Messerkampf

Einige meiner Messer mit denen sich etwas anfangen lässt. Das Walther Messer unten darf man trotz §42a WaffG führen.
Einige meiner Messer mit denen sich etwas anfangen lässt. Das Walther Messer unten darf man trotz §42a WaffG führen.

 

Ich weiß nicht mehr wann ich mich in den Selbstschutzgedanken rein gesteigert habe, vermutlich etwa mit 15 oder 16 Jahren. Ein aggressiver Mensch war ich jedenfalls nie. So stand ich damals also in meinem Wohnzimmer vor dem Fernseher mit einem alten NVA Gummimesser und trainierte. Später fand ich ein paar Gleichgesinnte und wir trainierten gelegentlich zusammen. (Macht das niemals ohne Schutzbrille!!!!) . Ich trug damals fast immer ein Messer bei mir. Und einige Jahre später wurde ich Soldat. Und auch hier begleitete mich täglich der Gedanke um die letzte Waffe die man im Notfall zur Verfügung hat. In meiner Stube baute ich mir einen Boxsack und an meinem Spind befestigte ich mit Kleband die Umrisse eines Gegners. So konnte ich auch alleine einigermaßen trainieren.  Ich muss im Rückblick sagen, dass ich gottfroh bin, dass ich mein Messer niemals gebraucht habe. Denn nun kenne ich einige Urteile zur Notwehr mit Messern und ich muss Euch ehrlich sagen: Ihr habt vor Gericht kaum eine Chance Notwehr angerechnet zu bekommen wenn ihr ein Messer benutzt habt!

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchen-nach-604-tagen-gefaengnis-notwehr-messerstecher-kommt-frei.fe3a5b15-1b55-4ca1-a458-c151986d6bba.html

 

Dazu kommt das Problem, dass man einen Konflikt schnell eskalieren lässt, wenn man schwere Gewalt in einem einfachen "Handgemenge" anwendet. Ich wurde im Laufe der Zeit ein Teil des Sicherheitsgewerbes. Jetzt lernte ich was die Wechselwirkungen von Straftaten und Rechtfertigungsgründen sind. Ich lernt den Umgang mit Pfefferspray, Schlagstock und Fesseln. Mir wurde nun noch mehr vor Augen geführt, dass es Waffen gibt die gesellschaftlich anerkannt sind und Andere die einem viele Probleme machen. Im Laufe der Jahre konnte ich einige Angriffe sofort mit Pfefferspray beenden. Niemand störte sich daran, auch wenn 50 Passanten zuschauten. Oft wurde nicht mal die Polizei gerufen. Der Angreifer zog meist den Schwanz ein und trollte sich fluchend. Und ich ging als Sieger nach Hause! Ohne Strafanzeige! In dieser Zeit fing es an, dass ich keine Messer mehr bei mir trug, außer Leatherman oder Rettungsmesser.

Ich wurde Polizist und lernte noch mehr Rechtsgrundlagen und trainiert noch viel mehr. Mir war klar, dass ich nun priviligiert bin und mir eine große Bandbreite an Waffen zum Führen zur Verfügung steht. Das Messer war nicht nur unnötig für mich geworden, mir war nun auch klar, dass sie zur Selbstverteidigung sehr schlecht sind! Ich rate daher jedem sehr davon ab Messer zur SV zu tragen.

 

Lernt nicht bei ehemaligen Postboten oder Versicherungsvertretern mit Kampfsportschulen wie man kämpft! Lernt bei Straßenschlägern, Söldnern, Soldaten und Polizisten die sich mit Gewalt auskennen! Bei dieser Gruppe von "Kampfsportlehrern" die ich meine sehen die Techniken immer sehr gut aus. Aber ihr wollte keine rhytmische Sportgymnastik lernen sondern das Kämpfen um Leben und Tot, und das sieht im echten Leben scheiße aus!  Und wenn ein Ausbilder erzählt, dass er "die Polizei" ausbildet, ist er einfach nur einer der üblichen Schwätzer. Denn in Deutschland bilden bei den Polizeibehörden zu etwa 96% nur eigene Beamte Selbstverteidigung und Schießen aus.

Was kann man mit einem Messer machen?

 

Ich will Euch hier nicht seitenweise Techniken erläutern. Dafür gibt es bessere Kämpfer als mich und bessere Medien wie meine Homepage. Aber ich will versuchen Euch etwas zu erklären und näher zu bringen. Außerdem ist es nicht mein Ziel als Polizeibeamter fremden Menschen, deren Hintergrund ich nicht kenne, sehr gefährliche Techniken beizubringen. Das alles hier soll vor allem dem Verständnis des Messers dienen um sich besser schützen zu können. 

 

Es gibt den Grundsatz: Stich zum Töten, Schneide zum Verletzen. Dieser Grundsatz hat aber einige Außnahmen. Die wichtigste Außnahme davon ist das geziehlte Durchtrennen von Blutgefäßen, was als Ziel nur das Töten haben kann. 

 

Es gibt defensive Techniken. Dabei werden am angreifenden Arm gezielt Muskeln oder Sehnen zerschnitten. Dies sorgt dafür, dass der Angreifer seine Waffe nicht mehr halten kann. Es ist auch möglich einen Schnitt über die Stirn des Angreifers auszuführen. Jeder der schon mal eine Kopfverletzung gesehen hat weiß wie stark dies im ersten Moment blutet. Durch das Blut in den Augen wird die Sicht des Angreifers behindert. Das geziehlte Zerschneiden von Blutgefäßen ist auch defensiv zu sehen, endet jedoch meist tödlich.

 

Die offensiven Techniken dienen naturgemäß dem Angriff. Hierbei werden meist Stiche ausgeführt. Gegen die Lunge, Herz, Nervensystem oder auch Schnitte gegen die Blutgefäße. Es gibt auch spezielle Techniken zum schnellen und "lautlosen" Töten, dem sogenannten "Postenklau". Das will ich hier aber nicht behandeln. Es gehört hier einfach nicht her. Lediglich eine defensive militärische Technik der Scharfschützen will ich kurz anreißen, weil sie zeigt wie komplex das Thema sein kann: Sollte ein getarnter Scharfschütze von einer feinlichen Streife überlaufen werden wird ihnen beigebracht,  die Archillessehne des Feindes mit einem Schlag zu durchtrennen. Wenn dieser zu Boden stürzt stellt man die Klinge auf und lässt sie in ein bestimmtes Körperteil gleiten. Die daraus resultierenden Schmerzen macht eine Gegenwehr fast unmöglich...

 

Das Messer ist auf der Straße eine sehr heimtückisch Waffe. Es wird meist verborgen in der Hand getragen. Es werden die Hände in den Hosentaschen gehalten und dort das Messer in der Hand. Wenn man nun nicht auf der Hut ist wird man einen Angriff nicht abwehren können. Ein Angreifer will keinen Kampf, er will euch Töten.

Und für alle die es noch nicht selber gesehen haben, in manchen Kulturkreisen wird wirklich gelehrt wie man Rasierklingen im Mund verbirgt! Auch vor mir hat die "Kundschaft" bereits Rasierklingen aus dem Mund geholt...

In diesem Zusammenhang will ich auch auf die diversen selbst gebauten Waffen in Gefängnissen hinweisen. Da werden "Klingen" aus Zigarettenfiltern oder Zahnbürsten gebaut und die Klingen von Einwegrasierern in Griffe montiert usw.

 

Beim Messerkampf muss man den Waffenarm weit hinter dem Körper führen und so schützen. Den anderen Arm hält man weit vor sich als Schild und zum Abwehren von Angriffen.

Wenn man mit einem Messer angegriffen wird ist das eigene Ziel der messerführende Arm des Angreifers.

Eine kaum abzuwehrende KGB Technik
Eine kaum abzuwehrende KGB Technik
Kampfmesser / Messerkampf von Dietmar Pohl und Jim Wagner
Kampfmesser / Messerkampf von Dietmar Pohl und Jim Wagner

 

 

Wie wehrt man ein Messer ab?

 

Liebe Mitglieder und Wähler der Grünen (und alle anderen Polizistenhasser) bitte schaut euch dieses Video an und urteilt erst danach über Polizisten die Angreifer erschießen mussten.

https://bluelivesmatter.blue/video-police-knife-wielding-suspects/

 

Hättet ihr dem Täter das Messer weg nehmen wollen?.....

 

Zur Abwehr eines Messers gibt es eigentlich nur eine sinnvolle Taktik. Man tasert den Bedroher möglichst von hinten während man mit einer Schusswaffe gesichert wird, für den Fall dass der Taser nicht wirkt.

Und glücklicherweise ist es sogar bei unseren Richtern angekommen, dass es bei einem direkten Messerangriff nur eine Möglichkeit gibt gesund nach Hause zu gehen: Man schießt so lange auf Brust und Kopf bis der Angreifer stehen bleibt.

Schüsse auf die Beine werden meist nicht Treffen und zeigen oft auch keine Wirkung, wie man an dem bekannten Fall eines Straftäters in Regensburg sehen konnte.

 

Hier ein anderer furchbarer Fall: Polizistenmord auf der Gaisburger Brücke

 

 

Und wer noch mehr Furchtbares sehen will gibt in die google Bildersuche "Knife Wound" ein....

 

Ich will dazu noch eine kleine Geschichte erzählen. Ich war ein mal bei einem russischen WT Trainer für drei Tage in Hessen. Dieser wollte vor seinem Kurs, an dem ich auch teilnahm, zeigen wie man ein Messer abwehrt. Er forderte mich nun auf, ihn mit einem Messer zu bedrohen. Als er nach meiner Hand trat führte ich einen Schnitt gegen seine Archillessehne durch und der ganze Kurs wusste, dass er nun am Boden liegen würde und ich ihn mit dem Messer bearbeiten würde....

 

Einige Tage später waren wir bei einem anderen SV Trainer. Und dieser fordert mich zu einem Kampf mit Gummimessern herraus. Und ich merkte, dass ich ihm gewachsen war. Er war viel besser als ich, aber ich konnte ihm standhalten. Und das konnt ich durch die Taktiken aus den Filmen von Marc Mc Young!

Ein No-Go: Sichtbare Clips durch die jeder Passant sofort weiß, dass man ein Messer trägt.
Ein No-Go: Sichtbare Clips durch die jeder Passant sofort weiß, dass man ein Messer trägt.