Ich lade meinen Bericht über die First Strike FSC Pistole, den Airsoft GL-06 und APS Smart Launcher nun hoch. Ich wollte eigentlich noch ein paar Schusstests bzgl. der Prazision und der Wirkung von Powderballs machen. Aber vor allem zum Schießen mit den Powderballs werde ich in nächster Zeit keine Gelegenheit haben. Was mir noch fehlt ist ein Test ob die Powerderballs auf eine Entfernung von etwa 25m auch platzen, wenn ich 4 davon aus der Madbull Airsoft Granate verschieße. Das tut mir daher leid, dass der Bericht etwas unvollständig ist.

First Strike FSC Paintballpistole zur Selbstverteidigung

Die First Strike FSC Pistole ist aktuell vermutlich die beste Paintballwaffe zur Selbstverteidigung, neben dem Tippmann TCR.
Die First Strike FSC Pistole ist aktuell vermutlich die beste Paintballwaffe zur Selbstverteidigung, neben dem Tippmann TCR.
Größenvergleich der alten Tiberius T8.1 und der neuen First Strike FSC Paintballpistolen.
Größenvergleich der alten Tiberius T8.1 und der neuen First Strike FSC Paintballpistolen.

Ich habe sehr viele Zuschriften von Euch bekommen, weil Ihr ein großes Interesse an der Tiberius T8.1 habt und diese kaufen wolltet. Doch der Markt wurde leer gekauft und die Produktion der Pistole wurde eingestellt. Aufgrund des hohen Preises und meiner vorhandenen T8.1 habe ich die First Strike FSC Pistole (der Nachfolger der T8.1) einige Zeit nicht beachtet. Aber durch Eure vielen Zuschriften rückte sie auch in meinen Fokus. Gestört hat mich an Ihr auch immer, dass sie statt der überall erhältlichen 12g CO2 Kapseln nur die recht seltenen 8g Kapseln verwendet.

Für mich rückte nebenbei bemerkt auch die Tiberius T15 in den Fokus. Es ist ein sehr hochwertiges Paintballgewehr für das es sehr interessantes Zubehör gibt. Es ist quasi der Nachfolger des Tiberius T4.1, das leider nicht mehr in Deutschland am Markt verfügbar ist. Es wird nur noch von Pepperballs als VKS verkauft und wurde erst vor Kurzem von der US Army beschafft. Aber man kann ja nicht alles haben, und daher hab ich mir erst mal nur die FSC gekauft. Die First Strike FSC Pistole ist übrigens die zivile Version der Pepperball TCP die auch bei Behörden verwendet wird.

 

Die FSC ist als verbesserte und modernisierte Version der T8.1 zu sehen. Sie verfügt nun über eine Drucknopfsicherung und ist wesentlich kleiner als die T8.1. Ihre Magazine sind nun aus Kunststoff, nehmen nur noch 6 Kugeln auf und verwenden, wie gesagt, nur noch die 8g Kapseln. Aber ehrlich gesagt machen die Kunststoffmagazine sogar einen hochwertigeren Eindruck als die Alumagazine der T8.1. Natürlich nehmen auch sie First Strike Geschosse auf.

 

Meine FSC hab ich mir gebraucht für etwa 300 Euro gekauft. Neu kostet sie etwa 370 Euro. Dabei ist eine Pappschachtel, ein zweites Magazin, extra Federn für First Strike Geschosse (Flossen stabilisierte Geschosse), Dichtungen, Imbusschlüssel und eine Laufsocke.

 

Negativ fiel mir auf, dass man zum Drücken des Magazinlöseknopfes sehr weit mit dem Daumen nach vorne greifen muss. Ich entriegel bei der FSC das Magazin lieber mit dem Daumen der Nichtschusshand.

Und zum Sichern der Pistole braucht man auch die Nichtschusshand. Die Weaverschiene unter dem Lauf ist auch sehr kurz, einiges Zubehör wird dort überhaupt nicht dran passen. Das originale Kydex Holster zu der FSC hab ich mir zunächst nicht bestellt und musste dann feststellen, dass die FSC in kaum ein universalholster passt. Wer die Pistole also am Gürtel tragen möchte wird kaum um dieses Holster rum kommen, was etwa 45 Euro kostet.

 

 

Größenvergleich zwischen der H&K SFP9-SK und der First Strike FSC Pistole.
Größenvergleich zwischen der H&K SFP9-SK und der First Strike FSC Pistole.

Das Zerlegen:

Wie bei den meisten Paintballwaffen, ist auch die FSC dafür ausgelegt vom Nutzer sehr weit zerlegt und gewartet zu werden. Dafür sind in der Anleitung detailierte Expolsionszeichnungen und der Waffe liegen einige Ersatzdichtungen bei. Die Reguliereinheit mit Abzugsmechanik hab ich bisher nicht zerlegt, aber der Rest ging recht gut. Ausführliche Videos dazu findet Ihr HIER. Ich selber hatte hierbei nur ein Problem, denn beim Zusammenbau muss darauf geachtet werden, dass der vordere Teil vom Verschluss (Bolt) einige mm weit nach vorne geschoben wird. Nur so kann der Abzugsmachanismus dort greifen. Als ich das zuerst nicht beachtet hatte funktionierte die Pistole nicht mehr.

Die zerlegte Lauf, Verschluss und Abzugsmechanik der First Strike FSC Pistole.
Die zerlegte Lauf, Verschluss und Abzugsmechanik der First Strike FSC Pistole.

Schießen mit der FSC Pistole:

Beim Einführen vom Magazin wird der Zubringer frei gegeben, das Magazin rastet ein und das Ventil wird geöffnet. Durch diesen recht komplexen Aufbau muss man hierbei mit Gefühl vorgehen und sollte das Magazin nicht blindlings in die Pistole rammen.

 

Führt kein leeres Magazin mit unten arretiertem Zubringer in die Pistole ein, denn dann schlagen zwei kleine Teile sehr stark oben an, das wird das Magazin nicht lange verkraften.

 

Durch die "gestutzten" Abmessungen der FSC wirkt der Abzugsbügel etwas klein geraten. Evtl. kann das bei großen Händen und getragenen Handschuhen zu Problemen führen. Ich hatte damit aber keine Probleme.

 

Ich habe zuerst mit 3g schweren Gummigeschossen geschossen und mit einer 8g CO2 Kapsel. Dann hab ich die V0 mit der von 8g Lachgas Kapseln verglichen. Die Energie schwankte hierbei recht stark. Die Gasumsatzmengen in der Waffe sind viel größer als bei anderen Waffen und sie ist eben auch dafür gemacht. Das merkt man z.B. auch beim Entnehmen eines unter Druck stehnden Magazins, wo wesentlich mehr Druck entweicht als bei anderen Waffen. Beim Entnehmen von einem vollen Magazin bleiben immer 1-2 Kugeln im Magazinschacht oder im Lauf zurück, was wirklich lästig ist, aber eigentlich bei allen Paintballwaffen mit Magazin so ist. Nur die First Strike T15 hat dieses Problem nicht. Das Schießen ist auch so laut, dass es indoor ziemlich unangenehm für die Ohren ist. Ich habe die FSC mit Gehörschutz geschossen.

 

Bei meinem Versuch war Lachgas also in keiner Weise schwächer als CO2. Meine CO2 Kapseln waren übrigens auch alle für Sahnespender hergestellt und sie waren nicht aus dem Waffenbedarf. Man kann die Kapseln also durchaus aus unterschiedlichen Quellen beziehen.

      

Einbau des langen Tiberius T8.1 Laufes und verwendung des Magazins für 12g Kapseln:

 

Die T8.1 Magazine passen in die FSC. Aber der Magazinzubringer entriegelt nicht beim Einführen und muss mit der Nichtschusshand extra gelöst werden. An sonsten können sie problemlos verwerndet werden. Auch der lange Lauf kann eingebaut werden. Mehr Energie lieferte er aber nicht. Über die Präzision kann ich bisher noch nicht viel sagen.

 

 

Mein billiger Airsoft Chrony ging mehr schlecht als Recht für die dicken .68er Gummikugeln. Viele stießen innen an.
Mein billiger Airsoft Chrony ging mehr schlecht als Recht für die dicken .68er Gummikugeln. Viele stießen innen an.

Die Zuverlässigkeit:

 

Ich würde Euch hier ja eigentlich gerne erzählen, dass die FSC die ultimative Selbstverteidigungswaffe ist auf dem Markt der frei verkäuflichen Waffen. Dem ist aber nicht so. Denn nicht nur meine, sondern auch eine andere FSC von einem Leser hat einige Probleme mit der Zuverlässigkeit. Es passierte, dass das CO2 einfach abbläst und auch, dass beim Abziehen überhaupt nichts passierte. Diese Probleme ließen sich bei mir meist durch ein leichtes Verstellen der V0 Schraube oder einem Zerlegen, Fetten und Zusammensetzen beheben. Auch die Tiberius T8.1 hat bei einigen Lesern Hemmungen gehabt. Die einzige Paintballwaffe bei der ich kaum etwas von Problemen mitbekommen habe ist das Tippmann TCR. Bedenkt bitte, dass ich Euch so etwas nur erzählen kann weil ich keinerlei Werbung mache und mir nichts von Firmen schenken lasse!

 

 

Die Energie:

 

Die FSC ist technisch sehr nahe mit der T8.1 verwand. Und daher kann man auch an Ihr die Geschossgeschwindigkeit einfach an einer Schraube verstellen. Diese Möglichkeit haben fast alle Paintballwaffen, um sie an die Gegebenheiten und Regeln des jeweiligen Spielfeldes einzustellen. Aber da die FSC auch für den Behördeneinsatz verwendet wird leistet sie mehr als die üblichen Paintballwaffen. Ich habe bei meiner Pistole überhaupt nichts an der Energie verstellt. Ich weiß von Lesern aus Österreich, dass die Pistole ohne den Einbau von "Exportteilen" etwa 30 Joule erreichen kann. Also ziemlich die selbe Leistung die auch eine Tiberius T8.1 bringt. Bei dieser Leistung soll eine 8g CO2 Kapsel genau für eine Magazinfüllung reichen. Und wie schon bei der Tiberius T8.1 und dem Tippmann TCR sage ich es hier noch mal ausdrücklich: Das Verstellen der Energie über 7,5 Joule ist in Deutschland eine Straftat!

Das ist die PTB Zulassungliste in der die First Strike FSC mehrfach zu finden ist. Sie wurde sogar als Pepperball TCP für den deutschen Markt zugelassen (nicht auf dem Foto zu sehen).
Das ist die PTB Zulassungliste in der die First Strike FSC mehrfach zu finden ist. Sie wurde sogar als Pepperball TCP für den deutschen Markt zugelassen (nicht auf dem Foto zu sehen).

APS Smart Shot Mini Launcher für Pepperballs

Der APS Smart Mini Lauchner eignet sich für mehrere 6mm BBs oder für ein .68er Geschoss, wie z.B. Pepperballs.
Der APS Smart Mini Lauchner eignet sich für mehrere 6mm BBs oder für ein .68er Geschoss, wie z.B. Pepperballs.

Ich stellte mir die Frage ob man eine Waffe mit Weaverschiene durch einen Airsoftwerfer, der mit Pepperballs oder Gummigeschossen geladen ist, in ihrem Nutzungspotential erweitern kann. Beispielsweise hätte man so mit einem Glock-Roni die zusätzliche Möglichkeit Gummigeschosse zu verschießen um eine weitere Eskalationsstufe in seine Handlungsoptionen einzuplanen. Man könnte so auch einen zusätzlichen Pepperball Schuss mit seinem JPX verschießen um bereits auf größere Entfernung als auf 7-8 Meter zu wirken. Der Werfer lässt sich auch eigenständig, ohne Primärwaffe, verwenden.

 

Die Airsoft-Werfer sind rechtlich gesehen idR. keine Waffen, da sich alle relevanten Teile in den Patronen oder Granaten befinden. Aus diesem Grund sind auch immer die Patronen mit einem "F" im Fünfeck versehen. Sie sind so Luftdruckwaffen gleichgestellt. Sie dürfen max. 7,5 Joule entwickeln und man benötigt zum Führen einen richtigen Waffenschein.

 

Es gibt sehr viele Airsoft-Werfer am Markt. Aber mich haben nur die Modelle interessiert mit denen man .68er Geschosse verschießen kann. Durch den einfachen Aufbau erschien mir der APS Smart Launcher ideal. Er hat mich im Set mit 2 Patronen, CO2 Charger usw. 89 Euro beim RAM-Shop gekostet.

 

Die Handhabung ist recht einfach. Mit dem Charger wird von oben am Ventil CO2 in die Patrone eingefüllt. Sollte eine Kugel zu locker in der Patrone sitzen kann man ein Streifen Tesa drüber kleben. Wenn man den Abzugshebel nach hinten zieht klappt der Werfer zum Laden auf. Wenn man den Hebel nach vorne drückt löst sich der Schuss. Es gibt auch einen Sicherungshebel, den man nach unten, über den Abzug, schieben kann. Dieser ist aber in der Handhabung relativ umbequem.

 

Negativ fiel mir auf, dass man den Werfer an vielen Waffen nicht montieren kann. Die Arretierung der Weavermontage ist zu weit vorne.

 

 

Für die Verwendung aller Airsoft "Granatwerfer" muss man zunächst wissen, dass unterschiedliche Gase verwendet werden können und diese unterschiedliche Leistung bringt. Meist wird Airsoftgas verwendet (eine Mischung aus Butan und Propan), wovon es unterschiedlich starke Gase gibt. Am stärksten ist CO2. Aber für CO2 muss die jeweilige Kombination geeignet sein. Die APS Patronen sind für den Einsatz von CO2 vorgesehen und geeignet. 

 

Leider waren meine Patronen nicht mal ansatzweise zur Selbstverteidigung geeignet. Ich erreichte ausschließlich E0 Werte von unter 1,5 Joule. Teilweise waren sie erheblich darunter und lieferten nur etwa 0,4 Joule.

 

Mir wurde vom Verkäufer versichert, dass der APS Laucher Paintballs auf 25m verschießen kann. Daher vermute ich, dass ich ein "Montagsmodell" erwischt habe. Bedenkt auch, dass die Patronen extra für den deutschen Markt umgebaut wurden und das Gasvolumen in den Patronen durch ein dickwandiges Reduzierstück verkleinert wurde. Daher gehe ich davon aus, dass es prinzipiell durchaus möglich ist knapp unter die erlaubten 7,5 Joule zu kommen, was sich vermutlich für den Einsatz von Pepperballs eignen würden. Der Hersteller gibt die V0 der Patronen (für den ausländischen Markt) mit 300fps an, das entspricht etwa 15 Joule!

Die Patronen für den Goblin Werfer sollen auch in den APS Werfer passen. Gekauft habe ich sie mir aber nicht.

 

Für die Leser in Österreich sei noch angemerkt, dass es "Export tuning Hülsen" für die APS Patronen gibt. Diese erweitern den Gasinnenraum und dürfen in Deutschland nicht eingebaut werden, das wäre eine Straftat.

APS Smart Mini Launcher für Gummigeschosse und Pepperballs am JPX montiert. (Die Montage rastet nicht vollständig ein, da die Schiene am JPX ein paar mm zu kurz ist).
APS Smart Mini Launcher für Gummigeschosse und Pepperballs am JPX montiert. (Die Montage rastet nicht vollständig ein, da die Schiene am JPX ein paar mm zu kurz ist).
Das "F" im Fünfeck muss bei Airsoft Granatwerfern immer auf der Hülse aufgebracht werden, denn diese sind rechtlich die Schusswaffen. Die Werfer benötigen idR. kein F.
Das "F" im Fünfeck muss bei Airsoft Granatwerfern immer auf der Hülse aufgebracht werden, denn diese sind rechtlich die Schusswaffen. Die Werfer benötigen idR. kein F.

Mein Fazit zum APS-Werfer:

 

Ich denke dass er einige interessante Gedankenansätze liefert. Ob er sich auch wirklich zur Selbstverteidigung eignet kann ich bisher nicht sagen. Dafür müsste ich erst einige Präzisions- und Wirkungstests mit Powderballs machen. Aber dazu komme ich aktuell leider nicht.

Unpraktisch ist aber auf alle Fälle, dass man die Patronen für einen Notfall unter Druck lagern müsste.

Brügger & Thomet GL-06 Airsoft Granatwerfer für Pepperballs zur Selbstverteidigung

Brügger & Thomet Airsoft Granatwerfer mit der ASG und Madbull XM-PB4 40mm Granate für Gummigeschosse oder Pepperballs.
Brügger & Thomet Airsoft Granatwerfer mit der ASG und Madbull XM-PB4 40mm Granate für Gummigeschosse oder Pepperballs.

Airsoft Granatwerfer dienen normalerweise nur einem Zweck, sie werden mit 6mm BBs gefüllt und sollen einen gewaltigen Regen davon bei den Spielen auf die Gegner schleudern. Aber einige Granaten eignen sich auch für das Verschießen von .68er Geschossen. Ich sehe das Potential der Granaten weniger im Verschießen von Gummigeschossen, sondern mehr darin mit ihnen mehrere Pepperballs gleichzeitig ins Ziel zu bringen.

 

Ich habe mir mit dem Granatwerfer zusammen die ASG Granate bestellt. Diese war eigentlich ein Fehlkauf. Sie war von Anfang an undicht und sie nimmt mit Kappe nur 2 .68er Geschosse auf. Ohne Schutzkappe und mit einem Streifen Tesafilm kann sie drei Kugeln fassen. Sie erreichte mit 3,6g leichten Gummigeschossen und üblichem Airsoftgas eine Energie von 3,5 Joule. Da die Granate so kurz ist fehlt ihr auch die Wirkung eines Laufes, was die Präzision und V0 negativ beeinflusst.

 

Ich habe mich einige Tage später im Internet informiert und bin auf die Madbull Granate gestoßen. Kotte & Zeller, wo die Madbull Granate zu bekommen ist, gibt die Energie mit 5,5 Joule für jeweils alle der 4 Geschosse an. Damit war die Madbull MX-PB4 Granate die stärkste die ich am Markt gefunden habe. Die Granate ist wirklich stark und es war überhaupt kein Problem mit Airsoftgas die angegeben 5,5 Joule zu erreichen. Sie lieferte sogar erheblich höhere Werte.

Die Madbull Granate soll auch für das stärkere CO2 geeignet sein. Da mein CO2 Charger aber undicht geworden ist konnte ich das gerade nicht mehr testen. Manche Werfer haben aber etwas Probleme mit CO2, weil sie nicht stark genug sind den Auslöser einzudrücken. Die Granate funktioniert ohne Schutzkappe, da an der Mündung zwei Metallbügel die Kugeln drinnen halten.

 

Die Airsoft Granaten sind relativ leicht für die Wartung zerlegbar. Aber das würde ich wirklich nur machen wenn es nötig ist. Denn dabei verliert man sehr leicht ein paar kleine Kugeln aus der Mechanik. Ich selber musste ziemlich lange unter dem Schreibtisch rum kriechen um die Kugeln wieder zu finden...

Auf dem GL-06 Granatwerfer ist ein "F" im Fünfeck aufgebracht und das kaliber 6mm BB. Genau genommen ist der Werfer überhaupt keine "Waffe" im rechtlichen Sinne. Das F wird von den Herstellern aber vorsichtshalber aufgebracht um die Verwendung klar zu zeigen. Das wird auch so bei Luftdruck Schalldämpfern gemacht. 

 

Der Klappschaft funktioniert wie beim G36 ziemlich gut und wackelt nicht. Der Lauf wird durch einen Druck auf den großen Hebel vorne am Abzugsbügel hoch geklappt. Teilweise funktioniert das bei meinem nur wenn der Werfer auf die rechte Seite gekippt wird. Das Rohr ist aus Metall, der Rest aus hochwertigem Kunststoff.

 

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Abzugsverhalten. Denn der ca. 8mm breite "Schlagbolzen" ist, wie bei allen Airsoft Granatwerfern nicht unter Federspannung. Die Kraft vom Abzugsfinger wird direkt auf den Schlagbolzen übertragen und man drückt mit dem Abzug quasi den Auslöser ein. Daher ist es auch nicht möglich etwas Anderes als Airsoft Granaten mit diesem Werfern abzuschießen.

So sieht der Lauf innen im Granatwerfer aus. Der Echte hat Züge und Felder und ist daher sehr Präzise.

Eigentlich machen nur lange Granaten Sinn, denn nur diese haben die Wirkung eines Laufes.

Die Granaten können auch alle ohne Werfer, durch Eindrücken des "Zündhütches", abgefeuert werden.

Hier seht Ihr die Hülsenböden der 40mm Granaten. Rechts sind die Ventile über die Airsoftgas oder bei der Madbull Granate auch CO2 eingefüllt werden kann.

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Frankreich will ich Euch nicht vorenthalten, dass der B&T GL-06 Werfer dort als "LBD-40" von der Polizei verwendet wird. Er wird in sehr großen Umfang eingesetzt um sich vor der Gewalt der sogenannten "Gelbwesten" zu schützen. Er soll die nicht so leistungsfähigen "Flash-Ball" Waffen ergänzen / ersetzen. Er hat durch seinen gezogenen Lauf eine sehr hohe Prazision für einen 40mm Werfer. Im eigen ist, dass er keine militärischen Granaten verschießen kann, sondern nur spezielle Polizeimunition mit einem geringeren Gasdruck.