Selbstverteidigung

Walther PPS mit Fenix LD-22 Taschenlampe meines Off-Duty EDC. Den Meisten ist so eine Waffe aber zur SV nicht zugänglich.
Walther PPS mit Fenix LD-22 Taschenlampe meines Off-Duty EDC. Den Meisten ist so eine Waffe aber zur SV nicht zugänglich.

Beachtet bzgl. Selbstverteidigung auch meine Beiträge bei "Polizeiausrüstung". Da findet ihr einiges über Pfefferspray, Schlagstöcke und Tactical Pens (Kubotane). Mittlerweile habe ich auch etwas über Taser, Messer und Taschenlampen geschrieben. Und natürlich auch alles bei "freie Selbstverteidungswaffen".

 

Die beste Waffe zur SV ist in unserem Land das Pfefferspray!  Es ist billig, zuverlässig, unterliegt als "Tierabwehrspray" nicht den Regularien des WaffG, ist gesellschaftlich anerkannt, lässt sich leicht verbergen, verursacht keine Verletzungen und die meisten Polizisten und Richter bringen Verständnis für dessen Einsatz auf. Ergänzen kann man das Pfeffer mit einer Taschenlampe, mit der man auch Zuschlagen kann. Pfeffer gehört in die linke und die Schlagwaffe in die rechte Hand.

 

 

Solltet Ihr euch Gedanken über eure Sicherheit machen werdet ihr kaum um eine Bewaffnung herum kommen. Karate und co. sind zwar eine gute Sache um Selbstvertrauen zu gewinnen, aber es sind Sportarten die auf der Straße nicht viel bringen. Und auch wer meint, dass er so was wie WT oder "Streetfight" betreibt wird bei einem echten Konflikt auf der Straße schnell merken, dass Taktik, Umsicht und eine Bewaffnung wesentlich wichtiger sind. Und besonders wichtig ist die Bereitschaft einen Angreifer auch ernsthaft zu Verletzen und der Wille kein Opfer zu werden.

 

 

Ich muss bis heute oft an sie denken. Sie wurde von einem maskierten Mann ins Gebüsch gezerrt und er wollte sie vergewaltigen. Aber sie kämpfte! Und zwar so lange bis er flüchtete. Sie zitterte aber sie trug ihren Kopf aufrecht, denn sie wurde kein Opfer an diesem Tag!

 

HIER gehts zu: Selbstverteidigung für Anfänger.

Die Fehler die Viele machen

Viele wollen sich schützen und bewaffnen. Sie tragen dann ein Messer, weil es eine tödliche Waffe ist die sie tragen dürfen. Und sie tragen eine Schreckschusspistole, weil sie am meisten das Gefühl einer Bewaffnung gibt. Aber bedenkt die gravierenden Folgen bei einem Einsatz im Notwehrfall! Stellt Euch nicht nur vor wie Ihr Euch wehrt, überlegt vielmehr auch was danach passiert und ob Ihr das dann überhaupt wollt.

 

Seit schlau: Tragt lieber ein Pfefferspray und eine erlaubte Schlagwaffe mit Euch!

 

Selbstverteidung besteht eher aus kluger Taktik und weniger aus lange trainierten SV Techniken

Ich bin mir sicher Ihr habt schon mal den Spruch "Lieber von 12 gerichtet als von 6 getragen" gehört. Natürlich hat diese "Volksweisheit" einen wahren Kern. Aber wenn ich mit dieser Einstellung durch das Leben gehen würde wäre ich schon lange im Gefängnis. Zur Vorbereitung auf Selbstverteidigungssituationen (mental, SV-Training, Bewaffnung usw.) muss man klug vorgehen. Denn erst wenn wenn man sich erfolgreich verteidigt und gleichzeitig keine rechtlichen Probleme bekommt hat war man wirklich erfolgreich. Dazu will ich auf das verweisen, was ich beim Thema Messerkampf erzählt habe. Ich wurde angegriffen und wehrte mich mit Pfefferspray (mehrfach). Ich ging als Sieger nach Hause, und zwar ohne Anzeige! Hätte ich eine andere Waffe bei mit getragen (und dann natürlich auch verwendet) wäre das garantiert das ein oder andere Mal anders ausgegangen.

 

Auch das Aussageverhalten von Zeugen wird oft unterschätzt. Stellt Euch mal vor Ihr werdet von einem Messerträger ausgeraubt und ihr schießt ihm mit einer Gaspistole ins Gesicht. Wenn Passanten erst auf durch die Schüsse auf die Situation aufmerksam werden seit Ihr in keiner guten Position. Aber wenn Ihr vorher so laut ruft, dass es alle Passanten hören, "Legen Sie das Messer weg", "Lassen Sie mich in Ruhe" oder "Er hat ein Messer" usw. werden die Passanten später mit großer Wahrscheinlichkeit für Euch aussagen. Denn erst so haben sie schon vor der Eskalation gehört wer der Gute und wer der Böse ist. Man kann auch frühzeitig den Notruf wählen und so laut sprechen, dass am Notruf gleich klar ist was passiert und dass der Anrufer der "Gute" ist.

 

Man muss alles daran setzen die Zeugen auf die eigene Seite zu bringen.

 

Über das Aussageverhalten von Zeugen wird sogar geforscht und Außenstehende werden es nicht für möglich halten was Zeugen aussagen. Jeder der schon mal in einer Notsituation gewesen ist wird es evtl. wissen dass man sich an viele Details überhaupt nicht mehr erinnert. Aber Zeugen beschwören teilweise (ohne böse Absicht), dass der mit dem blauen Pullover zuerst zugeschlagen hat, obwohl es genau anders herum war. Diese falschen Erinnerungen sind auch ein Grund warum oft Verschwörungstheorien über Amokläufe usw. entstehen. 

 

Wir waren mal zu zweit in einer Junkie Wohnung und mussten eine Person in Gewahrsam nehmen. Er kooperierte nicht und es drohte die Eskalation, gleichzeitig hielt er seine Heroinspritze in der Hand und war völlig zugedröhnt. Und glaubt mir, zu zweit führt man keine Festnahme mit Zwang durch! Denn dann würde man nicht gesund nach Hause kommen. Er sollte auch nicht mitbekommen, dass wir Unterstützung anfordern. Also drückte ich während unserem Gespräch unbemerkt die Sendetaste am Funkgerät und forderte ihn erneut auf zu kooperieren und die Spritze weg zu legen. Die Kollegen hörten dies und sind logischerweise schnell zu uns gefahren.

 

Bild links: Das ist Sport und hat nix mit Kämpfen zu tun.

(Quelle: Buch "KGB Alpha Team Training Manual)

 

In den meisten guten SV Trainings wird nicht mehr gelehrt dass man bei der Kampfstellung die Fäuste geballt hat. Denn dies wirkt auf Zeugen aggressiv und es besteht die Gefahr, dass man als "Täter" angesehen wird. Man muss unbedingt beide Hände offen vor sich halten mit den Handflächen nach unten. Das wirkt sehr defensiv und man kann notfalls genau so schnell zuschlagen wie mit geballten Fäusten. 

Quelle: https://wingtsunwelt.com/was-ist-blitzdefence

 

Genau so, und nicht anders, sieht eine Kampfstellung in der Selbstverteidigung aus!

 

 

Gleichzeitig muss man dem Angreifer laut und deutlich sagen was man von ihm will. Ein "Lassen Sie mich in Ruhe" ist wesentlich besser als das immer und überall propagierte "Stop". Denn ob potentielle Zeugen und Helfer, die evtl. um die Ecke stehen, die Situation begreifen und helfen wenn sie nur ein "Stop" hören wage ich zu bezweifeln.

Das "Stop" ist nur sinnoll für Menschen die in eine Art Schockstarre verfallen und anders nicht in der Lage wären zu handeln. Diesen Menschen sollte das "Stop" eingedrillt werden, damit sie notfalls handlungsfähig bleiben.

 

Eine Anzeige wegen Körperverletzung verursacht oft eine Gegenanzeige

Stellt Euch mal vor auf der Autobahn habt ihr einen Drängler hinter Euch. Wenig später geht Ihr zur Polizei und zeigt ihn wegen Nötigung an. In 95% dieser Fälle wird der Drängler Euch nun ebenfalls anzeige. Z.B. wegen Beleidung oder ebenfalls Nötigung oder so. Die Polizei ermittelt, schreibt alles zusammen und schickt es zum Staatsanwalt. Dieser bekommt zwei Akten mit Gegenanzeigen auf den Tisch. Er wird fast immer seinen "Eingestellt" Stempel schwingen und es wurde viel Papier produziert und verschwendet. Glaubt mir, ich würde einen Drängler sicher nicht anzeigen, denn das würde für mich nur viel Ärger und verschwendete Zeit bedeuten.

 

Sehr ähnlich verhält es sich mit "Köperverletzungen", vor allem beim abendlichen "Partyvolk". Viele dieser Anzeigen führen zu einer Gegenanzeige und dann zur Einstellung. Überlegt daher gut ob Ihr überhaupt die Polizei nach so etwas rufen wollt.

 

 

Das beste Buch was ich über Selbstverteidigung kenne! Es geht darin darum, wie man Kämpfe vermeidet, worum es bei "Ritualkämpfen" geht und was man vor Gericht beachten muss. Und natürlich vieles mehr...

5.11 Jeansjacke mit Off-Duty EDC  (Walther PPS rechts und Walther CCP Magazin links)
5.11 Jeansjacke mit Off-Duty EDC (Walther PPS rechts und Walther CCP Magazin links)
Sicherheit im Auto: Schlagstock, Pfefferspray und Taschenlampe sollten jederzeit griffbereit sein. (§42a beachten).
Sicherheit im Auto: Schlagstock, Pfefferspray und Taschenlampe sollten jederzeit griffbereit sein. (§42a beachten).

Falls das Führen des Schlagstockes rechtlich bedenklich ist kann man den Stock durch einen massiven "Alltagsgegenstand" ersetzen. Mir fällt dazu z.B. eine Kombination aus Spaten und Beil mit Wechselaufsätzen ein. Der Griff davon würde sich im Notfall zur SV eignen und ist Waffenrechtlich unbedenklich.

 

 

Ebenfalls relevant können Gegenstände sein die als Waffen verwendet werden können, aber nicht unter das WaffG fallen. Diese findet ihr Hier.

 

Ganz wichtig für Menschen in Hamburg und Bremen: Man darf in der Waffenverbotszonen Hamburg BKA-Geprüfte CS-Sprays tragen und in Bremen Tierabwehrspray!

 

Hier erzähle ich einiges über das Führen von scharfen Waffen mit Waffenschein.

Das Tippmann TCR ist eine sehr interessante Waffe um sich mit Gummigeschossen und Pepperballs zu verteidigen.

Auch die Tiberius T8.1 eignet sich sehr gut zur SV. Lest mal meine Berichte zu beiden Waffen und Ihr werdet wissen warum ich das sage.

Kubotane und Tactical Pens eignen sich recht gut zur Verteidigung, da man sie bei sich tragen darf. Vor allem wenn man sie mit Pfefferspray kombiniert.

Hier erzähle ich Euch etwas über Pfefferspray

Es gibt viele Gegenstände mit denen man sich verteidigen kann und die nicht unter das Waffengesetz und dessen rechtliche Regularien fallen. 

Hier findet Ihr etwas über Messerkampf und hier über Messer im Polizei- und Sicherheitsdienst.

 

Das Führen von Hieb- und Stoßwaffen ist meist verboten. Aber auch mit einem entsprechenden Fidget-Spinner kann man sich verteidgen. 

Wer die größte Gaspistole der Welt sucht wird bei den diversen Reizstoffwerfern der schweizer Polizei fündig ;-) 

Und hier seht Ihr einen richtigen "Gasrevolver", der leider den Weg in meine Sammlung noch nicht gefunden hat :-(