Tipp der Woche:

Eigensicherung ist kein Zufall!

Stell dir mal vor, Du gehst in ein Haus mit einem Gasleck.... und Du hast keine antistatischen Schuhe an.....

Stell dir mal vor, Du fasst bei einer Durchsuchung ein Behältnis an, von dem Du nicht weißst, dass es TATP enthält... und Du hast keine antistatischen Schuhe an....

 

Tu dir selber einen Gefallen und kauf anständige Schuhe, denn viele der billigen und "coolen" Schuhe erfüllen nicht die notwendigen Anforderungen an Arbeitsschuhe.  

 

Eigensicherung ist kein Zufall! Kauf dir anständige Schuhe!

Antistatisch, metallfrei, qualitativ hochwertig, schlicht und von einer bayerischen Firma: Mein Haix Black Eagle Tactical 2.1
Antistatisch, metallfrei, qualitativ hochwertig, schlicht und von einer bayerischen Firma: Mein Haix Black Eagle Tactical 2.1

Diejenigen, für die Unauffälligkeit im verdeckten Einsatz wichtiger ist, sollten sich etwas mehr Gedanken machen. Bei großen Organisationen werden oft aus Kostengründen nur sehr wenige Schuhmodelle beschafft/getragen. Und genau das kann der entsprechenden Kundschaft schnell auffallen. Da z.B. viele Bundeswehr Soldaten zum BND wechseln, haben diese früher oft die selben Halbschuhe und Reisekoffer der "Bundeswehr Kleiderkasse" verwendet und wurden daran regelmäßig erkannt. Im Mossad gab es in den 80er Jahren auch mal einen entsprechenden Insiderwitz mit den "3S" der eigenen Spione: Seiko Uhren, Samsonite Reisekoffer und einer bestimmten Marke von Taschenkalendern (Ich glaube die hießen "Seven Star" oder so.

 

 

Thema der Woche: Paintballwaffen zur Selbstverteidigung (Aktuelles)

Wie die Meisten von Euch ja vermutlich wissen, habe ich schon sehr viel über Paintballwaffen und deren Möglichkeiten zur Selbstverteidigung geschrieben. Hauptsächlich über die Waffen, die auch baugleich, oder fast baugleich, von Behörden beschafft werden um Gummigeschosse oder Pepperballs zu verschießen. Es haben sich in dem Bereich ein paar Kleinigkeiten ergeben, wovon ich Euch das Wichtigste berichten will.

Quelle: https://first-strike.com/first-strike-roscoe-revolver/

 

Der Roscoe Kipplaufrevolver im Kaliber .50 ist leider immer noch nicht am Markt. Vermutlich hat Covid-19 daran auch eine Mitschuld. Erst hat sich die Auslieferung von Mai auf Juni verschoben. Und dann auf Juli. Aber auch jetzt ist er noch nicht lieferbar. Vermutlich wird es aber nur noch einige Woche dauern. Der Revolver wird hier in Deutschland etwa 190 Euro kosten und er wird die erste Waffe der Firma First-Strike im Kaliber .50 sein. Es war eigentlich geplant, den Revolver mit zwei Ventilen auszuliefern, einem Paintball- und einem Selbstverteidigungsventil. Am deutschen Markt wäre das dann ein "F" Ventil mit unter 7,5 Joule und ein Exportventil gewesen. Statt dessen wird er offenbar doch nur mit dem einen Ventil verkauft und das Exportventil wird es als Zubehör geben. Die Mündungsgeschwindigkeit, oder die Mündungsenergie mit dem Exportventil konnte ich bisher noch nirgends finden.

 

Die Umarex HDP50 Pistole ist schon eine Weile auf dem Markt und es gibt inzwischen auch schon einige Youtube Videos dazu. Es ist sogar sehr schnell ein Exportventil am Markt erschienen. Ich habe aber den Eindruck, dass die Pistole sich nicht in den großen Stückzahlen verkauft wie der HDR50 Revolver, zu dem ich HIER ein bisschen was erzähle. Keine dieser .50 Waffen hat mich selber je überzeugt. Aber die Konzepte von Umarex sind unbestritten nicht schlecht und zuverlässig. Ich selber habe halt wesentlich lieber eine wirkungsvollere Waffe im Kaliber .68 und nehme dafür auch in Kauf, dass sie hässlich aussieht (wie z.B. meine First-Stike FSC Pistole). Hier könnt Ihr einen recht eindrücklichen Beschusstest mit der 11 Joule HDP50 sehen. Wenn Ihr den Link zu dem entsprechenden Test in die Google Suche eingebt, könnt Ihr bei Google auf "übersetzen" klicken und den Test in schlechtem Deutsch lesen. Da steht dann, dass die getestete 11 Joule Exportvariante zwischen 12 und 14 Joule erreichte:

https://www.naturabuy.fr/test-pistolet-hdp-50-t4e-umarex-essai-4402.html

(Quelle)

In Hongkong ist viel Los... Aus der Politik halte ich mich, wie Ihr ja wisst, komplett raus. In den letzten Tagen/Wochen hat sich aber hinsichtlich der Polizeiausrüstung dort einiges getan. Und man selber kann sich nur weiterentwickelt, wenn man über den Tellerrand schaut. Neu an deren Ausrüstung ist z.B. das Armschild, das ich Euch HIER vorstelle. Und zum aller ersten Mal konnte ich dort nun auch die Pepperball TCP Pistole im Einsatz sehen. Diese ist fast Baugleich mit meiner First-Strike FSC.

In den USA heißt es immer öfter "Pepperball, Pepperball, Pepperball". Das sollen Polizisten dort immer rufen, bevor sie eine derartige Waffe einsetzen, um Kollegen darauf aufmerksam zu machen was gleich passiert (vor dem Tasereinsatz soll "Taser, Taser, Taser" gerufen werden). Immer mehr Polizeibehörden erkennen die Vorteile der Pepperballs, denn im Gegensatz zu Gummigeschossen sind hierbei Verletzungen kaum zu befürchten. Das kommt daher, dass damit überhaupt nicht auf Personen geschossen werden muss, Schüsse auf den Boden reichen schon oft um das taktische Ziel zu erreichen.  Leider erkennen bisher nur wenige europäische Polizeibehörden die vielen Vorteile der Pepperballwaffen. Weltweit sind alleine die Waffen der Firma "Pepperball" von über 5000 Behörden beschafft worden. Andere Hersteller benutzen oft die Bezeichnung PAVA-Ball. Der einschüssige "Pepperball-Compact" (Schießkugelschreiber) kommt tatsächlich auf den US Markt und soll dort etwa 25 Dollar kosten. Die Geschossenergie soll laut Hersteller 7-14 Joule betragen.

(Quelle)

Paintballwaffen zur Selbstverteidigung erobern den Markt. Immer mehr Hersteller und Kunden erkennen die Vorteile dieser Waffen. Die Tippmann TIPX ist mit Sicherheit eine gute Waffe, aber mich persönlich hat die FSC immer mehr überzeugt. Daher hat es mich sehr gefreut im Internet einen neuen Prototypen zu sehen. Die Mission Compact, die zweifellos eng mit der TIPX verwand sein wird. Mehr Informationen dazu gibt es leider noch nicht. Umarex hatte offenbar zwischenzeitlich überlegt Ihr SG68 in einer Exportversion mit einer erheblich höheren Energie zu vertreiben. In einem österreichischen Shop war es kurzzeitig gelistet. Ich hab leider den Namen vergessen, ich glaube es war SGX oder so ähnlich und sollte irgend was zwischen 40 und 60 Joule erreichen. Aber offenbar wurde die Planung aufgegeben.

Ich will hier auch noch kurz etwas erwähnen, was ich erst kürzlich erfahren habe. Die TIPX und die Mission TRP unterscheiden sich mindestens dadurch, dass die TRP "First-Strike fähig" ist. Sie hat also den Breach für flossenstabilisierte Geschosse bereits verbaut.

 

Was passiert sonst so?

Der Markt ist sehr in Bewegung. Die Tippmann Waffen unter der Handelsbezeichnung "Mission" verbreiten sich immer weiter. Die deutsche Firma Paintballsports hatte zwei Waffen von Mission bei ihren Neuheiten gelistet, diese sind aber nun doch von ihrer Homepage verschwunden. Warum weiß ich nicht, vielleicht waren sie schlichtweg zu teuer.

Die Grimburg Less Lethal Riot Bullets entwickeln sich zum Standard für diese Waffen. Sie sind zweifellos nicht billig, aber vermutlich ihr Geld wert. Da sie sich so gut verkauft haben, hat Grimburg einen drauf gesetzt und verkauft nun auch ein rundes Geschoss, das "Grimburg JUL" mit 7,8g Gewicht. Das was Paintballwaffen mit Grimburg Geschossen leisten können, seht Ihr z.B. HIER. Bedenkt aber, dass einige dieser Waffen stark modifiziert sind. 

 

Auf Youtube hat sich sehr viel getan bzgl. der Selbstverteidigung mit Paintballwaffen. Die letzten Jahre hat es dazu fast nur den Kanal "Chinature" von Mak Jo Si gegeben, auf den ich oft verwiesen habe. Dann kam noch "Rune Rebel" dazu, der jedoch mit dem Thema schnell abschloss. Der aktuell aktivste Kanal zum Thema ist der von "Maga Man". Er hat einige Videos zum Thema gemacht, vor allem auch nach den großen Ausschreitungen die es in letzter Zeit in den USA gegeben hat. Qualitativ halte ich seine Videos aber für nicht so gut. Er hat aber z.B. auch Videos zur Tippmann 98 gemacht, die ich HIER vorstelle. Den Kanal "DaiseySplotchmaker" gibt es erst einige Wochen. Er macht gute Videos, ist aber offenbar ein Verantwortlicher der Firma Mission und wird seine eigenen Produkte natürlich in ein gutes Licht rücken. Und dann gibt es noch einen weiteren, sehr neuen, Kanal. "Dude Less Lethal" hat sehr viele Videos zum Thema gemacht und vergleicht hauptsächlich die Pepperball TCP, die Byrna und die Mission TRP Pistolen miteinander

 

Wie geht es weiter?

Wie es hier weitergeht weiß ich auch nicht genau. Die meisten Themen meines Blogs entstehen ja spontan, oder entwickeln sich. Vermutlich habe ich das Wichtigste eh schon mehrfach geschrieben. Was zweifellos bei allen meinen Berichten zum Thema fehlt sind  natürlich mehr praktische Tests. Aber dazu komme ich leider nicht so oft und dann gibt es im Internet noch massenweise derartige Videos. Daher sehe ich auch keine sonderliche Notwendigkeit, dass ich darauf einen zusätzlichen Schwerpunkt lege. Was mich aber wirklich stört ist, dass ich kaum zum Testen meiner Tiberius T4 gekommen bin. Denn von dieser Waffe erhoffe ich mir einiges.

Ich hab seit einer Weile übrigens einen Valken X-Radar Chrony. Meiner ist aber die Airsoft Variante und kann eine höhere Geschwindigkeit messen, als die Paintballvariante (zu erkennen am gelben Knopf). Er kostet das selbe wie der für Paintballwaffen und funktioniert bei mir bisher problemlos. Ob es einen Grund gibt warum man doch die Paintballvariante kaufen sollte weiß ich aber nicht. Wenn man dann noch eine Drogendealer-Feinwaage hat, ist man gerüstet.

 

Thema der letzten Woche - alternative Schlagwaffen

Ein Koppo (Kubotan) oder eine massive Vorführzange eigenen sich recht gut zur Selbstverteidigung. Ein entsprechender Fidget Spinner auch einigermaßen, aber ein Hygiene Haken?
Ein Koppo (Kubotan) oder eine massive Vorführzange eigenen sich recht gut zur Selbstverteidigung. Ein entsprechender Fidget Spinner auch einigermaßen, aber ein Hygiene Haken?

Neulich lagen die Hygiene Haken beim Aldi für 0,99 Euro, da hab ich mir einen mitgenommen. Da ich beruflich leider viel mit ekelerregenden Menschen zu tun habe, versuche ich schon lange Berührungen mit Türklingen, Aufzugknöpfen usw. zu vermeiden. Das Öffnen von Türen mit dem Ellenbogen usw. schafft eine psychische Barriere zwischen ungewaschenen und mit Hepatitis infizierten "Randständigen" (ein sehr vielsagendes Wort aus der Schweiz) und einem selber. Aber ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich meinen Hygiene Haken nicht benutze. Ich würde mir dabei komisch vorkommen, also desinfiziere ich lieber nach dem Verlassen solcher Örtlichkeiten meine Hände und trage lieber eine kleine Falsche Desinfektionsmittel bei mir.

 

Fragestellung:

Ein Leser bat mich um meine Meinung dazu, ob man die Hygiene Haken zur Selbstverteidigung nutzen kann? Und genau das hatte ich mich auch bereits gefragt. Ich fuhr mit dem Auto zur Arbeit und spielte dabei mit dem Haken rum. Sie haben meist eine ähnliche Form wie alternativen Kubotane oder Schlagwaffen. Und so nimmt man sie fast schon automatisch in die Hand wie einen Schlagring. Aber mein Fazit dazu ist eigentlich recht schnell gefasst. Mein eigener ist ist aus recht dünnem Plastik. Wenn man damit Zuschlagen, oder einen Angriff abwehren würde, würde man sich ziemlich sicher daran die eigenen Hände verletzen. Aus diesem Grund sind übrigens auch massive Fingerringe fast nie zur Selbstverteidigung geeignet. Fast alle Hygiene Haken sind schlichtweg auch zu klein. Aber wenn man einen recht großen und massiven findet, fällt dieser eindeutig nicht unter das Waffengesetz und auch nicht unter das Führverbot des §42a WaffG. Man hätte dann damit einen Gegenstand den man auch z.B. in England führen dürfte. Sobald man so einen Haken aber bearbeitet/optimiert, z.B. in dem man Rillen rein schleift, Klebeband oder Schnur drum wickelt usw., würde vermutlich eine Hieb- und Stoßwaffe daraus werden.

 

Fazit:

Für mich werden Hygiene Haken keine Rolle als alternative Schlagwaffen führen und ich werde mir keine weiteren Gedanken dazu machen. Ich halte einen einfachen Tactical-Pen für besser, einfacher und zuverlässiger.

 

Eine Selbstverteidigungspeitsche?

Quelle: https://faststrike-europe.com/

 

Ich bin immer wieder im Internet auf Selbstverteidigungspeitschen gestoßen. Und nun hat das BKA auch einen Feststellungsbescheid dazu erlassen, was auch sehr gut und sinnvoll ist, denn diese könnten schnell für verbotene Totschläger gehalten werden. Aber das BKA hat jetzt geregelt, dass solche Peitschen erlaubt sind, aber dem Führverbot des §42a WaffG unterliegen.

Download
BKA Feststellungsbescheid: "Stinger Tool" (Selbstverteidigungs Peitsche)
bka-feststellungsbescheid-stinger-tool-p
Adobe Acrobat Dokument 4.6 MB

Ein Vorteil solcher Peitschen ist, dass sie sich gut verdeckt tragen lassen. Man kann sie z.B. in die Gürtelschlaufen stecken und um die Hüfte tragen, oder zusammengesteckt in der Jackentasche. Ihre vermute, dass Ihre Wirkung der von Schlagstöcken recht ähnlich ist. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich bisher noch nie so eine Waffe in der Hand hatte und damit keine Erfahrung habe. Wenn Ihr bei Youtube "self defence whip" eingebt, findet Ihr einige Videos dazu und könnt Euch einen Eindruck machen. Ich selber hatte bei solchen Peitschen aber nie das Gefühl sie zu brauchen. Ich werde bei Tactical-Pen und Schlagstock als Waffe bleiben (natürlich immer in Kombination mit einem Pfefferspray). Aber vielleicht sind diese Peitschen auch nicht schlecht und eine Option für Dich?

Das Verbot Hieb- und Stoßwaffen zu führen gibt es nun Mal und jeder muss selber wissen wie er damit umgeht. Man kann auf derartige Selbstschutzwaffen komplett verzichten, man kann auf andere Gegenstände ausweichen, oder man könnte sie auch einfach in einem "verschlossenen Behältnis" gesetzeskonform bei sich haben. Z.B. mit so einem Fingerabdrucksafe, den man im Auto montiert. Vor der Anschaffung von so etwas würde ich mir Youtube Videos davon anschauen. Ich hab ein derartiges Schloss das sehr schnell und zuverlässig reagiert. Ein anderes reagiert aber sehr langsam und braucht etwa 3 sec zum aufgehen. Zusätzlich müsst Ihr ganz genau auf die Innenmaße von solchen Boxen achten, damit Ihr eure Sachen dort auch untergebracht bekommt. Der große Vorteil dieser Fingerabdruckschlösser ist, dass man sie, wenn alles gut läuft, viel schneller auf bekommt, wie wenn man extra noch einen Schlüssel greifen muss. Der Nachteil ist natürlich, dass sie im Stress weniger zuverlässig zu öffnen sind.

 

https://www.ebay.de/itm/Tragbar-Biometrischer-Fingerabdruck-Digital-Safe-LOCKBOX-fur-Wertsachen/152684829271?hash=item238cb99a57:g:RD8AAOSwLQpZp6BS

 

Video

Video

 

Entsprechende "Carsafes" mit normalem Schlüssel bekommt man ab etwa 20 Euro. Die mit Fingerabdruck kosten einiges mehr.

 

 

 

Gibt es ein besseres Gefühl, als nach einem langen, anstrengenden und erfolgreichen Arbeitstag nach Hause zu kommen und sich einen Single Malt einzuschenken? Vermutlich schon, aber sehr zufrieden ist man dennoch :-)