Vater sein als "Tactical-Dad"

Um seine Kinder zu schützen muss man Prävention betreiben und ihnen Selbstvertrauen beibringen.

 

Was macht es nun für mich aus "Tactical-Dad" zu sein? Es sind diese Momente in denen man merkt, dass man kein normaler Vater ist. Wenn man sein Baby in der Gewehrtasche wickelt (was übrigens sehr gut funktioniert), oder wenn man seine Kinder durch Gerichtsgebäude, Kasernen, Bunker und Haftanstalten führt.

 

Ich versuche meine Kinder zur Bescheidenheit zu erziehen, dazu selbstbewusst zu sein und bringe ihnen bei sich zu verteidigen. Das Motto meines Großvaters war "mehr Sein als Schein". Danach versuche ich seit vielen Jahren zu leben und will dies auch meinen Kindern näher bringen.

 Als Vater sollte man sein Leben nicht mehr derart auf die Waagschale legen wie in den Jugendjahren. Und für die Sicherheit seiner Famlie hat man auch zu sorgen.

Die Sorge um meine Famlie geht von der Bewaffnung über Schließzylinder bis hin zu einer vernünftigen Fahrweise mit dem Auto. Zwischen allen diesen Aspekten muss man ein gesundes Maß an Vorsorge treffen, dass einen am wenigsten im Alltag einschränkt. Als Vater hat man hinsichtlich der Vorsorge vor Notzeiten auch eine größere Verantwortung.

 

Aber das Leben als Tactical-Dad bedeutet auch, dass die Kinder mit den mieserabelen Arbeitzeiten des Vaters leben müssen und auch damit, dass ich über einiges nicht sprechen darf. Dazu kommen leider auch immer wieder Begegnungen mit der polizeilichen Kundschaft in der Freizeit, zusammen mit meinen Kindern. Es ist ein Thema über das ich viel erzählen könnte, aber ich will eigentlich nicht darüber sprechen. Ich will so gut wie möglich mit diesen Situationen umgehen, was nicht leicht ist. Von diesen Begegnungen hatte ich in der Vergangenheit einige, wobei eine wirklich gefährlich war. Viele andere derartige Situationen waren weniger gefährlich, aber durchaus unangenehm. Denn es sind zwei Welten die aufeinander treffen und die nicht viel miteinander zu tun haben.

Kleine, eher harmlose, Geschichte dazu: Mich hat einmal ein besoffener Gammler angesprochen, der mich als Polzist kannte. Da bin ich gerade mit den Kindern vom Einkaufen gekommen und habe sie ins Auto gesetzt. Da ich in diesem Moment aufpassen musste was der Besoffene macht habe ich beim Zumachen der Autotüre eines meiner Kinder erwischt.

Den Kindern ein Vorbild sein

Quelle: https://www.iwm.org.uk/collections/item/object/17053

 

Eines ist klar, das Kind eines Schlappschwanzes wird niemals ein Krieger sein!

 

Wir sind unseren Kindern immer ein Vorbild, dessen müssen wir uns  bewusst, und ihm auch gerecht werden. Das bedeutet, dass wir ihnen ein anständiges Verhältnis zum Staat näher bringen müssen und auch, dass die vielen staatlichen Leistungen nicht selbstverständlich sind. Wer selber nur über den Staat jammert sollte sich mal überlegen ob "Jammern" das ist was man seinen Kindern beibringen möchte?

Etwas vom selbstverständlichsten ist für Viele der Frieden in dem wir leben. Dieses "Selbstverständlich" müssen wir in "Dankbarkeit" ändern.

 

 

Den Kindern wird natürlich auch der Brandschutz näher gebracht. Z.B. durch den Besuch beim Tag der offenen Tür von Hilfsorganisationen.
Den Kindern wird natürlich auch der Brandschutz näher gebracht. Z.B. durch den Besuch beim Tag der offenen Tür von Hilfsorganisationen.

Notfallübungen mit den Kindern

Ich habe mit den Kindern öfter mal "Notfallübungen" mit dem Auto durchgeführt. Das ist alles wirklich nicht ganz ernst gemeint. Aber ich muss ja meinem Ruf als Tactical-Dad gerecht werden. Und glaubt mir, Kinder haben einen riesen Spaß an so etwas ;-)

Wir saßen dann im Auto und haben einen Verkehrsunfall simuliert. Die Kinder mussten dann den Warnblinker anschalten, Warnwesten anziehen, eine gelbe Warnleuchte auf das Dach setzen, den rückwärtigen Verkehr beachten und aussteigen, das Warndreieck aufstellen und einen Notruf absetzen.  

 

Ich will schon lange auch mal eine Brandschutzübung durchführen mit den Kindern. Dazu fehlt mir aber noch einige Ausrüstung. Die soll etwa so aussehen: Ein Holzfeuer wird angezündet und die Kinder bekommen über Funk eine Einsatzmeldung. Sie nehmen dann einen Bollerwagen mit Handsirene und Kübelsprize. Dann zieht das eine Kind den Bollerwagen zum Feuer, während das Andere im Bollerwagen die Sirene kubelt. Und dann sollen sie das Feuer mit der Kübelspritze löschen. Den Bollerwagen haben wir schon. Der Rest fehlt leider noch.

 

Was wir ab und zu gemacht haben waren Erste Hilfe "Übungen" mit den Kuscheltieren. Dabei ging es um ganz einfache Sachen wir das "Ansprechen-Anfassen", die Stabile Seitelage oder das Anlegen von einem Verband.

Hier wird der Fuß von Doc Mcstuffins geschient.

Als ich eine Blase am Kinderfuß versorgt hatte zeigte und erklärte ich den Kindern die Sanitätsausrüstung. Vermutlich übertrieb ich etwas als ich eine "Wunde" am Kuschelfuchs nähte ;-)
Als ich eine Blase am Kinderfuß versorgt hatte zeigte und erklärte ich den Kindern die Sanitätsausrüstung. Vermutlich übertrieb ich etwas als ich eine "Wunde" am Kuschelfuchs nähte ;-)

Selbstverständlich solltet Ihr rechtzeitig den Kindern den Umgang mit dem Telefon beibringen. Ich habe am Festnetztelefon Schnellwahltasten mit dem Nummern der wichtigsten Verwandten und uns Eltern angebracht. Neben den Tasten sind kleine Fotos von den Angehörigen.

 

Ich habe folgendes noch nicht gemacht. Aber evtl. macht das für manche von Euch Sinn: Ihr könnt mit Euren Kindern üben, dass sie sich in Zimmer zurück ziehen und sich dort einschließen/verbarrikadieren falls Einbrecher im oder um das Haus gesehen wurde. Ich persönlich bin mit einem wirklich großen Einbrecherproblem aufgewachsen. Mit etwa 6 Jahren habe ich das erste Mal einen Einbrecher an der Türe gehört, als dieser versuchte das Schloss aufzubohren. Das war ein wirklich prägendes Erlebnis. Mein Vater hat sehr gute Fenster und Türen verbaut und sie sind trotz vieler Versuche nie in das Haus gekommen.

 

Jugend-Hilfsorganisationen:

Natürlich halte ich es für überaus sinnvoll die Kinder in solche Vereine wie das Jugend THW, Jugend Rot Kreuz, Wasserwacht... zu stecken. ;-)

Falls Ihr euch wirklich gerade überlegt weilche Hilfsorganisation die richtige für eurer Kind ist will ich einen Faktor aus meiner ganz persönlichen Erfahrung und Meinung darlegen, in der Hoffnung etwas bei der Entscheidungsfindung zu helfen. Bitte nehmt das jetzt nicht persönlich, ich will hier niemanden angreifen, aber ich habe gute Gründe für meine Meinung. Und natürlich ist nicht jeder Ortsverein gleich.

Von allen diesen Organisationen sind die sanitätsdienstlichen Jugendorganisationen die unprofessionellsten.  Denn meist haben die Sanitätsdienste das Selbstverständnis, dass sie nur "Ersthelfer" (Laien) sind und sie im Notfall die Profis (Rettungsdienst) zu Hilfe rufen. Das hat oft Einfluss auf die Motivation und den Ausbildungsstand. Die Mitglieder des DLRG wissen, dass sie im Notfall raus in den Sturm müssen. Nach ihnen kommt niemand mehr der helfen kann. Und auch die freiwillige Feuerwehr wird den Brand unter Kontrolle bringen müssen. Keine Polizei und kein Notarzt wird ihnen diese Aufgabe abnehmen.

 

Uns Erwachsenen gibt das Autofahren in Grenzsituationen, Rettungsschwimmen, Tauchen, Fallschirmspringen, Nahkampftraining oder der Jagdschein Handlungssicherheit und Selbstvertrauen. Für Kinder es wichtig Fahrradfahren zu lernen, stolz auf das Seepferdchen Abzeichen zu sein oder mit ihren Freunden zelten zu gehen. Diese Fähigkeiten werden ihren Charakter festigen. Sollten sie z.B. in der Schule Lernschwächen haben können sie so auch auf anderem Weg ihr Selbstbewusstsein entwickeln. Es gilt für uns Eltern also so oft wie möglich mit den Kindern raus zu gehen, ihnen etwas zu zeigen, zu erklären und zu üben.

 

 

 

 

Für den Fall dass ich eines der Kinder unterwegs in einer fremden Stadt verliere habe ich ihnen Erkennungsmarken mit Name, Geburtsdatum und den Handynummern von uns machen lassen. Diese tragen sie fast immer um den Hals wenn wir weiter weg sind. Bereits ich hatte als Kind einen kleinen Brustbeutel mit einer derartigen Metallmarke. Auch für meinen Vater war die Sicherheit der eigenen Familie immer sehr wichtig (Danke für alles). Und lasst Eure Kinder so früh wie möglich ihren eigenen Namen und Eure Adresse auswendig lernen. Es passiert Polizisten relativ oft, dass sie kleine Kinder antreffen die noch nicht in der Lage sind ihren Namen und ihre Adresse anzugeben, obwohl sie in ihrer Entwicklung bereits so weit sein müssten es zu können.

Bereits mein Vater hat mir aus einem Palladiumblech eine "Erkennungsmarke" gemacht. Diese trug ich als Kind in einem Lederbrustbeutel. Die Marken meiner Kinder stammen vom ASMC und sie tragen sie auf Reisen.
Bereits mein Vater hat mir aus einem Palladiumblech eine "Erkennungsmarke" gemacht. Diese trug ich als Kind in einem Lederbrustbeutel. Die Marken meiner Kinder stammen vom ASMC und sie tragen sie auf Reisen.

Bei DM bekommt man diese sehr gut zusammengestellte Box um aufgeschürfte Knie perfekt zum verpflastern. Man findet darin etwas um die eigenen Hände vorab zu reinigen, die Wunde auszuspülen, zu trocknen und sehr gute Pflaster. So etwas ist ideal für einen Tactical-Dad um bereit zu sein für die üblichen Spielplatzverletzungen ;-)

Nachtrag: Mittlerweile liegt die Box in meinem modifizierten Kfz-Verbandkasten.

"Ein ganzer Tag auf dem Bahnhof" ist ein super Buch um Kindern die wirkliche Arbeit von Polizisten zu erklären. Denn die meisten Kinderbücher schaffen das nur bedingt.
"Ein ganzer Tag auf dem Bahnhof" ist ein super Buch um Kindern die wirkliche Arbeit von Polizisten zu erklären. Denn die meisten Kinderbücher schaffen das nur bedingt.
Ein ganzer Tag in der Stadt" ist genau so gut :-)
Ein ganzer Tag in der Stadt" ist genau so gut :-)

So gerne ich Euch Fotos zeige, welche von meinen Kindern werde ich sicher nicht hochladen.

 

Hinten auf den Schlitten habe ich die Bundeswehr Einheitslaterne montiert und den Petroleumeinsatz rein montiert. Noch mehr Spaß macht aber natürlich der Karbiteinsatz. Wir gehen jedes Jahr an Weihnachten zu einer "Lebenden Krippe", wo man mit Fackeln durch einen Wald hin wandert. Dort ist es immer ein nie ausgesprochener Wettkampf der Väter, wer die coolste Lampe, Laterne, Fackel oder so hat. Aber ich habe dort noch nie einer coolere Laterne gesehen als meine Einheitslaterne mit Karbid :-)

Ein großer Jäger und Held war ich für die Kinder, als ich diese Maus in der Wohnung mit einer Kiste eingefangen habe. Es war eine nervenaufreibende und lange Jagd. Eigentlich wollte ich mit dem Schädling machen was sich gehört. Aber die Kinder und ich haben sie ausgesetzt, ganz weit weg natürlich. 

 

Es sollte selbstverständlich sein, dass man mit den Kindern in den Wald geht, Feuer macht und ihnen Tiere und Pflanzen zeigt und erklärt.

Bei dieser Flugvorführung der Bundeswehr konnte ich ein richtig guter Tactical-Dad sein. Denn unsere Kinder hatten Gehörschützer dabei. Am Nachmittag schliefen sie im Schatten mit aufgesetzten Gehörschützern, als die Jets über uns donnerten.

Als Vater springt man nicht mehr so schnell aus Flugzeugen wie früher. Vor allem auch da ich einige schlimme Unfälle mit ansehen musste.
Als Vater springt man nicht mehr so schnell aus Flugzeugen wie früher. Vor allem auch da ich einige schlimme Unfälle mit ansehen musste.

 

 

 

Bitte schaut Euch diese Imagefilme der schottischen und irischen Polizei an (das sind mehr als ich hier verlinke). Ich habe eine emotionale Bindung zu diesen Kampangen und sie beschreiben einiges sehr gut über das jedes Wort schwer fällt... schaut das bloß nicht an wenn Eure Kinder daneben sitzen!

Schutz unserer Kinder in Zeiten des Terrorismus und der Sexualdelikte

(Quelle: http://www.tt.com/panorama/verbrechen/14439120-91/alarm-in-berliner-grundschule-polizei-bringt-kinder-aus-geb%C3%A4ude.csp)

 

(Quelle zum unteren Bild: https://www.tz.de/muenchen/amoklauf-muenchen-taeter-wissen-zr-6603243.html)

Die Zeiten ändern sich!

Nicht nur mich, sondern auch einige meiner Leser treibt die Sorge um ihre Kinder um.

Terroristen und Amokläufer schlagen immer dort zu wo es am wenigsten Gegenwehr gibt. Es gibt seit einigen Jahren z.B. in China einen furchtbaren "Trend". Amokläufer gehen dort oft mit Macheten und Messern in Kindergärten. Ich mag dazu nichts weiter schreiben, jeder kann es ja mal selber googeln, wenn es ihn interessiert. Die Meisten hier haben von diesen Taten noch nie gehört. Einige meiner Leser, die ebenfalls Väter sind, haben mir geschrieben und mir ihre Sorgen mitgeteilt. Und auch ich mache mir Gedanken darum wie wir unsere Kinder schützen können. Aber wie bei allem zur Selbstverteidigung gilt, man darf es nicht übertreiben und muss ein gesundes Mittelmaß finden. Einer meiner Leser drückte es etwa so aus: Wenn man seine Kinder zu sehr behütet werden sie Opfer.

Lässt man ihnen Freiraum haben sie die Chance echte Persönlichkeiten zu werden.

 

Persönliches Erlebnis:

Ich hörte in den Nachrichten von einem aktuellen Amoklauf im benachbarten Ausland, in einer Stadt in der Verwandte wohnen. Ich rief sie an und informierte sie. Sie wussten noch nichts von der Tat. Der Sohn der Familie war in diesem Moment ca. 300m vom Tatort entfernt und war gerade auf dem Weg in Richtung Täter... Sie schafften es ihn auf dem Handy zu erreichen und dort sofort mit dem Auto raus zu holen. Ich weiß sehr gut wie schnell derartige Ereignisse real werden.

 

Wie groß wirklich die Gefahr ist, dass unsere Kinder Opfer von Verbrechen werden kann man nur schwer sagen. Zum Glück ist unser Land noch einigermaßen sicher. Wir leben weder in Indien noch in Mexiko. Aber wenn ich mir bestimmte Zahlen zu terroristischen Gefährdern und Anschlägen anschaue denke ich doch, dass man sich Gedanken machen sollte.

 

Auch an dieser Stelle sage ich es wieder: Die "Gated-Communitys" werden in Deutschland viel Zukunft haben.

 

Kinder alleine ins Schwimmbad lassen?

Ich will und werde mich dazu nicht öffentlich äußern, sorry. Ich glaube Ihr versteht warum ich zu diesem Thema nichts sagen kann...

 

Quelle: http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/niederoesterreich/Wirbel-um-Benimmregeln-in-Freibad/291609639

Ich würde jedem Kind auf den Schulweg einen Taschenalarm / Panikalarm mitgeben. Diesen würde ich am Schulranzen befestigen, oder in einer Jackentasche. Ich halte diese Geräte aus einem einfachen Grund für sehr sinvoll: Vergewaltiger, Kinderschänder und andere derartige "......" mögen Aufmerksamkeit überhaupt nicht. Fast alle Vergewaltiger lassen von ihrem Opfer ab, wenn sich dieses wehrt.

 

 

Die meisten Kinder werden im Falle einer Panik nicht in der Lage sein mit einem Handy jemanden anzurufen. Dazu sind selbst die meisten Erwachsenen in so einem Fall nicht in der Lage! Panik bedeutet, dass man nicht mehr rational handeln kann und nur noch zu sehr einfachen eingedrillte Handlungen ausführen kann. Ich bin in meinem Leben wenige Male selber in Panik geraten und ich kann Euch aus eigener Erfarung heraus bestätigen, dass man dann fast gar nichts sinnvolles mehr hin bekommt.

Ich rechne einem Kind gute Chancen aus einen Panikalarm zu betätigen und auch, dass ein "Bösewicht" bei einem derartigen Alarm flüchtet. Man sollte ihm auch erklären, dass es den Alarm einfach betätigen soll, wenn ihm eine Situation bereits nur unangenehm ist. Das muss mit den Kindern geübt werden!

Ein Kind kann sich sehr wohl darüber bewusst sein, dass böse Menschen in der Stadt unterwegs sind. Ein Alarm kann ihm ein Gefühl der Sicherheit geben und dass es nicht hilflos ist. Und genau das sollte auch ein Teil der Vorsorge sein, unseren Kindern ein gesundes Bewusstsein für Gefahren beizubringen, und Selbstbewusstsein!

Jedem wird klar sein, dass andere Kinder mit dem Gerät spielen wollen und das eigene Kind auch damit ärgern werden. Aber damit wird man leben müssen.

 

 

Ich hatte als Kind immer einen 50 Mark Schein im Geldbeutel. Dieser war nur für Notfälle, falls ich mal ein Taxi nach Haus gebraucht hätte. Eine gute Idee ist auch, dass Töchter immer etwas Geld haben um sich nicht von Jungs einladen lassen zu müssen. Denn dies würde sie in eine "Bringschuld" bringen. Abgesehen von Jungs die sexuelle Dinge erwarten kann man durch etwas Geld auch dafür sorgen, dass die Töchter sich nicht von Rasern Heim fahren lassen müssen. Erst letztes Jahr ist in meinem Landkreis wieder ein voll besetztes Auto von einem Vollidoten Nachts gegen einen Baum gefahren worden. 5 Junge Menschen sind in dieser Nacht gestorben, nur weil dieser Raser meinte er müsste den Anderen "imponieren". Ein Jugendlicher mit Selbstbewusstsein wird so einem Vollidoten sagen, dass er nicht mit ihm fahren wird.

 

Es gibt (vor allem in den USA) Eltern die ihre Kinder von angeheuerten Leuten in ein Auto locken lassen mit falschen Versprechungen usw. Hier durch sollen die Kinder getestet werden und teilweise sollen sie hierbei auch "schlechte Erfahrungen" machen. Ich halte von derartigen Dingen überhaupt nichts. Auch Kindern sollte man Vertrauen entgegen bringen. Es gibt auch nichts Dämlicheres als vorgetäuschte Alarme zur Übung. Als ich früher in einer Hilfsorganisation war gab es einen Alarm und eine angebliche Explosion mit vielen Verletzten. Erst am Einsatzort wurde uns mitgeteilt, dass alles nur eine Übung ist. Stellt Euch mal vor was passiert wäre, wenn es bei der Anfahrt mit Blaulicht einen schweren Unfall gegeben hätte...

Bei einer Übung der Bundeswehr wurden wir ebenfalls darüber getäuscht, dass es eine Gefährdungslage durch Terroristen gibt. Das war auf einem Truppenübungsplatz im EU-Ausland. An einer unserer Straßensperren, an unserem Biwak, gab es abends eine Auseinandersetzung. Mein Kompaniechef (der natürlich wusste das alles nur eine Übung ist) meinte es wäre eine gute Idee hierbei "Warnschüsse" mit seiner P1 abzugeben. Ich konnte hierbei erkennen, dass er scharf schoss und nicht mit Platzpatronen. Also zog ich mein Messer und machte mich bereit die ersten Eindringlinge "aus dem Weg zu räumen". Ein Glück wurde in diesem Moment die Übung abgebrochen. Solche Übungen können sich wirklich nur Vollidioten ausdenken! So einen Schwachsinn würden Profis niemals machen. Denn sie sind in vielerlei Hinsicht gefährlich. Es muss immer klar sein ob man sich in einer Echtlage oder einer Übung befindet.

 

 

Pfefferspray für Kinder / Jugendliche:

 

Ich war etwa in der 7. Klasse oder so und hatte ein Reizgas oder Pfefferspray von meinem Vater bekommen. Ich weiß nicht mehr genau was es war. Der Depp der Schule überredete mich es ihm zu geben, weil er "hatte Stress" mit ein paar Anderen. Und es kam was kommen musste. Er sprühte damit zum Spaß im Schulbus herum! Und logischerweise musste auch ich mich später vor dem Rektor rechtfertigen.

Pfefferspray unterliegt als Tierabwehrspray keinen rechtlichen Einschränkungen. Kinder dürfen es besitzen und führen. Ab welchem Alter Ihr euren Kinder eines gebt müsst ihr selber wissen und genau überlegen. Überstürzt nichts und überlegt gut ob es für euer Kind sinvoll ist. Kauft ihnen wenn nur eines mit Sprühnebel und keines mit Strahl.

Pfefferspray ist eine wirklich gute und fast perfekte Waffe. Ich würde eine Tochter ab etwa 13 sicher nicht mehr ohne ein Pfefferspray aus dem Haus lassen. Evtl. könnt Ihr für Euch selber als Referenz das Waffengesetz verwenden. Geprüfte CS-Sprays haben dort nämlich eine Ausnahme, Jugendliche ab 14 Jahren dürfen sie besitzen.

 

Handys und GPS-Tracker für Kinder?

Die meisten werden beim Thema Kinder und Handys zuerst denken, dass sie so spät wie möglich eines bekommen sollten. Aus pädagogischen Gründen ist das sicher auch sinnvoll. Aber meiner Meinung nach sollte jedes Kind, das alleine zur Schule läuft, ein Handy haben um die Eltern oder die Polizei zu rufen. Das heißt logischerweise, dass ein Kind schon mit 6 Jahren eines haben sollte, jedenfalls meiner Meinung nach. Ich würde dafür aber nur sehr einfache Handys ohne Kamera, Internet, Spiele usw. verwenden. Es gibt inzwischen auch Modelle mit denen sich nur eingespeicherte Nummern anrufen lassen.

 

Beim Thema GPS-Tracker muss man abwägen zwischen dem Vertrauen zu seinem Kind und dem Schutz. Ich persönlich würde meinen Kindern auf keinen Fall heimlich einen Tracker in den Schulranzen strecken, sondern es nur mit ihrem Wissen tun. Weil das Vertrauen hierbei für mich sehr wichtig ist.

Nach einiger Überlegung halte ich extra Tracker für wenig praktikabel, sondern hauptsächlich Handys mit Tracking Funktion oder gleich eine Smartwatch.

 

Für einen sinnvollen Mittelweg halte ich, wenn man dem Kind ein GPS Handy kauft und dieses nur im Notfall anpeilt. Ich persönlich würde nicht weiter gehen.

Einer meiner Leser arbeitet z.B. für einen großen Konzern im Ausland und lebt dort mit seiner Familie. An seiner Stelle würde ich aber zu wesentlich umfangreicheren Sicherheitsmaßnahmen greifen.

 

 

Schützt eine Smartwatch mein Kind?

Diese Kinder-Smartwatch hat mich unfassbare 15 Euro gekostet. Es ist erschreckend was sie kann und das es tatsächlich Eltern gibt die Ihre Kinder schlimmer als die Stasi überwachen!
Diese Kinder-Smartwatch hat mich unfassbare 15 Euro gekostet. Es ist erschreckend was sie kann und das es tatsächlich Eltern gibt die Ihre Kinder schlimmer als die Stasi überwachen!

 

Ich stellte mir die Frage ab welchem Alter Kinder Handys und Smartphones bekommen sollten. In meinem Umfeld gibt es Kinder jeden Alters und daher auch alle möglichen "Probleme" mit dieser Frage. Bei einigen Recherchen dazu stieß ich darauf, dass immer mehr Eltern dazu übergehen ihren Kindern überhaupt keine Handys mehr für den Weg zur Grundschule zu kaufen, sondern gleich eine Smartwatch. Mich riss es fast vom Hocker, dass ich diese für nur 15 Euro aus China direkt bestellen konnte. Hierbei hatte ich zunächst mal nur die Möglichkeit des Telefonierens im Kopf. Als ich auf meine Uhr wartete kamen mir die vielen weiteren Funktionen ins Bewusstsein. Diese Uhr kann nämlich nicht nur telefonieren, sie ist die perfekte elektronische Fußfessel um Kinder auszuspionieren, aber dazu später mehr. Die Uhr kam, ich lud die dazu passende App auf mein Handy, ich kaufte eine Prepaid Sim-Karte und sie funktionierte nicht. Die App zeigte „Die Uhr ist offline“ an. Trotz sehr professioneller Hilfe und einem ganzen Tag damit schafften wir es nicht das sie tut. Dieses Problem haben fast alle Käufer dieser Uhren und die Lösung wird HIER erklärt. Am nächsten Tag funktionierte sie plötzlich doch, keine Ahnung warum. Die nächsten Tage hatten die Kinder und ich viel Spaß damit sie auszuprobieren. Und wenige Tage später musste sie sich im „Echteinsatz“ beweisen, bei einer Reise von mir und einem Kind nach Berlin.

 

Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass mich mein Kind mit der Uhr anrufen kann und ich die Uhr notfalls anpeilen kann. Aber der Sinn und Zweck dieser Uhr ist ein völlig anderer. Das merkt man schon daran, dass man die Uhrzeitanzeige überhaupt nicht kinderfreundlich einstellen kann. Die Uhr schickt, je nach Einstellung, jede Minute, alle 10 Minuten oder ein Mal pro Stunde eine Statusmeldung an das Handy. Darin ist die Position und der Akkustand. Alle Funktionen der Uhr werden ausschließlich über das Handy gesteuert. An der Uhr selber kann man weder die Zeit einstellen, noch kann das Kind sie selber ausschalten. Dafür ist eine spezielle Tastenkombination notwendig. In der App programmiert man also das Telefonbuch in die Uhr und die SOS Nummern, dazu noch einige Optionen über Benachrichtigungen. Man kann sogar einen Bereich auf einer Karte einstellen, den das Kind nicht verlassen darf.

 

Viele dieser Uhren haben übrigens eine „Überwachungsfunktion“. Damit funktioniert die Uhr wie eine Wanze und es können die Gespräche des Kindes belauscht werden. Uhren mit dieser Funktion sind in Deutschland verboten.

 

An der Uhr selber kann man eigentlich nur ziemlich wenig machen, aber diese Funktionen sind zur Überwachung der Kinder perfekt erarbeitet und programmiert. Die Stasi wäre vor Neid erblasst bei diesen Möglichkeiten. Und bereits hier will ich schon mal darauf hinweisen, dass auch Kinder ein Persönlichkeitsrecht haben, das diese Uhren nur noch mit Füßen tritt.

 

Die Knöpfe der Uhr:

Der obere Knopf ist dafür da eine andere Uhr als „Freund“ hinzuzufügen. Soweit ich das verstanden habe hat das aber auf die Einstellungen keinen Einfluss.

Der mittlere Knopf ist zum Aufnehmen und Abschicken von Sprachnachrichten. Das funktioniert wie bei WhatsApp und auch genau so gut.

Der untere Knopf führt ins Telefonbuch, wo man die Namen und Nummern einspeichert die das Kind anrufen kann.

Und dann ist da noch der SOS Knopf. Drückt man diesen länger versucht die Uhr so lange mehrere eingestellte Nummern nacheinander anzurufen, bis jemand abhebt.

 

 

Die Technik:

Wie wasserdicht die Uhr ist weiß ich nicht, ich vertraue ihr in dieser Hinsicht aber wirklich nicht viel zu. Um die Sim-Karte einzulegen muss der Boden der Uhr mit einem kleinen Schraubenzieher abgeschraubt werden. Der Akku hält etwas mehr als einen Tag (24h). Bei unserer Reise habe ich die Uhr nachts immer ausgeschaltet und über den Micro-USB Anschluss geladen. Was ich noch interessant fand ist, dass man bei Gearbest einen Ersatzakku für die Uhr bekommt. Die Uhr und das Handy kommunizieren übrigens über das Internet, und nicht über Bluetooth oder WLAN, wer da alles mitliest weiß ich bei besten Willen nicht...? Habt Ihr übrigens gewusst, dass der Chinesische Auslandsnachrichtendienst „Ministerium für Staatssicherheit“ heißt? Ich mache aber hier besser keine dummen Witze darüber, dass wieder ein „MfS“ in unserem Land aktiv ist....das würde sicher Ärger geben....

 

Test:

Jedes Mal wenn ich die App geöffnet habe sah ich sofort auf der Karte die Position der Uhr und den Akkustand. Ich hatte mich schon gefragt für was der Sensor auf der Innenseite ist? Und als ich auf meinem Handy plötzlich die Meldung „Die Uhr wurde abgenommen“ laß überkam nicht doch etwas das Kotzen. Das was die Justiz mit hohem rechtlichen Aufwand bei gefährlichen Verbrechern mit ihren elektronischen Fußfesseln kann machen nun Eltern für 15 Euro mit ihren wehrlosen und unschuldigen Kindern. Diese Form der Überwachung ist weder moralisch noch rechtlich zulässig.

 

Aber davon mal abgesehen zeigten mir die Chinesen mal wieder was für hochwertige Produkte sie für kleinstes Geld fertigen können. Alles an der Uhr funktionierte einwandfrei. Die Sprachqualität war sowohl bei den Sprachnachrichten wie auch den Telefonaten gut. Die Lautstärken waren gut eingestellt, sie sind nicht verstellbar. Auch die Software funktionierte ohne Probleme. Die Helligkeit des Displays war draußen im Tageslicht zu schwach und nur im Schatten ablesbar.

 

Fazit:

Wir hatten wirklich viel Spaß und ich finde immer noch, dass diese Smartwatch im Großstadttrubel hilfreich ist. Ich werde sie hierfür bestimmt auch weiter verwenden. Und ich werde sie evtl. sogar selber zum Joggen mitnehmen, statt dem großen Handy. Ich könnte es mir auch vorstellen die Uhr größeren Kinder mitzugeben die alleine durch den Wald streifen. Die sinnvollen Funktionen der Uhr können normale Handys auch, der wirkliche Vorteil ist, dass Kinder die Uhr eher nicht verlieren, sie sehr klein ist und sie immer bei sich haben können.

 

Erschreckender Weise gibt es Eltern die ihre Kinder tatsächlich derart überwachen. Ihr müsst Euch das mal in der Praxis vorstellen: Die Mama bekommt eine Nachricht, dass die Uhr abgenommen wurde, oder dass das Kind einen kleinen Abstecher vom Schulweg gemacht hat. Nun fährt sie sofort hin und schimpft das Kind... So ein Mangel an Vertrauen wird tiefe Spuren in der Erziehung und Psyche hinterlassen, genau so wie das permanente Gefühl der Überwachung. Auf diesem Weg wird man garantiert nicht zum Schutz des Kindes beitragen, sondern das Gegenteil bewirken. Aber Grundschulkinder dürfen zum Glück eh nicht mit Smartwatches am Handgelenk in die Schule kommen :-)

HIER ist übrigens ein sehr guter TV-Bericht von der Überwachung der Kinder in den USA.

 

 

Nachtrag: Es gibt viele Türsteher die alleine arbeiten müssen und im Notfall schnell Probleme haben. Wenn sie mit ihrem Handy die Polizei oder Kollegen zu Hilfe rufen wollen benötigen sie beide Hände und müssen ihren Blick von den Agressoren wenden. Wenn diese so eine Smartwatch mit SOS Knopf z.B. an der Schulter montiert haben können sie sehr einfach mit dem Notrufknopf Hilfe rufen und sind jederzeit Abwehrbereit. 

 

 

Für die Meisten wird so etwas nicht nötig sein, aber man muss auch an die Zukunft denken oder an andere Länder. In Mexiko ist es inzwischen z.B. sehr verbreitet, dass bereits Kinder mit ballistischem Schutz zur Schule gehen. Diese recht leichte Schutzplatte aus Kevlar eigent sich sehr gut um Schulranzen gegen Pistolenkugeln aufzurüsten. Man muss alle Optionen zum Schutz kennen um für sich das Beste raus suchen zu können.

 

 

 

Danke für das Feedback von dem Papa aus China. Ich hab mich wirklich über deine Mail vom anderen Ende der Welt gefreut :-) Pass gut auf deine Liebsten auf.

 

Und auch Danke an den anderen Papa der sich sorgen um seine Liebsten macht. Danke für die Anregungen um hier weiter zu schreiben :-)