Dekowaffen sammeln

Ich werde oft gefragt, warum ich mir als WBK Inhaber Dekowaffen kaufe. Für mich ist das ganz einfach. Ich habe ja sowieso schon genug Waffen zum Schießen. Und Dekowaffen ermöglichen es mir für wenig Geld Technik zu verstehen und zu erleben, die mir sonst nicht zugänglich wäre.

 

Von oben nach Unten: VZ58 Kippblockverschluss (deko), Cetme-L Rollenverschluss (deko), Typ-56 Drehkopfverschluss (deko), AR-15 Drehkopfverschluss (scharf)
Von oben nach Unten: VZ58 Kippblockverschluss (deko), Cetme-L Rollenverschluss (deko), Typ-56 Drehkopfverschluss (deko), AR-15 Drehkopfverschluss (scharf)

Dekowaffen haben sich bisher herrvoragend zum Sammeln geeignet. Die Preise für Dekowaffen waren so tief wie nie zuvor. Für ein Deko-Sturmgewehr musste man lediglich etwa 150-400 Euro bezahlen und MPs hat man für 100 Euro bekommen. Ein entsprechender ziviler Halbautomat kostet dagegen etwa 1000-3000 Euro. Die Waffen waren bisher zerlegbar und beinhalteten den lauf und den Verschluss in deaktivierter Form. Seit der neuen  EU-Verordnung 2015/2403 bzgl. Dekowaffen ist damit Schluss. Die größte Einschränkung bei diesen Waffen ist nun, dass sie nicht mehr zerlegbar sein dürfen. Die Umbauarbeiten für die Dekowaffen sind wesentlich aufwendiger geworden und sie müssen einzeln abgenommen werden. Und damit stieg der Preis für diese Waffen. Der einzige Vorteil der neuen Dekowaffen ist, dass sie meist spann- und abschlagbar sind. Bei Kurzwaffen musste bisher das Griffstück mit der Abzugseinheit deaktiviert werden. Aber auch davon gibt es Ausnahmen. Es gibt sogar KWKG MPs mit Beschussamt Abnahme, die ein funktionsfähiges Griffstück haben und erlaubt sind.

 

 

Was ist "Altdeko"?

Das Wort Altdeko wird hauptsächlich für die Waffen verwendet die vor 1976 unbrauchbar gemacht wurden. Damals war es tatsächlich ausreichend, wenn das Patronenlager zugeschweißt worden ist. Die Waffen weisen keine Abnahmestempel auf und das wurde hauptsächlich mit Ordonanzgewehren gemacht. Diese Waffen sind auch heute noch frei verkäuflich, aber relativ selten geworden.

Aber da sich die Vorschriften für die Deaktivierung bereits mehrfach geändert haben gilt nun alles als Altdeko, was nicht der EU Verordnung 2015/2403 entspricht. 

 

Teilesätze:

Von 1973 (teilweise auch erst ab 1976 gültig) bis 2002 gab es den Anscheinswaffenparagraf. Alles was wie eine Kriegswaffe aussah war damals verboten. Dieses sinnlose Verbot wurde zum Glück gestrichen. Damals konnte man die sogenannten Teilesätze kaufen. Diese Teilesätze beinhalteten alles was zur Waffe gehört, die wesentlichen Teile waren deaktiviert und meist war das Gehäuse mit einfachen Schweißpunkten gegen ein Zusammenbauen gesichert.

 

In der Zeit von 2016 bis 2018 hat man auch "Teilesätze" bekommen (man bekommt sie noch bis zum September). Bei diesen fehlte Lauf und Verschluss. Da hier nicht die aufwendigen EU Vorgaben zur Deaktivierung eingehalten werden mussten waren diese Teilesätze sehr günstig. Bei meinen Teilesätzen die ich von ZIB gekauft habe ist keine Kennzeichnung des Importeures eingeschlagen. Bei meinen Altdekowaffen ist dagegen der Importeuer mit "ZIB" oder "TRA" eingeschlagen. Auch an den Teilesätzen kann man sich freuen, aber Lauf und Verschluss fehlen wirklich, um die Waffen technisch zu verstehen. Und daher kommen nun immer mehr "Dummyläufe" dafür auf den Markt.

 

Unterscheiden muss man zu allem hier die "Modellwaffen". Diese sind aus Kunststoff (z.B. Marushin Firecaps), Zink oder ZAMAK (oft von Denix). Sie wurden extra als Modell hergestellt, waren nie scharf und können nicht reaktiviert werden. Sie unterliegen keinen Regularien, außer dem "Führverbot" gem. §42a WaffG. Sie dürfen auch von Minderjährigen besessen werden. Eine Zeit lang gab es Modellwaffen japanischer Herkunft auf ZAMAK mit BKA Zulassungszeichen. Diese waren Teilweise sogar ziemlich hochwertig und besaßen viele technische Details der scharfen Waffen. Ich besaß vor einigen Jahren eine derartige TT-33 Tokarev, die wirklich toll war.

 

 

Die rechtlichen Einstufungen der Dekowaffen

Es gibt kaum einen Bereich des Waffenrechts der so kompliziert ist wie Deko- und Salutwaffen. Es gibt durch die vielen Gesetzesänderungen so viele rechtliche- und technische Möglichkeiten, dass kaum noch jemand definitiv sagen kann ob diese zulässig sind. Auch ich bin in dieser Hinsicht wirklich kein Fachmann! Ich versuche hier dennoch etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

 

 

Es ist eigentlich etwas sinnlos derzeit was über die rechtliche Situation der Dekowaffen zu schreiben. Schließlich weiß bisher niemand was sich zum 01.09.2018 durch die EU Feuerwaffenrichtlinie 2017/853 ändert. Was im Groben passieren soll steht in der verlinkten Verordnug. Aber wie Deutschland das in nationales Recht umsetzen wird bleibt abzuwarten. Gerade durch diese anstehnde Änderung ist es aber doch wichtig sich etwas damit zu beschäftigen. Viele sind derzeit auf der Suche nach Antworten, aber auch ich weiß nicht was genau auf uns zukommt.

Magazine für Selbstlade-Langwaffen mit mehr als 10 Schuss sollen "verboten" werden. Das kann auf viele Arten geschehen. Man muss aber bedenken, dass in Deutschland das prinzip der "wesentlichen Teile" besteht. Und ein Magazin ist kein wesentliches Teil. Also kann z.B. der Verkauf davon verboten werden, das Einsetzen in passende Waffen oder so. Aber ich bezweifel sehr, dass der Besitz von 30 Schuss Magazinen eine Straftat oder Owi sein wird.

 

Griffstücke von Kriegswaffen (Ich meine von MPs, also Kurzwaffen) sind gem. BKA Bescheid (SO11-5164.01-Z-86) wesentliche Teile von verbotenen vollautomatischen Waffen nach dem WaffG. Als einzelnes Griffstück ist es also nicht erlaubt. Aber es gibt Deko-Kriegswaffen mit Beschussamtabnahme, die zusammengebaut erlaubt sind und ein funktionsfähiges Griffstück haben. Hier ist es also rechtlich vermutlich so wie bei Salutwaffen. Wenn man den Verschluss von der Waffe dauerhaft trennt, wird er Erlaubnispflichtig. Die komplette Salutwaffe ist aber frei.

 

 

Die EU Verordnung über Dekowaffen regelt nun die Unbrauchbarmachung von Waffen und von Kriegswaffen. Bisher war vor allem bei den Kriegswaffen wenig dazu geregelt. Und alles was vor 2016 umgebaut wurde gilt nun als "Altdeko".

 

 

Zum grundlegenden Verständnis:

Das Waffenrecht unterscheidet ob die Waffe dem Waffengesetz (WaffG) oder dem Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffKontrG) unterliegt. Alles was nicht in der "Kriegswaffenliste" erfasst ist unterliegt dem WaffG. Kriegswaffen sind für Privatpersonen nicht erwerbbar und für Erlaubnisse für den Umgang damit ist das Wirtschaftsministerium zuständig.

Waffen sind entweder erlaubnispflichtig (Waffenbehörde ist zuständig) oder verboten (BKA ist zuständig). Verbotene Waffen können prinzipiell mit einer BKA Genehmigung erworben werden. Dazu habe ich bei "Waffensammler werden" bereits ein bisschen was geschrieben.

 

 

 

Wer eine "Altdekowaffe" besitz, die nicht der neuen EU Verordnung entspricht darf diese weiter besitzen (§22 Absatz 9 BeschG). Eine Weitergabe dieser Dekos an andere Personen ist nicht mehr zulässig. Ein Verstoß dagegen ist nach meinem Wissen nicht sanktioniert. Dieser § ist aber nur auf "abgenommene" Dekowaffen nach dem WaffG anzuwenden und nicht auf ehemalige Kriegswaffen die vor 2016 umgebaut wurden. Es gibt also wieder einen Graubereich im Waffenrecht.

 

 

Aber bedenkt Folgendes: Sind die wesentlichen Teile einer Dekowaffe im üblichen (vorgeschriebenen) Umfang unbrauchbar gemacht, unterliegt sie nicht mehr dem Waffenrecht. Ein Verstoß gegen das Waffenrecht kann durch deren Besitz nicht begangen werden. Aber man muss bedenken, dass immer wieder von Einzelpersonen Dekowaffen z.B. aus Österreich importiert wurden und diese nicht ganz den deutschen Vorschriften entsprachen. Vor allem der Abzugsmechanismus von MPs wurde bei diesen Waffen oft nicht deaktiviert. Aber das Griffstück einer MP (kürzer als 60cm) ist ein wesentlicher Waffenteil.

 

Sollte eine ehemalige Kriegswaffe nicht richtig deaktiviert worden sein. Oder sollte sie illegal reaktiviert werden, geht die Rechtssprechung idR. davon aus, dass die Waffe nicht mehr dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegt, sonder dem WaffG. Das kommt daher, dass sie zwar evtl. noch funktionsfähig, aber nicht mehr für kriegerische Auseinandersetzungen geeignet ist.

 

 

Neue EU-Dekowaffen müssen gegen ein Zerlegen gesichert sein....

Die aktuell im Handel erhältlichen EU-Dekowaffen dürfen nicht mehr zerlegt werden können. Es werden, so weit ich weiß, meist Schweißpunkte dazu angebracht. Auch die Magazine dürfen nicht entnehmbar sein. Nur wenn diese Anforderungen erfüllt sind werden die Waffen vom Beschussamt anerkannt, gestempelt und ein Zertifikat ausgestellt. Die Dekowaffe unterliegt jetzt nicht mehr dem Waffenrecht! Was begeht jetzt also ein Besitzer, der die Schweißpunkte abschleift um die Waffe aus technischem Interesse zu zerlegen? (Außer natürlich, wenn hierbei ein funktionsfähiges Kurzwaffen Griffstück entsteht). Ich kenne keine Sanktion dieser EU-Einmischung in nationales Recht.

 

Schnittmodelle:

Die derzeitige Rechtssprechung geht davon aus, dass Werksschnittmodelle frei verkäuflich sind, also alle die vom Waffenhersteller so gefertigt wurden. Wenn die Waffen erst später zerschnitten wurden sind sie idR. als WBK pflichtig anzusehen.

 

Die Polizei findet Dekowaffen

Das größte Problem für den Besitzer ist, dass Polizisten bei Dekowaffen fast immer vor einem großen Problem stehen. Kaum ein Polizist kann beurteilen ob eine Dekowaffe in ordnungsgemäßem Zustand sind. Nur wenn ein Abnahmestempel des Beschussamtes aufgebracht wurde sieht auch ein Laie (Polizisten sind idR. Laien in rechtlichen Fachgebieten) eine ordnungsgemäße Deaktivierung. Da ein Verbrechen vorliegen könnte und das Gegenteil nicht beurteilt werden kann werden Dekowaffen fast immer sichergestellt um sie Fachleuten vorzulegen.

 

Hebt die Zertifikate der Dekowaffen gut auf. Auch wenn manche sagen, dass sie nichts wert sind. Einem Polizist kann so etwas zeigen, dass Eure Waffen rechtlich "Hand und Fuß" haben. Man kann dem Polizisten auch einfach erklären und zeigen, dass alle "wesentlichen Teile" deaktiviert wurden. Die meisten Cops werden um die "wesentlichen Teile" wissen. Und wenn sie sehen, dass Lauf und Verschluss unbrauchbar sind wird das evtl. ausreichen. Ein Kaufbeleg oder Lieferschein eines deutschen Fachhändlers zeigt auch, dass die Dekowaffe aus einer seriösen Quelle stammt.

 

Mein Tipp für Polizisten: Wenn ihr unsicher seit legt die Dekowaffen unbürokratisch einem örtlichen Waffenhändler vor. Der wird euch schnell eine relativ sichere Einschätzung dazu geben. Dekowaffen brauchen keinen Abnahmestempel und auch kein Zertifkat um erlaubt zu sein. 

 

Wenn eine MP kürzer als 60cm ist muss idR. der Abzugsmechanismus deaktiviert werden. Aber auch das gilt nicht immer. Wie hier bei meiner VZ26 und Sterling MP.
Wenn eine MP kürzer als 60cm ist muss idR. der Abzugsmechanismus deaktiviert werden. Aber auch das gilt nicht immer. Wie hier bei meiner VZ26 und Sterling MP.
Am Griffstück der VZ26 MP ist ein Adapter zum Befüllen der Magazine mit Ladestreifen angebracht. Eine geniale Konstruktion.
Am Griffstück der VZ26 MP ist ein Adapter zum Befüllen der Magazine mit Ladestreifen angebracht. Eine geniale Konstruktion.
Das Griffstück meiner UZI ist durch ein Abschleifen der Fangklinke deaktiviert worden. Zusätzlich ist das Griffstück am Gehäuse verschweißt, dass es nicht entfernt werden kann.
Das Griffstück meiner UZI ist durch ein Abschleifen der Fangklinke deaktiviert worden. Zusätzlich ist das Griffstück am Gehäuse verschweißt, dass es nicht entfernt werden kann.
Die Sterling MP ist zuverlässiger als die UZI und MP5. Das wurde z.B. durch die Rollen am Magazinzubringer erreicht, die horizontale Positionierung davon  und durch Rillen am Verschluss, die ein Gleiten trotz Verschmutzung ermöglichen.
Die Sterling MP ist zuverlässiger als die UZI und MP5. Das wurde z.B. durch die Rollen am Magazinzubringer erreicht, die horizontale Positionierung davon und durch Rillen am Verschluss, die ein Gleiten trotz Verschmutzung ermöglichen.

Trommelmagazin zerlegen PPSch-41 (PPSh41)

 

 

 

 

 

 

Salutwaffen

Salut Gewehr 98 (G98) aus dem 1. Weltkrieg. Die Waffe hat ebenfalls eine BKA Bauartzulassung. Der Verschluss alleine wäre WBK pflichtig, aber wenn er bei der Waffe verbleibt ist alles zusammen frei ab 18.
Salut Gewehr 98 (G98) aus dem 1. Weltkrieg. Die Waffe hat ebenfalls eine BKA Bauartzulassung. Der Verschluss alleine wäre WBK pflichtig, aber wenn er bei der Waffe verbleibt ist alles zusammen frei ab 18.
Die meisten Salutgewehre werden mit Adapterpatronen gerschossen.
Die meisten Salutgewehre werden mit Adapterpatronen gerschossen.

Adapter- bzw. Reduzierpatronen sind "wesentliche Teile", da sie ein Patronen- oder Kartuschenlager beinhalten. Wenn das Lager für Patronenmunition ist dürfen sie nur von WBK Inhabern mit einer passenden Grundwaffe erworben und besessen werden. Da diese Adapter für PTB-zugelassene Kartuschen vorgesehen ist sind sie frei verkäuflich.

Remington 870 Repetierflinte. Von Frankonia auf Salut umgebaut. Die Waffe hat eine BKA Bauartzulassung die von Frankonia selber eingeschlagen wurde. Ein Stahlbolzen durch das Magzinrohr verhindert das Zerlegen.
Remington 870 Repetierflinte. Von Frankonia auf Salut umgebaut. Die Waffe hat eine BKA Bauartzulassung die von Frankonia selber eingeschlagen wurde. Ein Stahlbolzen durch das Magzinrohr verhindert das Zerlegen.

Salutwaffen unterliegen noch dem Waffenrecht, Dekowaffen sind dagegen keine "Waffen" mehr im rechtlichen Sinne. Aber obwohl der Verschluss bei diesen Waffen noch funktionsfähig ist dürfen sie ohne WBK besessen werden.

 

Wir müssen abwarten, ob diese Waffen im Herbst in WBKs eingetragen werden müssen.

Der Lauf ist gegen Ausbau gesichert und am der Mündung blockiert. Mit der Waffe können 9mmR Platzpatronen ohne Adapter verschossen werden.
Der Lauf ist gegen Ausbau gesichert und am der Mündung blockiert. Mit der Waffe können 9mmR Platzpatronen ohne Adapter verschossen werden.

"Salut-Kurzwaffen", Schreckschuss Enfield, Webley und S&W Victory Revolver

In den 70er Jahren wurden durch die Firma Hege Webley und S&W Victory Revolver für 9mm R Platzpatronen umgebaut. Diese Umbauten wurden damals nicht als Schreckschuss- sondern als "Salutwaffen" angesehen. Daher wurde die Genehmigung durch das BKA erteilt. Heute ist etwas problematisch, dass diese Waffen kein Zulassungzeichen eingeschlagen bekommen haben. Sie sind daher mit den "Altdeko" Gewehren von vor 1976 vergleichbar, bei denen lediglich das Patronenlager verschweißt wurde und die ebenfalls keine Zulassungszeichen aufweisen. Das Problem bei den Salut-Kurzwaffen ist, dass sie ziemlich selten und unbekannt sind. Ich habe sogar in einem polizeilichen Fachbeitrag gelesen, dass es keine "Salut-Kurzwaffen" gibt. Aber das ist eben falsch.

 

Etwas später wurden Umbauten aus scharfen Kurzwaffen von der PTB Genehmigt. Also hauptsächlich die Webley und Enfield Revolver von Orion, PP und PPK von Busch und Ehrenreich, und die Harrington & Richardson Revolver. Auf diesen Waffen wurden PTB Stempel aufgebracht und ihre rechtliche Situation ist wesentlich einfacher und offensicht. 

 

Ich habe leider keine Rechte an den Bildern, daher tippe ich hier den Text ab, der diesen Revolvern damals beilag:

 

Sehr geehrter Kunde, dieser Original Enfield Revolver wurde gemäß § 3 der 1. WaffV in Verbindung mit § 20 zum Platzpatronen-Revolver umgearbeitet. Die entsprechende Gehemigung des Bundeskriminalamtes Wiesbaden wurde uns am 23. Okt. 1973 unter der Referenz VI 2 - 8525/73 erteilt. Damit ist diese Waffe "frei" verkäuflich.

Zusätzlich wurde der Ihnen gelieferte Revolver von der Kriminal Außenstelle Schwäbisch Hall abgenommen und die ordnungsgemäße Umänderung in einem Abnahme-Protokoll bestätigt und registriert, von dem sich sowohl bei der Kripo wie auch bei uns eine Ausfertigung befindet. Mit freundlichen Grüßen

HEGE Jagd- u. Sportwaffen GmbH & Co.

 

Um jetzt aber zur alles entscheidenen Frage zu kommen, ob diese Salut-Kurzwaffen noch frei zu besitzen sind, darf man sich in den Gesetzen nicht verzetteln. Es gibt viele § die man zur Prüfung fälschlicherweise verwenden kann. Aber es gibt einen einzigen der alles ganz klar regelt:

 

§22 Absatz 1 BeschG:

Eine vor Inkrafttreten dieses Gesetzes erteilte Zulassung im Sinne der §§ 7 bis 11 gilt im bisherigen Umfang als Zulassung nach diesem Gesetz.

 

Die genannten §§ 7-1 regeln Schreckschuss und Salutwaffen. Und ganz wichtig ist hier die Formulierung "im bisherigen Umfang". Meiner Meinung nach sind diese Waffen also nicht nur "frei besitzbar" (Altbesitz), sondern auch weiterhin "frei verkäuflich" und handelbar.

 

 

----- Keine Rechtsberatung, Ihr seit selber für eurer Handeln verantwortlich !  --------

 

Und jetzt, nach dem ich mir so viele Gedanken über diese Waffen gemacht habe, müssen wir abwarten was die neue EU-Verordung für Salutwaffen bringt....... Eines ist ganz sicher: Das Waffenrecht wird noch unverständlicher werden!