Thema der Woche - Teil 2

Da ich einige Berichte bei "Theme der Woche" nicht löschen will, mache ich hier eine weitere Seite mit einem Teil 2 auf.

 

 

 

(Foto links: Schweizer Soldatenbuch von Albert Bachmann).

 

 

 

 

Der Nachtrag im kleinen Waffenschein zur EU Richtlinie 2019/69

(Dieser Bericht enthält keine bezahlte Werbung)

Die Blow TR914-02 Schreckschusspistole mit tschechischer EU2019/69 Zulassung gefällt mir bisher am besten, vorgestellt habe ich sie aber noch nicht auf dem Blog.
Die Blow TR914-02 Schreckschusspistole mit tschechischer EU2019/69 Zulassung gefällt mir bisher am besten, vorgestellt habe ich sie aber noch nicht auf dem Blog.

Nicht nur ich, auch schon einige meiner Leser sind bereits im Besitz von neuen EU 2019/69 konformen Schreckschusswaffen. Ich habe schon viel zu den EU-Schreckschusswaffen geschrieben (HIER, HIER, HIER), heute will ich nur einen erneuten Tipp dazu geben.

 

Kaum ein Polizist weiß bisher, dass Schreckschusswaffen nicht mehr zwingend ein PTB-Zeichen brauchen. Daher kann es bei einer Kontrolle vorteilhaft sein, wenn man nicht nur den ausgedruckten Gesetzestext dabei hat, sondern auch noch einen entsprechenden Nachtrag im kleinen Waffenschein. Dieser Nachtrag belegt quasi, dass bei der Fragestellung (darf der Kontrollierte eine Schreckschusswaffe ohne PTB Zeichen besitzen und führen) bereits eine Behörde beteiligt gewesen ist. Auch ein Hinweis auf die aktuellen Beschusszeichen (also ab dem Jahr 2020) der jeweiligen Waffen können ein schlüssiges Bild ergeben und weitere Nachfragen, oder Überprüfungen, erübrigen. Wenn bei einer Kontrolle Zweifel bestehen, können die Maßnahmen bis hin zur Sicherstellung der Waffe gehen. Die Meldewege, zum Austausch der EU 2019/69 Testergebnisse zwischen den Mitgliedsländern, sind schließlich immer noch nicht aufgebaut. In der aktuellen waffenrechtlichen Situation sollte man klug handeln, so kann man viel Ärger für alle Beteiligten vermeiden.

 

Ich rate euch daher, jetzt zu eurer örtlichen Waffenbehörde zu gehen, und einen entsprechenden Nachtrag zu beantragen. Wenn der dortige Sachbearbeiter irgend was davon erzählt, dass "das alles noch nicht gilt", könnt Ihr gerne auf meinen Blog verweisen, ich habe in den Berichten zum Thema ja alle Rechtsgrundlagen und Gesetzesstellen stehen. Auch meine Waffenbehörde wollte mir den Nachtrag erst verweigern, mit einem Hinweis auf die Rechtsmeinung übergeordneter Behörden. Also stellte ich den Antrag wenige Wochen später schriftlich mit dem klaren Hinweis darauf, dass die Rechtsmeinung dieser beiden Behörden falsch sind. Wenige Wochen danach hatte ich meinen Nachtrag (Danke an den Leser für die Übersendung des Fotos). 

 

Der kleine Waffenschein berechtigt zwar zum Führen der neuen EU-Schreckschusswaffen. Aber da sie ausdrücklich für "PTB-Waffen" ausgestellt sind, könnte das als Auflagenverstoß ausgelegt werden. Ein Nachtrag schafft Klarheit und Sicherheit.
Der kleine Waffenschein berechtigt zwar zum Führen der neuen EU-Schreckschusswaffen. Aber da sie ausdrücklich für "PTB-Waffen" ausgestellt sind, könnte das als Auflagenverstoß ausgelegt werden. Ein Nachtrag schafft Klarheit und Sicherheit.

Einsatztaktische Ausrüstung im Hochsommer

(Dieser Bericht enthält keine bezahlte Werbung)

 

Ich hatte vor einer Weile ein "Thema der Woche" über die widerlichen und ekelhaften Papierstrohhalme vom Mc Donalds. Meinen alten Bericht habe ich bereits gelöscht, aber es hat sich diesbezüglich leider wieder etwas getan.

Die meisten Einsatzkräfte haben diesen Sommer mit Schreck festgestellt, dass jetzt sogar Burger King Papierstrohhalme hat und das beliebte Mc Donalds Eis mit Holzlöffeln ausgegeben wird. Für alle die nur sehr selten bei Mc Donalds sind sage ich es noch mal deutlich: Die Einsatzkräfte werden jetzt in ihren knappen Pause gezwungen ihr Eis mit HOLZLÖFFEL zu essen.

Das ist so unfassbar rückständig... Man könnte meinen, dass es Holzlöffel geben müsste, die glatt und geschmacklich neutral sind. Aber die Löffel von Mc Donalds sind dermaßen widerlich, dass man meint, sie werden mit einem speziellen Pappe-Arome versehen und absichtlich aufgerauht, damit nicht das Eis, sondern der Löffel an der Zunge hängen bleibt!

 

Da die Umstellung auf Papier- und Holzprodukte von der EU vorgegeben ist, und ich mich aus der Politik bekanntlich raus halten, werde ich diese Geschmack vernichtenden und ekelhaften Produkte natürlich nicht als "Umweltfimmel" bezeichnen. Ich muss mich aber schon fragen, was es mit Umweltschutz zu tun hat, dass ich gezwungen werde alle Tedi, KIK usw. Geschäfte abzufahren, um passendes Wegwerfbesteck zu finden. Als ich mit Strohhalmen und Löffeln an der Kasse vom Tedi stand, sprach mich ein junger Mann an und fragte, in welchem Regal es die gibt. Ich antwortete: "Gell, beim Mc Donals kann man kaum noch essen gehen". Er stimmte mir zu und eilte zu dem Regal. Als wir bezahlt hatten schimpften wir beide noch ein bisschen gemeinsam über die großen Fast-Food Ketten und die Politik. Es ist und bleibt halt einfach so, dass Mc Donalds und Co. die Hauptnahrungsquelle von Einsatzkräften im Schichtdienst sind. Und wenn die knappen Pausen daraus bestehen, dass man sich über das ungenießbare Besteck und die Papierstrohhalme ärgert, hat das zweifellos einen negativen Einfluss auf die Motivation, Durchhaltefähigkeit und Einsatzbereitschaft.

 

Im Laufe meiner Schimpfereien hörte ich immer wieder, dass ich doch einen Plastiklöffel mit zur Arbeit nehmen kann, den ich abspülen und wiederverwenden könnte. Aber es ist doch offensichtlich, dass ich keinen klebrigen Löffel zurück in die Einsatztasche legen will. Ich habe also ein ernsthaftes, berufliches und einsatztaktisches Bedürfnis für Wegwerfbesteck aus Plastik! Und so kommt es, dass Plastikbesteck ein relevanter Teil meiner Ausrüstung geworden ist. Zum Glück haben offenbar ein paar Geschäfte den steigenden Bedarf davon erkannt. Und wenn man in den örtlichen Geschäften nichts findet, kann man sich seine Ausrüstung ja immer noch in Asien bestellen.

Die Einsatztasche ist eine wichtige Plattform für taktische Überlegungen von Einsatzkräften. Das Plastikbesteck ist jetzt daran schnell greifbar befestigt.
Die Einsatztasche ist eine wichtige Plattform für taktische Überlegungen von Einsatzkräften. Das Plastikbesteck ist jetzt daran schnell greifbar befestigt.

Das Nähzeug und das Schuhputzzeug

Es gibt derart grundlegende Ausrüstung, dass ich sie bisher nie erwähnt habe, obwohl ich sie fast täglich benutze. Ich sehe sie schon als selbstverständlich an, obwohl viele sie erstaunlicher Weise gar nicht besitzen. Bedenkt, dass fast alle Soldaten diese beiden Gegenstände immer im Feld dabei haben. Für Soldaten sind sie unverzichtbar, für Zivilisten und Einsatzkräfte sehr hilfreich.

 

Das Nähzeug:

Es sollte ein militärisches und kein ziviles Set sein. Zivile Nähsets sind meist zu klein und qualitativ minderwertig. Für mich bewährt hat sich vor allem das der Bundeswehr, das man bereits für etwa 5 Euro bekommt. Damit kann man Socken stopfen, Knöpfe annähen, geplatzte Nähte schließen usw. Mein erstes derartiges Nähset habe ich mit etwa 14 Jahren bekommen und habe tätsächlich die Löcher in meinen Socken damit gestopft. Bei meinem Set seht Ihr auch noch Leuchtstreifen, die viele Soldaten auf die Rückseite Ihrer Feldmützen und Helmbezüge nähen, um in der Gruppe leichter Verhindung im dunklen Wald halten zu können. Ich ergänze schon immer meine Nähsets durch einen Nahtauftrenner und eine Einfädelhilfe. Wenn Ihr feste Stoffe näht (z.B. an einer Kampfmittelweste) benötigt Ihr entweder eine Leatherman Zange, oder einen Fingerhut. Diese ermöglichen es die Nadel durch das Material zu stechen. Wenn Du dir so ein Set gekauft hast, bekommst Du z.B. in den billigen "1 Euro" Geschäften den evtl. fehlenden restlichen Inhalt.

 

Das Schuhputzzeug:

Wenn Du im Wald gewesen bist und die Kleider dreckig sind, wirfst Du sie vermutlich meist einfach in die Waschmaschine. Als Soldat lernt man aber schnell die Kleiderbürsten zu schätzen. Damit kann man auch seine Ausrüstung reinigen, ohne sie gleich komplett waschen zu müssen. Und jedem wird klar sein, dass regelmäßig gepflegte Einsatzstiefel länger halten und Schuhcreme sie auch Wasserfest macht. Für mich bewährt hat sich vor allem das Schuhputzzeug der schweizer Armee, aber es funktioniert auch das der Bundeswehr sehr gut. Diese Sets bekommt Ihr für unter 10 Euro. Von den schweizer Sets habe ich zwei, eines liegt bei der Arbeit und das andere an der Garderobe.

 

Tipp: Wer über eine gute Menschenkenntnis verfügt, achtet mit als erstes meist auf die Schuhe seines Gegenüber. Sie sind tatsächlich ein wichtiges Aushängeschild des eigenen Charakters. Wenn Du sie pflegst, wirst Du bei einigen Personen vermutlich einen besseren Eindruck hinterlassen und davon auf Dauer evtl. sogar Vorteile haben.


Truppenarzt Geheimrezept gegen das militärische "Universal-Leiden"

Nach dem mein Stubenkamerad vom Springerlehrgang in Altenstadt zurück war, erzählte er mir von einem eindrücklichen Erlebnis. Beim ersten Betreten der Franz-Josef-Strauß-Kaserne kam ihm ein Kamerad auf Krücken entgegen gehumpelt. Einige Tage später musste er dann auch noch mit ansehen, wie sich der Fallschirm eines Kamerad nicht öffnete und er hinter der Transall her gezogen wurde. In so einem Fall handeln die Absetzer nach einem vorgegebenen Plan. Die Aufziehleine des Soldaten wird an einer Winde eingehängt und er wird zurück ins Flugzeug gezogen. Während dessen beobachtet ein Absetzer den Soldaten hinter dem Flugzeug und stellt sicher, dass sich dieser an die Notverfahren hält. In so einem Fall muss er deutlich den Griff seines Reserveschirmes sichern. Sollte er an den Auslösegriff greifen, muss der Absetzer seine Aufziehleine sofort mit einem Messer kappen. Kleine Flugzeuge, oder Hubschrauber, können durch den gezogenen Reserveschirm, der eine Verbindung zum Flugzeug hat, sofort abstürzen.

Mein erster eigener Eindruck der Luftlandeschule war eine unfassbare große Flasche (1L Inhalt) Franzbranntwein, die sich in unserer Stube befand, als wir sie bezogen. Wenige Tage später war mir klar, warum diese Flasche dort lag und warum sie so groß war. Wir lernten Muskeln unseres Körpers kennen, von denen wir bis dahin noch nie etwas gespürt hatten. Alle die sich einen etwas genaueren Einblick in die Fallschirmsprungausbildung der Bundeswehr verschaffen wollen, empfehle ich die Bundeswehr Exclusive Serie dazu. Allen jungen Männern kann ich nur dazu raten ihren Dienst beim Militär anzutreten. Wenn Ihr es nicht tut, werdet Ihr in ein paar Jahren merken, dass Ihr etwas verpasst habt (diese Fehlentscheidung ist idR. nicht rückgängig zu machen). Und allen Soldaten, die mehr leisten wollen als der Rest, rate ich: Schreibt gleich morgen einen Versetzungsantrag zu den Luftladetruppen.

 

Zurück zum Thema: In den beiden Weltkriegen hieß es bei den Truppenärzten meist: "Jod für Äußeres, Aspirin für Inneres, mehr braucht es nicht". Und heute wird allen Ärzten der Bundeswehr und der kasernierten Polizei nachgesagt, dass sie bei allen Leiden ausschließlich Voltaren und Parecetamol verschreiben. In wenigen Fällen hat das natürlich auch etwas mit unfähigen Ärzten zu tun. Es gibt aber auch sehr viele Fälle in denen es etwas mit unfähigen Soldaten zu tun hat, die nicht in der Lage sind mit dem militärischen Universal-Leiden umzugehen. Das was ich "Universal-Leiden" nennen kann alles mögliche sein, Verspannungen, Muskelkater, Zerrungen, Prellungen usw. Dem einen helfen kühlende Medikamente, dem anderen wärmende. Und eigentlich sollte jeder leistungsfähige Soldat in der Lage sein, diese Beschwerden mit Bandagen, Tape und ein paar geeigneten Medikamenten selber zu lindern. Manchen Soldaten muss man auch erst mal erklären, dass ein Muskelkater keine Krankheit ist, sondern Teil ihrer Ausbildung.

Einer meiner Truppenärzte hatte ein Geheimrezept gegen das militärische "Universal-Leiden", das ich euch hier exklusiv und öffentlich offenbaren will (strafbar nach §353b StGB). Er war ein toller Doktor. Er ließ sich keine Gelegenheit entgehen sich militärisch weiterzubilden. Für ihn war der Fallschirm ein genau so wichtiges Einsatzmittel wie sein Wolf. Und das Sturmgewehr war für ihn eine wichtigere Waffe, als die Pistole. Bis ich ihn kennen lernte, hätte ich nicht gedacht, dass ein Doktor eine Gruppe so gut im scharfen Gefechtsschießen führen kann. Gegen das militärische "Universal-Leiden" mischte er ganz einfach die wichtigsten Medikamente zusammen um sie an den schmerzenden Stellen einzureiben. Das waren Franzbranntwein, Pfefferminzöl und Voltaren Gel. Ich gehe davon aus, dass das nicht für jeden das Richtige ist. Aber die meisten meiner Kameraden, und auch ich selber, schätzten diese Mischung sehr. Was ein Bundeswehr Apotheker von dieser Kombination halten würde, ist mir nicht bekannt. Wenn man selber in der "Schlammzone" Dienst leistet, hat man auch kaum etwas mit Apothekern zu tun. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich diese drei Medikamente seit über 15 Jahren nicht mehr vermischt habe. Meine sportlichen Aktivitäten haben sich seit dem etwas verändert und ich habe das Geheimrezept seit dem nicht mehr benötigt. Vielleicht ist es aber genau das, was grade einer meiner Leser sucht. Aber denkt bitte daran, es ist geheim, erzählt es also nicht weiter...

 

Nachtrag: Wegen einer Nachfrage will ich noch etwas zum Mischungsverhältnis sagen. Das Voltaren und der Franzbranntwein werden etwa in gleichen Teilen auf die Haut aufgetragen. Dann konnen noch ein paar Tropfen Pfefferminzöl dazu.

 

Foto links: Mein Doktor bei der Besprechung für das Gefechtsschießen.

 

 

Passt gut auf euch und die Kameraden auf und "Glück-Ab".

Der ArmyLiqShop in der Schweiz

Im ArmyLiqShop bekommt man alles mögliche, Pilotenjacken, Taschenmesser, Schränke, GFK-Boxen, Feldkabel, Schaufeln...
Im ArmyLiqShop bekommt man alles mögliche, Pilotenjacken, Taschenmesser, Schränke, GFK-Boxen, Feldkabel, Schaufeln...

Meist kaufe ich meine Ausrüstung bei den online Fachgeschäften oder bei Ebay. Sehr selten auch mal bei den örtlichen Army Shops. Bei der deutschen VEBEG kaufen fast nur Händler ein und die Endkunden bekommen die ausgemusterte Ausrüstung dann nur mit einem entsprechenden Preisaufschlag im Handel. Hast Du aber gewusst, das die ausgemusterte Ausrüstung der schweizer Armee von den "ArmyliqShops", im staatlichen Auftrag, direkt an die Bevölkerung verkauft wird? Es gibt dort naturgemäß keinen festen Bestand des Angebotes, sondern dieses wechselt regelmäßig. Alle paar Wochen werden neue Preislisten raus gegeben und dort findet man teilweise wirkliche Schnäppchen. Man bekommt z.B. alte Taschenlampen für 1 Franken und das Kochgeschirr für 5 Franken. Derzeit gibt es z.B. auch das aktuelle Taschenmesser (also das Einhandmesser) für 20 Franken. Mit derartigen Preisen kann kein normaler Army Shop mithalten. Von den Geschäften gibt es zwei, eines in St. Gallen und eines in Thun. Wenn Ihr mal in der Gegend seit, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch dort. Beachtet aber die eingeschränkten Öffnungszeiten.

Ich habe dort zwar keine Küchengeräte und auch keine Pilotenjacken mitgenommen, aber z.B. für 2 Franken eine Stofftasche für den Monitor einer Drohne. Alles was Du hier auf dem Foto links siehst, hat mich lediglich 32 Franken gekostet. Das links unten ist der "Rucksack 90", der nur in Verbindung mit dem Koppel getragen werden kann (Grundtrageeinheit "GTE")

Ihr kennt doch sicherlich diese Plastikboxen, in denen oft auch Pistolen ausgeliefert werden. Im Geschäft stand eine ganze Palette dieser Boxen, die man für 0,5 Franken / Stück mitnehmen konnte. Auf eine Box davon habe ich mein CB-Funkgerät montiert und die Powerbank unten rein gelegt. So habe ich eine kompakte und leistungsfähige Einheit, mit wesentlich weniger Kabelsalat.

Mein neuer Waffenkoffer aus dem ArmyLiqShop

Ich fand im Army Shop auch einen Kunststoffkoffer für 10 Franken. Es war früher für Observationsausrüstung der Militärpolizei vorgesehen. Daran konnte ich natürlich nicht vorbei gehen und mir kam noch im Geschäft die Idee, daraus einen neuen Pistolenkoffer zu basteln. Das Wichtigste war für mich dabei zu aller erst, dass ich den Schließmechanismus im Schloss so deaktiviere, dass ich ihn mit jedem Schraubenzieher öffnen kann. Da für den "Transport" zum Schießstand (waffenrechtlich ein Waffenschein freies "Führen") die Waffen nicht zugriffsbereit sein dürfen, reicht das hierbei aus.

Zu erst musste ich eine Achse vom Schloss aufbohren, um den Stift darin entfernen und das Schloss zerlegen zu können (rechts im Bild).
Zu erst musste ich eine Achse vom Schloss aufbohren, um den Stift darin entfernen und das Schloss zerlegen zu können (rechts im Bild).

Ich zerlegte das Schloss komplett und enfernte die goldenen Sperrelemente. Dann bohrte ich aus dem Kern die Sperren aus, die nur das Einführen eines passenden Schlüssels ermöglichen (oben links im Bild). Jetzt konnte ich jeden Schraubenzieher und auch jeden kleinen Schlüssel in den Kern einführen. Ich brauche so keinen extra Schlüssel mehr mit zum Schießstand mitzunehmen.

Eigentlich hätte ich gerne ein Fingerabdruckschloss in den Koffer eingebaut. Ich habe noch ein Fingerabdruckschloss für Schubladen rum liegen. (hat etwa 15 Euro bei Ebay gekostet). Aber der Einbau davon wäre mir viel zu aufwendig gewesen.

Im Koffer kann ich jetzt die Spiegel der Scheiben, etwas Ausrüstung, Munition und mehrere Kurzwaffen unterbringen.

Mein neuer Pistolenkoffer gefällt mir jetzt viel besser als mein vorheriger Alu Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt.
Mein neuer Pistolenkoffer gefällt mir jetzt viel besser als mein vorheriger Alu Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt.