzeuge schießt.

In manchen Bundesländern musste damals zum Führen von Schreckschusswaffen ein Waffenschein beantragt werden. Mit dem bundeseinheitlichen WaffG war es dann auch ohne erlaubt. Und 2003 wurde dafür (wieder) der "kleine Waffenschein" eingeführt.

 

Meinen Bericht über "Technik und Geschichte der Schreckschusswaffen" findet Ihr HIER.

Und die hier gezeigte Wadie Gaspistole ohne PTB-Zulassung zeige ich Euch HIER.

Unsere heutigen Jagdscheine unterscheiden sich nur wenig von denen aus den 50er Jahren. Das kommt daher, dass unser heutiges Jagdgesetz, in großen Teilen, auf dem Reichsjagdgesetz basiert. Das was heute bei den Jägern der Blaser R8 ist, war damals der Sauer & Sohn Drilling.

Immer wieder mal kam die Idee auf, dass Munitionskäufe registriert werden müssen. Die dafür vorgesehenen Spalten mussten dann aber doch meist nicht benutzt werden.
Immer wieder mal kam die Idee auf, dass Munitionskäufe registriert werden müssen. Die dafür vorgesehenen Spalten mussten dann aber doch meist nicht benutzt werden.

Das aktuelle Formular für "Munitionserwerbsscheine" ist nur noch einseitig und beinhaltet keine Spalten mehr, in die der einzelne Munitionskauf eingetragen werden kann. Wann genau die Vordrucke angepasst und geändert wurden weiß ich nicht. Es muss aber zwischen 2010 und 2018 gewesen sein. In den letzten Jahren wurden aber fast alle Vordrucke geändert (gelbe WBK, kleiner Waffenschein, Ersatzbescheinigung...).

Wenn man in diesen "lustigen" waffenrechtlichen Zeiten, vor 1972, eine Maschinenpistole gefunden hat, dann war es sogar möglich diese einfach zu behalten. Man sollte es kaum glauben... Aber diese WBK habe ich nicht selber gemalt. Diese MP hier links wurde nämlich damals gefunden. 

Ich selber habe diese Zeit ja nicht erlebt, aber ich besitzen eine Walther PP, die Anfang der 50er Jahre im Wald gefunden wurde. Die Ausstellung eines "Waffenscheines" dafür hat den Finder damals im Rathaus 5 Mark gekostet.

Die "lustigen" Zeit sind vorbei...

Das Waffengesetz wurde grundlegend neu gefasst. In den 70er Jahren kam mit dem WaffG z.B. das Bedürfnisprinzip. Ein weiterer wichtiger Punkt war, dass nur derjenige eine Erlaubnis zum Führen scharfer Waffen bekommt, der "wesentlich mehr als die Allgemeinheit gefährdet ist". Von nun an gab es die Waffenbesitzkarte und den Waffenschein.

 

Fast Jeder Politiker unterliegt dem Irrtum, dass er mit Änderungen am Waffenrecht die Sicherheit im Land beeinflussten kann. Die gesetzestreuen Bürger werden gegängelt und die Verbrecher finden Waffenverbote aber eigentlich gar nicht schlecht...

Heute sind wir so weit gekommen, dass man für ein Kleinkalibergewehr einen 600 Euro teuren Panzerschrank braucht, den sich kaum ein einfacher Arbeiter mehr leisten kann. Die Jugend in den Schützenvereinen darf erst so spät mit dem Training beginnen, dass der gesamte deutsche Schießsport international im Nachteil ist. Der vorbestrafte Gewaltverbrecher darf sich im Waffengeschäft genau das selbe kaufen wie der gesetzestreue Bürger ohne WBK. Und nicht mal ein Juwelier bekommt noch einen Waffenschein.... Die Liste der Kuriositäten könnte man über viele Seiten weiterführen. 

 

So sehr über den "kleinen Waffenschein" für Schreckschusswaffen geschimpft wird, man muss sich immer Folgendes vor Augen führen. Die Alternative zum kleinen Waffenschein wäre 2003 gewesen, das Führen von Schreckschusswaffen komplett zu verbieten. Über das "Führen von Schreckschusswaffen" mit dem kleinen Waffenschein habe ich HIER etwas geschrieben.

Wirklich kompliziert wird das Waffenrecht, wenn es um das Führen von Dienstwaffen geht. Oder das Führen von Privatwaffen von gefährdeten Behördenvertretern, mit Ersatzbescheinigungen nach §55 WaffG. Und natürlich auch bei Diplomaten, die ebenfalls eine Berechtigung, nach §56 WaffG, erhalten können. Alle diese Waffenbesitzer unterliegen zwar nicht dem Waffenrecht, aber der Erwerb der Waffen ist dort natürlich auch geregelt, sonst dürfte ihnen kein Händler eine Waffen verkaufen. Meinen Bericht über "Führen scharfer Waffen mit Waffenschein" findet Ihr HIER.

Viele glauben, dass Polizisten im Waffenrecht besser gestellt sind. Das ist aber überhaupt nicht der Fall, sie müssen lediglich keine extra Waffensachkunde Prüfung ablegen. An sonsten sind sie völlig gleichgestellt, wie alle Jäger, Sportschützen usw. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang aber diesen Absatz aus dem Burgsmüller Katalog von 1957. Damals war es einige Dienstwaffenträger erlaubt KK-Pistolen zum Training zu erwerben. Der dort erwähnte "Passkontrolldienst" ist übrigens später in den Bundesgrenzschutz überführt worden.

Oberland Arms OA-15 mit Trijicon ACOG und Brügger & Thomet B&T Rotex-V Compact Schalldämpfer. Ein super Gewehr. Jedoch ist der Dämpfer viel zu schwer und kostet weit über 800 Euro.
Oberland Arms OA-15 mit Trijicon ACOG und Brügger & Thomet B&T Rotex-V Compact Schalldämpfer. Ein super Gewehr. Jedoch ist der Dämpfer viel zu schwer und kostet weit über 800 Euro.
Eine billige, in Deutschland seltene und unübliche Waffe: Ein Derringer in .410 / .45LC der von Cobray (jetzt Leinad)  in Ducktown hergestellt wird. Auf der Jagd kann er aber Sinn machen zum Fangschuss.
Eine billige, in Deutschland seltene und unübliche Waffe: Ein Derringer in .410 / .45LC der von Cobray (jetzt Leinad) in Ducktown hergestellt wird. Auf der Jagd kann er aber Sinn machen zum Fangschuss.
Im privaten Schießkeller mit meinem Fallschirmjäger Carbine 30m1. Der Carbine war ein Weihnachtsgeschenk eines guten Kameraden. Der Klappschaft ist original aus dem 2. Weltkrieg.
Im privaten Schießkeller mit meinem Fallschirmjäger Carbine 30m1. Der Carbine war ein Weihnachtsgeschenk eines guten Kameraden. Der Klappschaft ist original aus dem 2. Weltkrieg.

Bitte schaut hier nicht nur auf die Unterseiten die Euch am meisten interessieren. Sonder schaut auch bei den Anderen mal rein. Dann findet Ihr z.B. auch meinen Bericht über "Waffen für Jedermann" mit Gegenständen die dem Waffenrecht überhaupt nicht unterliegen.

Die meisten Jäger, Schützen und Waffensammler werden Schreckschusswaffen wenig interessieren. Aber evtl. findet Ihr doch gefallen an meinem Bericht: "Technik und Geschichte der Schreckschusswaffen". Sie gehören zu unserem deutschen Kulturgut.

Dekowaffen kosten oft viel weniger als ihre scharfen Gegenstücke und sie machen die Technik begreifbar.

 

Hier seht Ihr einen Kippblock-, Rollen- und zwei Drehkopfverschlüsse von AR-15 und AK47.

Zur Selbstverteidigung gibt es immer mehr und unterschiedliche Waffen auf dem Markt. Manche davon sind richtig genial, wie z.B. die JPX Pfefferpistole. Wer sie nicht kennt sollte sie sich unbedingt anschauen!

Dieser Landmann Preetz KK Halbautomat aus meiner Sammlung ist bei Wilderern immer recht beliebt gewesen. Die Wilderei ist in manchen Regionen ein größeres Problem als die Meisten denken.

Manche Paintballwaffen eignen sich ebenfalls zur Selbstverteidiung.

Schlagstöcke, Pfefferspray usw. findet Ihr bei Ausrüstung.