Tippmann TCR zur Selbstverteidigung mit Rubberballs und Pepperballs / Pepperdust


Ich war auf der Suche nach einer Less Lethal Alternative zu Gummigeschossen aus der Flinte. Viele bekommen nicht ohne Weiteres eine WBK und die russischen und französischen traumatic Waffen sind hier nicht verfügbar. Da in Deutschland natürlich nur derartige Waffen mit max. 7,5 Joule für Jedermann käuflich sind hab ich nach einer Waffe gesucht bei der die theoretische Möglichkeit besteht die Energie zu erhöhen ohne weiter Teile und ohne spezielle Kenntnisse. Als erstes bin ich auf die Walther SG68 Pumpgun gestoßen. Für diese gibt es jedoch kein Exportventil. (mittlerweile gibt es eine Austauschschraube mit der die Waffe 16 Joule schafft. Die wird aber von einem Privatmann gefertigt und ist recht teuer. Es gib an sonsten lediglich eine Version auf WBK mit 16 Joule. Dann hab ich mit der TIPX und der Tiberius 8 Pistole gedanklich gespielt. Aber eine Pistole ist mir nicht präzise genug. Beide Pistolen verfügen über eine Schraube zum Einstellen der V0 und benötigen kein Exportventil oder Austauschfedern. Die TIPX erreicht offenbar ca. 15 und die Tiberius 35 Joule.

Dann bin ich auf die Tippmann TCR gestoßen. Ihre Energie kann offenbar auf max 35 Joule eingestellt werden (Bisher hatte ich hier stehen, dass max. 46 Joule möglich sind, das habe ich offenbar aufgrund eines Test geschrieben der auf diversen Umbauten beruht). Sinnvoll sind wohl etwa 25 - 35 Joule bei dieser Waffe. Sie ist recht neu auf dem Markt und basiert technisch auf der TIPX. Vor allem der Youtube Kanal von Mak Jo Si hat mir wesentlich geholfen. Er stellt die technischen Möglichkeiten aller genannten Waffen vor und zeigt die Möglichkeiten zur Selbstverteidigung mit Paintballwaffen. Die wichtigste Option bei Pepperballs ist für mich, dass man damit auf größere Entfernungen wirken kann und eine Option zwischen Pfefferspray und einer scharfen Pistole hat. Man kann also auch einen Angreifer auf Abstand halten und muss ihn nicht gefährlich nahe kommen lassen. In Deutschland hat bisher nur die Polizei Sachsen Pepperballs beschafft. Der Einsatz davon ist in der „VwV PeBa SEK“ geregelt. Dort wird tatsächlich das SEK mit zu Demos genommen, da nur diese mit den Pepperballs schießen dürfen.

Tippmann TCR mit Zubehör
Tippmann TCR mit Zubehör
Tippmann TCR mit Weaver-Pfefferspray
Tippmann TCR mit Weaver-Pfefferspray
Karton der TCR
Karton der TCR

Technik:
Die TCR verfügt über eine Klappe auf der linken Seite die mit einem Handgriff geöffnet wird und eine kleine CO2 Kapsel eingelegt werden kann. Es muss nichts geschraubt werden. So kann man sehr schnell die Kapseln wechseln. Eine kleine Schraube sorgt dafür, dass man die Waffe auf unterschiedlich lange Kapseln anpassen kann. Hier muss man sehr sorgsam und zurückhaltend vorgehen, sonst entweicht das Gas einer ganzen Kapsel und das Einstellen wird recht teuer.

CO2 Kapsel in der TCR
CO2 Kapsel in der TCR

Absolut genial an der TCR ist das System das die Kapseln ansticht. Denn nach dem Einlegen ist die Kapsel noch intakt und kann auch wieder entfernt werden. Beim ersten betätigen vom Abzug wird sie angestochen und das System ist unter Druck. Ich habe mir angewöhnt den ersten Schuss leer abzuschießen, da dieser meist recht schwach ist.

Die Sicherung sitzt über dem Abzug. Für mich ist sie etwas ungewöhnlich angeordnet. Man entsichert mit dem Zeigefinger der rechten Hand. Wenn man den roten Ring am Knopf sieht ist sie schussbereit. Sie funktioniert eigentlich ganz gut.

Das Griffstück liegt ganz gut in der Hand und passt meinen mittelgroßen Händen ganz gut. Wenn man sie aber zu locker hält drückt das obere Gehäuse unangenehm auf die Hand.

Einen Gewehrriemen habe ich oben durch das Gehäuse gezogen, durch die hinterste Lüftungsöffnung. Leider ist so der Schwerpunkt recht mittig, so dass sie am Riemen senkrecht liegt und nicht mit der Mündung nach unten zeigt.

Das mitgelieferte Visier funktioniert einwandfrei. Wenn man das kleine Rädchen am Korn nach rechts dreht gehen die Treffer hoch und wenn man das Rädchen der Kimme nach oben dreht gegen die Treffer nach rechts. Wenn das Visier eingeklappt ist befindet sich oben drauf eine einfache Kimme/Korn Visierung. Diese ist jedoch so tief, dass man sie nicht nutzen kann auf dem TCR. Man kann oben oder die Knubbel an der Seite nach unten drücken, dann schnappen die Visierungen raus. Hinten ist ein Ringkorn. Das Visierbild ist einwandfrei. Ich musste das Korn aber bis zum Anschlag nach unten drehen um das TCR auf 10 Meter einzuschießen. Auf weitere Entfernung kann man es bei 7,5 Joule nicht einschießen.
In der Mitte der oberen Weaverschiene ist noch Platz für eine elektronisches Visier. Ich habe mir zur Waffe dazu eine 551 Holosight von Elementar-Airsoft gekauft. Das Teil sieht gut aus und man kann durch das Holosight das mechanische Visier nutzen. Aber das Glas ist so massiv verspiegelt, dass es nur bei gutem Licht benutzt werden kann. Das Absehen ist, wie bei allen billigen, viel zu hell für die Nacht. Aber das Problem an dem Visier ist, dass es nicht richtig eingestellt werden kann. Ich konnte das Absehen nicht verstellen! Also geht es zurück zum Händler. Mal sehen was ich für ein anderes Visier dazu finde? Ich werde mich wieder nach einem Eotech Klon umsehen.

Tippmann TCR Visier.
Tippmann TCR Visier.
Das ausgeklappte TCR Visier.
Das ausgeklappte TCR Visier.

Der mitgelieferte Lauf ist einwandfrei. Der Verkäufer hat mir gesagt, dass das TCR keinen Tuninglauf benötigt. Man kann ihn einfach aus dem Gehäuse raus schrauben zum Reinigen oder Entfernen von stecken gebliebenen Kugeln.

Die Schulterstütze lässt sich ausziehen wenn man den Knopf hinten eindrückt. Er rastet perfekt ein. Die Wangenauflage kann man zusätzlich in der Höhe einstellen. Auf der rechten Seite kommt eine Schraube raus, was etwas nervt. Ich glaube, dass da eigentlich ein Gummiteil drüber gehört. Das liegt meiner aber leider nicht bei.

Hinter dem Griff auf der Unterseite vom Gehäuse kann man den Anschluss für einen CO2 Schlauch ausklappen. Wenn man damit eine externe Flasche anschließt muss eine leere kleine Kapsel im Gehäuse eingesetzt sein. Davor ist die Schraube zum einstellen der V0. Die Schraube ist in Deutschland mit einer art schwarzem Klebstoff versiegelt. Diesen soll man ganz leicht mit einem Schraubenzieher entfernen können. Meiner Meinung nach ist das Entfernen rechtlich problemlos. Das Verstellen der Schraube ist natürlich nicht erlaubt.

Anschluss für externes CO2 am Tippmann TCR
Anschluss für externes CO2 am Tippmann TCR

Das TCR hat auf allen vier Seiten Weaverschienen. An die untere montiert man am besten den mitgelieferten Vordergriff. Dieser funktioniert einwandfrei. Die einzige Alternative die ich mir vorstellen kann wäre ein Griff mit eingebautem Lampenhalter. Diese Halter sind auch in Deutschland erlaubt, solange keine Lampe montiert ist. Ich denke, dass zur Selbstverteidigung eine montierte Lampe viel Sinn macht, wo es erlaubt ist. Ein Laservisier halte ich beim TCR für überflüssig.

Die Magazine sind recht einfach, leicht und solide. Da sie keine CO2 Kapseln beinhalten kosten sie nicht viel. Das Kleine fasst 7 Schuss und das Große 12. Die Magazinzubringer rasten unten ein und werden erst beim Einführen in das Griffstück frei gegeben. So stehen die Kugeln nicht unter Druck und verformen sich nicht beim Lagern. Das ist für den taktischen Einsatz sehr wichtig. Das große Magazin kann First Strike Geschosse aufnehmen, das Kleine jedoch nicht.
Man kann an der Waffe mit einem Umrüstkit auch einen sogenannten Hopper anschließen. Also ein Magazinbehälter oben auf der Waffe bei dem sehr viele Geschosse durch die Schwerkraft nach unten zum Lauf fallen.

An Zubehör wird ein Bisschen was mitgeliefert. Die Anleitung ist recht ausführlich. Dann ist eine „Laufsocke“ dabei um die Waffe auf Spielfeldern zu sichern. Dazu eine Putzschnur aus Gummi. Es sind ein paar Dichtungsringe dabei und drei Imbusschlüssel. Dazu noch eine weiße Paste deren Verwendung ich nicht kenne.

Remote Kit und externe CO2 Flasche:

 An die TCR kann sowohl eine CO2 wie auch eine Pressluftflasche angeschossen werden. Bei sehr hohen Schussfolgen ist offenbar CO2 im Nachteil. Wenn man mehr Munition verschießen möchte, ohne gleich die kleine CO2 Kapsel wechseln zu müssen, sollte man sich eine externe Flasche besorgen.

Test:
Ich habe eine Weile gebraucht um den Kapselhalter einzustellen. Dabei sind mir ein paar Kapseln ungenützt leer geworden. Aber nach dem ich die richtige Einstellung gefunden hatte funktionierte das System wunderbar und die Kapseln waren in Sekundenschnelle gewechselt. Eine Kapsel reicht für etwa 25 Schuss. Also die beiden mitgelieferten Magazine plus ein kleines.

Mit den Walther Gummigeschossen hatte ich keine einzige Störung. Nur beim letzten Schuss, wenn die Kapsel leer ist, bleibt ab und zu eine Kugel um Lauf hängen. Man benötigt nur einen dünnen Stab um diese rauszudrücken. Evtl. kann man sie auch einfach raus schießen im taktischen Einsatz.
Die Präzision ist ok. Sie ist nicht berauschend, reicht aber für meine Zwecke vermutlich aus. Auf 10 Meter konnte ich keine Streukreise kleiner als einen Bierdeckel erzeugen. Vermutlich liegt das auch an den Walther Gummigeschossen. Leider gibt es am Markt noch keine Firststrike Gummigeschosse, lediglich „Reballs“. Diese sind aber viel zu leicht um eine Wirkung beim Feind zu erzeugen. In den USA ist die Munition für das FN303 verfügbar. Diese könnte man evtl. importieren. Aber sie kosten auch etwa 3,50 Dollar / Stück. Fraglich ist hierbei aber ob das in den Geschossen enthaltene Bismut irgend welchen rechtlichen Einschränkungen unterliegt? Das Bismut wird in der vorderen Halbkugel vergossen um die Geschosse schwerer zu machen. Im Heck des Geschosses sitzt bei der FN Munition die Wirkladung, also Pfeffer oder Farbe.

Umarex Gummigeschosse und Pepperballs
Umarex Gummigeschosse und Pepperballs

Auf zwei Meter konnte ich problemlos einen 80 Seitigen Katalog durchschießen, was bei 7,5 Joule mit den dicken .68 Geschossen doch recht beeindruckend war. Die Energie ist nicht sonderlich konstant. Das sagt auch der Youtube Tester MakHobby. Der Grund dafür ist , dass die CO2 Kapsel waagrecht liegt und so mehr oder weniger flüssiges CO2 ins System kommt. Wie das mit einer externen Flasche ist kann ich leider nicht sagen.

Hier habe ich drei kurze Videos gemacht. Das Erste zeigt einen Schnellfeuertest, das Zweite einen "Präzisionstest" auf 10 Meter und das Dritte das Einlegen der CO2 Kapseln.

Taktik:
Ich habe an die Seite meine Piexon Pfefferspray Montage befestigt. Hierdurch habe ich eine weitere Handlungsoption, sollten die Rubber-/Pepperballs nicht wirken für kurze Entfernung.


Es wurde im Internet bereits öfter über Paintballwaffen zur SV diskutiert. Meine Meinung dazu ist folgende: 7,5 Joule ist zu wenig um einen Angriff wirkungsvoll zu stoppen. Dazu sollte man sich auch auf keinen Fall falsche Vorstellungen machen. Mit 7,5 Joule passiert es eher, dass der Angreifer erst richtig sauer wird. Aber in manchen Situationen wird man einen Aggressor dabei vertreiben können. Hier zwei Beispiele: Ein Demonstrant wirft Steine auf eine Polizeikette, sollte dieser (auch recht schwache) Gummigeschosse abbekommen verliert der schnell die Lust an seinem Tun. Aber wenn man dagegen einen Einbrecher in eine Ecke gedrängt hat und er an einem Vorbei Richtung Ausgang will wird auch ein 30 Joule Gummigeschoss ihn nicht stoppen. Außer natürlich es trifft ihn in die Genitalien, an der Schläfe usw. wo er sofort außer Gefecht gesetzt wird. Im Internet findet man viele Videos die Test von Gummigeschossen zeigen. Dort ist sogar zu sehen wie einer nach dem Treffer eines 200 Joule starken Flashball noch voll handlungsfähig ist. Aber umgekehrt gibt es genügend Beispiele mit bester Wirkung. Es ist also genau so wie bei allen anderen Waffen. Auch beim Taser und beim Pfefferspray gibt es wirkungslose Einsätze. Auch bei Schusswaffen wird unendlich über die Mannstoppwirkung diskutiert. Also habe ich für mich beschlossen an dem TCR die Piexon Pfefferspraymontage zu befestigen. Sollte ein Angreifer doch näher kommen hat man eine weitere Waffe mit einem Handgriff zur Verfügung. Alles was man aber an die Seiten des TCR montiert machen die Waffe aber unhandlich.

Interessant finde ich vor allem bei den Gedankenspielen, dass man Gummigeschoss und Pepperballs gemischt verschießen kann! Da Pepperballs über 3 Euro / Schuss kosten kann man diese z.B. im Wechsel laden. Oder nur jeden dritten Schuss Pfeffer laden, ähnlich den Leuchtspur beim MG. Mir ist auch in Internetvideos aufgefallen, dass die ersten Pepperball Treffer oft nicht platzen. Ich vermute, dass es daran liegt, dass die Kleidung des Angreifers erst an den Körper gedrückt werden muss und erst dann das Ziel hart genug ist. Durch den hohen Preis der Pepperballs kann ich leider keine Versuche dazu machen. Ich muss auch noch raus finden wie schwer die Pepperballs sind um zu sehen ob diese die gleiche Flugbahn haben. Wenn ich ein mal einige Powderballs habe werde ich ein paar Versuche machen.

Rubberballs sollen hauptsächlich eine Art Schlagwirkung erzielen. Das Eindringen in oder das Aufplatzen der Haut soll vermieden werden. Wenn man die maximale Wirkung erzielen will sollte man Bonebreaker oder Glasbreaker Kugeln verwenden. Diese sind schwer und Hart. Aber wenn man diese mit 30 Joule auf die Schläfe oder den Hals schießt kann dies schnell tödlich wirken! Metallkugeln haben wohl in der Praxis keinen Sinn und funktionieren schlecht in Paintball Waffen.

Man sollte sich gut überlegen, ob man Pepperballs im Haus verwenden will! Denn das Zeug schwebt in der Luft und muss irgend wann wieder weg geputzt werden!

Eine weitere Möglichkeit ist als letzten Schuss eine Paintball in das Magazin zu laden, damit man gleich sieht wann es leer ist und rechtzeitig das Magazin wechseln kann. Das würde ich aber nur bei großen Magazinen machen um nicht zu viel Magazinkapazität zu vergeuden.

Wenn es die jeweiligen Gesetze zulassen kann man unterschiedlichste Teile anbauen um die Nutzungsoptionen zu erweitern. Man könnte vom Taser bis zum Pfefferspray alles mögliche dran bauen. Evtl. könnte es in Deutschland Sinn machen den JPX Jet Protector daran zu montieren.

Zum trainieren bekommt man auch Powderballs, die wesentlich günstiger sind als Pepperballs und diesen ballistisch entsprechen. Sie kosten nur etwa 50c / Schuss.

Heimverteidigung:

Die TCR ist eine frei verkäufliche Waffe. Sie muss lediglich vor Minderjährigen sicher weg geschlossen sein. Man kann sie also relativ griffbereit im Haus lagern. Ich würde sie entweder im Schlafzimmer oder an der Garderobe Lagern. Da CO2 Waffen keine Munition i.S.d. WaffG haben darf sie geladen gelagert werden! Die Magazine würde ich geladen neben die Waffe legen, damit die Geschosse nicht unter dem Druck der Magazinfeder stehen. Die CO2 Kapsel kann in die Waffe eingelegt sein ohne dass das System unter Druck steht. Oder sie nur halb in den Magazinschacht schieben, so dass der Zubringer noch nicht freigegeben ist. Man muss also zum Einsatz nur das Magazin einführen und den Abzug ein mal Betätigen.

Wenn man den Vordergriff etwas weiter nach hinten setzt kann man den Griff als Halter für eine Ersatz CO2 Kapsel verwenden. Der Abzugsbügel verhindert dabei, dass sie raus fällt.


Daten zur Energie und Wirkung von Gummigeschossen:

Rippenbruch ab 28-156 Joule
Sonstige Knochenbrüche ab etwa 120 Joule
Leberriß ab etwa 100 Joule


44mm Flash Ball: Geschossgewicht 30gr, E0: 198 Joule, E50: 69 Joule

35mm Manhurin Punch: Geschossgewicht 21gr, E0: 187 Joule, E50: 73 Joule

Kal. 12 Gummigeschoss 1. Sorte: Geschossgewicht 4,6gr, E0: 240 Joule E50: 49 Joule

Kal. 12 Gummigeschoss 2. Sorte: Geschossgewicht 5,8gr, E0: 42 Joule, E50: 15 Joule

FN 303 Gewehr: Geschossgewicht 8,5gr., E0: 33 Joule
FN 303 P Pistole: E0 25 Joule

Schweizer Gummischrot aus dem Mehrzweckwerfer werden mit etwa 60m/s verschossen und jedes Geschoss wiegt jeweils 10 Gramm. Bei jedem Schuss werden 35 Geschosse abgeschossen. Nach 20 Metern haben sie jeweils noch etwa 10 Joule.

Waffen der Firma Pepperball haben für Glasbreaker und Pepperball Kugeln etwa 16 Joule ab Werk

FN Bismut .68 Geschoss: 8,5gr
Rubberball .68: 3,8 - 4 gr
Glasbreaker .68: 5,8 gr
Reball Übungsgeschosse: 3gr
Plastikgeschosse: 3 gr
Paintball: 2-3 gr

 

Die 40mm Bundeswehr "Impulspatrone" 85m/s schafft bei 70 g Geschossgewicht. Das macht eine V0 von 252 Joule

Das soll einen groben Überblick über die mögliche Wirkung dieser Waffen zeigen und dabei helfen Internetvideos einzuordnen bei denen Gummigeschosse verschossen werden. Es zeigt aber auch, dass Behörden erfolgreich Waffen einsetzen deren Energie mit der TCR vergleichbar ist.
 

Fazit:
Derzeit ist jeder Wehrwillige auf der Suche nach wirkungvollen Waffen um sich und seine Liebsten zu schützen. Uns sind viele effektive Möglichkeiten durch das Waffengesetz genommen. Aber die paar nützlichen verbliebenen Möglichkeiten muss man kennen um die für einen persönlich besten Taktiken und Waffen raus zu suchen.

Ich bin von meiner TCR voll überzeugt und begeistert. Die Waffe ist hochwertig und einwandfrei. Das System ist durchdacht. Durch ein Umrüsten kann man die Waffe auf unterschiedlichste Bedürfnisse anpassen. Ich denke auch dass sich das TCR gut zur Heimverteidigung eignet.

Das EX 010 Visier.
Das EX 010 Visier.
Tipmann TCR mit EoTech Klon
Tipmann TCR mit EoTech Klon
Das Visier war derart verspiegelt, dass man kaum durschauen konnte. Es war einfach richtig schlecht und war von Anfang an sogar defekt.
Das Visier war derart verspiegelt, dass man kaum durschauen konnte. Es war einfach richtig schlecht und war von Anfang an sogar defekt.
Tippmann TCR mit Pfefferspray montiert. Mehr zu dem Pfefferspray findet Ihr HIER.
Tippmann TCR mit Pfefferspray montiert. Mehr zu dem Pfefferspray findet Ihr HIER.
Tippmann TCR mit Zweibein. Das macht natürlich keinen Sinn, aber man muss es ja mal ausprobieren ;-)
Tippmann TCR mit Zweibein. Das macht natürlich keinen Sinn, aber man muss es ja mal ausprobieren ;-)

Nachtrag Nov. 2017:

Ich wurde gefragt welche Waffe ich zur Selbstverteidigung sinnvoller finde, das Walther SG68 oder die Tippmann TCR. Ich würde niemals das Walther SG68 kaufen wenn ich statt dessen einen Halbautomaten haben kann. Das TCR ist in jeder Hinsicht sinnvoller. Gerade der Einsatz von Pepper- Rubberballs benötigt unbedingt eine schnelle Schussfolge.

 

Nachtrag vom 15.03.2018:

Aufgrund des großen Interesses an meinem TCR Bericht und da die Selbstverteidigung mit Gummi- und Pfeffergeschossen aus CO2 Waffen in Deutschland eine immer weitere Verbreitung findet ergänze ich das hier um einige anschauliche Videos.

 

Beachtet bitte auch das was ich nun zum Umarex HDR50 Revolver geschrieben habe.

Hier seht Ihr einen SEK Beamten mit einer Waffe von der Firma Pepperball:

HIER ist noch ein Video von einer sehr guten Wirkung von Pepperballs.

 

Und hier seht Ihr noch das Werbevideo für das FN 303 und 303 P:

Hier seht Ihr bei min. 8:30 einen Kopftreffer mit Pepperballs. Vermutlich also mit etwa 16 Joule. Er kippt einfach um. Man muss aber hierbei bedenken, dass dieser Schuss lebensgefährtlich und falsch war! Mit Pepperballs wird auf die Brust geschossen. 

Weil es hier grade etwas her passt. Auf diesem Video seht Ihr die meisten von der Israelischen Grenzpolizei verwendeten Less Lethal Waffen. Der dicke Becher an der Mündung bei min 1:55 ist zum verschießen von Tränengashandgranaten mit Kipphebelzünder. Das M16 mit dem langen Lauf bei min 2:40 ist zum Verschießen von gummiummantelten Stahlkugeln. Der ganz rechts im Bild bei min 2:30 trägt ein .22 lfb Halbautomat mit Zweibein und ZF um Steinewerfern in die Beine zu schießen. 

Hier seht ihr einen SEK Beamten mit einem Gewehr von Pepperball.

Quelle: https://de.indymedia.org/2011/02/300903.shtml

Die hier erhältlichen leichten "First Strike Reballs" können im Gewicht verstärkt werden:

Bitte beachtet auch meinen neuen Bericht über die Tiberius T8.1.