Unsere Haftzellen sind kein schöner Ort

Nach dem unser Revier renoviert worden ist haben wir vier nagelneue, „modern“ eingerichtete Zellen bekommen. Das Klo, das eingebaut wurde, hieß tatsächlich „Stadelheim II“. Für die nicht-Bayern: Stadelheim ist die größte Haftanstalt in Bayern mit etwa 1400 Häftlingen. Vor der Renovierung hatten wir zwei Zellen ganz in der Nähe der Wache. Wenn also „Bürger“ zur Anzeigenaufnahme bei uns saßen hörten sie öfter mal unsere Kundschaft rum schreien, was viele doch etwas beunruhigte. Die Renovierung war also eine gute Sache, wir konnten mit der renitenten Kundschaft durch unser Tor in den Innenhof fahren und dort dann ebenerdig in eine Zelle bringen (oft tragen).
Wir hatten nun drei normale Zellen und eine etwas größere Zelle die sich auch für Gruppen eignete, sollten wir mal Fußballrandalierer oder Demonstranten von der Straße holen müssen. Die Große war zusätzlich mit einer Plexiglasverkleidung an den Gitterstäben ausgestattet, so konnten uns die Kunden nicht mehr ihre Hepatits-Ebola-HIV Seuchen um die Ohren spucken. In jeder Zelle gab es eine Betonpritsche, einen Betonsitz mit Holzauflage und eine Kloschüssel. Der Knopf zum Spülen war auf dem Gang, damit keiner seine Zelle unter Wasser setzt. In den Zellen war ein Knopf mit dem unsere Gäste unseren Dienstgruppenleiter rufen konnten.

Poppers, ein Rauschgift das ausnahmslos in der Homosexuellenscene verwendet wird (wird inhaliert). Bei einer Festnahme verschüttete der Beschuldigte absichtlich das Zeug und ich erlitt eine Vergiftung und musste ins Krankenhaus
Poppers, ein Rauschgift das ausnahmslos in der Homosexuellenscene verwendet wird (wird inhaliert). Bei einer Festnahme verschüttete der Beschuldigte absichtlich das Zeug und ich erlitt eine Vergiftung und musste ins Krankenhaus

In einer Ecke stand ein Kärcher mit dem wir den gröbsten Dreck weg machen konnten. Normalerweise erledigte das unsere Putzleute professionell am nächsten Morgen. Aber oft war es nötig, dass wir eine „verschmutzte“ Zelle sofort wieder belegen mussten. Was da so an Hinterlassenschaften in den Zellen war kann sich vermutlich jeder vorstellen. Ab und zu war eine Zelle defekt oder kontaminiert wodurch unsere Kapazitäten etwas litten. Aber zur Verdeutlichung, es war in etwa der Normalzustand wenn wir am Wochenende zwei Zellen belegt hatten. Und wenn wir die Zellen voll hatten haben wir die Kundschaft zur Polizei-Haftanstalt in unser Präsidium gefahren.

Was es in unseren Zellen nicht gab waren Kameras, weder drinnen noch auf dem Gang. Da hat nämlich der „Datenschutz“ etwas dagegen.... Also musste immer einer aus der Wache alle etwa 10 Minuten zu den Zellen gehen und schauen ob alles in Ordnung ist. Dies behinderte aber natürlich die Anzeigenaufnahme, denn er war da meist alleine. Und noch dazu kann in 10 Minuten viel passieren. Alle roten und Gutmenschen fänden Kameras in den Zellen super um die Gewalttäter vor den „Übergriffen“ der Polizei zu schützen. Und alle Polizisten fänden Kameras super um sich vor falschen Verdächtigungen zu schützen. Unter uns kursiert immer das Motto „Datenschutz ist Täterschutz“.

In einer anderen Ecke hatten wir noch ein Plexiglas Schutzschild. Sollten wir einen Randalierer aus der Zelle holen müssen braucht man das um sich gegen Schläge und seine Hepatitisseuche zu schützen.

Wenn wir also einen von der Straße holen mussten haben wir ihn entweder gefesselt und zu zweit in die Zelle gebracht oder, wenn er sich aufgeführt hatte, haben wir gleich vorab am Funk Gesagt „PI … bitte Empfangskomitee in drei Minuten“. (PI heißt Polizeiinspektion). Nach diesem Funkspruch haben sich einige verfügbaren Kollegen der Dienstgruppe oder vom Tagdienst bereit gemacht, also ihre Handschuhe und Lederjacken angezogen, und haben im Innenhof gewartet. Im Streifenwagen war es meist so, dass einer gefahren ist und der zweite dann hinten auf dem Randalierer drauf lag. Geld für Plexiglasscheiben, zum Schutz aller Fahrzeuginsassen, gibt unser Staat nicht aus. Jeder kann sich vorstellen was passiert wenn der Randalierer dem Fahrer einen ordentlichen Tritt an den Kopf verpasst... Genau so wie eine anständige Raumaufteilung im Kofferraum für die Ausrüstung oder Computer in den Fahrzeugen, fälschungssichere Dienstausweise, moderne Dienstwaffen....
Wir haben dann also den Kunden in die Zelle getragen. Meist waren die Hände am Rücken gefesselt. Zwei haben die Arme an beiden Seiten getragen und einer die Beine. Das ist jedenfalls das Mindeste was man an Beamten dafür haben sollte. Beim Tragen an den Armen muss man immer richtig aufpassen den Kunden nicht durch die Handfesseln zu verletzen. Denn schnell liegt sein Körpergewicht auf den Fesseln. Wenn es richtig üble Kunden waren hatten sie auch noch Plastik- oder Klettfesseln an den Füßen und eine Spuckschutzhaube auf. Das waren Netzhauben die man den „Spuckern“ auf den Kopf gezogen hat. Es gibt kaum etwas entwürdigenderes als so eine Haube auf dem Kopf. Aber meine Gesundheit ist mir wichtiger als die Würde eines Gewalttäters.
 (beachtet auch meinen Beitrag über Handfesseln in "Polizeiausrüstung")

Etwas über meine Zeit als Soldat erzähle ich HIER.
Etwas über meine Zeit als Soldat erzähle ich HIER.


 Die Hepatitis-Seuche

In meinem ersten Jahr nach der Ausbildung ist mir ein sehr seltenes und gefährliches Phänomen begegnet, das Exited Delirium. Ein minderjähriger Asylant ist in der Nähe eines großen Volksfestes bei mir aufgeschlagen. Er hatte nur noch eine Unterhose und eine Hose an. Er war unglaublich aufgedreht und redete wirres Zeug. Er schaffte es keine Sekunde still zu sitzen. Er sprang rum und lief von einer Ecke zur Anderen. Er war total verschwitzt. Wir mussten ihn teilweise festhalten, damit er seinen Kopf nicht gegen eine Mauer oder gegen die Straße schlägt. Ich hatte richtig Angst, dass er sich schwer am Kopf verletzt durch seine Bewegungen. Das hat er aber nicht absichtlich gemacht, er konnte seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren. Ich dachte er wäre voll im Rauch diverser Drogen. Ich war alleine mit ihm beschäftigt. Mein Kollege versuchte am Funk eine weitere Streife und einen Retter zu bekommen. Um mich rum standen sicher 20 Schaulustige. Ihm war aus einem unerklärlichen Grund derart heiß, dass er sich die Hose auszog und jetzt auch noch versuchte sich die Unterhose runter zu reißen.

Da war ich also wieder, wie so oft, in einer richtig blöden Situation. Etwas auf das einen keiner in der Polizeiausbildung vorbereiten kann. Das sind Situationen für die es keine Patentrezept zur Lösung gibt. Und richtig machen kann man es auch nicht. Alle haben ihre Handys in der Hand und filmen. Wenn es „handfest“ wird findet man sich am nächsten Tag in der Zeitung und im Internet wieder und alle wissen alles Besser. Die Linken halten einen für brutal und alle Anderen für zu lasch.

Ich versuchte seine Unterhose krampfhaft oben zu halten. Vermutlich hätte ich ihm so fest es geht eine Scheuern sollen um ihn gleich darauf fesseln zu können. Daran gedacht habe ich, glaube ich jedenfalls, sogar. Aber das wäre in jeder Stellungnahme später schwer gewesen zu rechtfertigen. Also beschränkte ich mich darauf seine Unterhose und ihn festzuhalten und mit ihm zu sprechen (er konnte eh kein Wort Deutsch).

Dann passierte das wovor sich alle Kollegen fürchten: Er spuckte mir mitten ins Gesicht. Genau in dem Moment als unser Retter eingetroffen ist. Ich sprang sofort in den RTW und wischte mir Desinfektionsmittel ins Gesicht. Es brannte dermaßen in meinen Augen (das war mir natürlich schon vorher klar). Ich bin so schnell es ging ins nächste Revier und hab mich gewaschen. Mein Tag war gelaufen, mit mir war nichts mehr anzufangen. Ich war so angeekelt und dachte daran was unsere Giftler normalerweise an Krankheiten mit sich rum trägt. Der Asylant ist in die Psychiatrie gekommen. Dort kann man solche Leute auch besser fixieren und überwachen als in einem normalen Krankenhaus. Er konnte froh sein, dass er das Exited Delirium überlebt hat, denn oft endet es so:

Am nächsten Tag hat uns der Notarzt aus dieser Nacht angerufen und uns mitgeteilt, dass er keine Krankheiten und auch kein Rauschgift im Blut hatte! Mich hat diese ganze Sache einige Tage beschäftigt. Es gibt kaum etwas was einen dermaßen fertig macht wie die Ungewissheit ob man sich bei der Arbeit was eingefangen hat. Sehr ähnlich war es für mich einmal als ich bei einer Festnahme eine Poppers-Vergiftung erlitten habe und in die Klinik musste (Poppers ist eine Droge der Schwulen die inhaliert wird). Diese Story hat natürlich nicht direkt mit unseren Zellen zu tun, aber ich wollte Euch etwas darlegen worum es bei diesen Spuck-Geschichten und den Gefahren in den Zellen geht.

 

Einige Jahre später ist mir noch ein mal ein Exited Delirium begegnet. Es war ein Rauschgiftkonsument der sich mitten auf der Straße nackt ausgezogen hat. Er spürte Tiere unter seiner Haut und hatte sich an den Beinen bereits blutig gekratzt. Auch er überlebte es.

Der Trunkenbold, die Hose und der Wert des Lebens

Wir hatten nach der Renovierung ein ausgeklügeltes Alarmsystem im ganzen Haus. In jedem Raum mit „Publikumsverkehr“ war ein großer roter Knopf an der Wand, auch in den Vorräumen der Zellen. Der Alarm war im ganzen Haus zu hören und beim Dienstgruppenleiter zeigte ein Display wo der Alarm ausgelöst wurde. Er konnte dann eine Durchsage im ganzen Haus machen mit z.B. „Unterstützung im Schreibraum 123“ oder so. In den Fluren zeigte einem eine Lampe über allen Türen wo die Unterstützung gebraucht wurde. Den Alarm habe ich dann das erste Mal in dieser Nacht gehört.

Wir fuhren gemütlich Streife. Es war etwa Mitternacht. Es müsste ein Freitag gewesen sein, wir hatten diese Nacht die Unterstützung eines Zuges der Hundertschaft. Aus irgend einem unerklärlichen Grund war es bisher völlig ruhig diese Nacht. Also waren alle Streifen frei und verfügbar. Aus dem Funk tönte es „Eine Streife im Bereich der PI … Sachbeschädigung an Kfz. Täter wird festgehalten“. Wir meldeten uns schnell und fuhren gemütlich hin. Der Tatort war nur 300 Meter weiter. Zum Glück, denn was sich für uns alle ruhig angehört hatte war doch etwas zeitkritischer. Als wir ankamen lagen zwei Türsteher auf dem Kunden drauf und rauften ihn zu Boden. Ich sprang zu ihnen und fragte den Kunden „Na, benimmst Du dich?“. Er schrie „Nein“ und bäumte sich auf. Also bekam er eine ganz persönliche Erfahrung mit der Clejuso verpasst. Zusammen mit einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand. Dazu natürlich auch eine Rechnung über 50 Euro für die Anwendung von Unmittelbarem Zwang und dem Gewahrsam. Clejuso heißt übrigens Clemen & Jung Solingen und ist der Hersteller von Fesseln. Der Kunde hat zu denen gehört die man anschaut und weiß, dass dieser besoffene Idiot einem nicht gefährlich wird wenn man aufpasst. Also saßen wir auf ihm drauf und ich forderte eine Streife mit einem VW Bulli zum Transport an. Ein paar Streifen der Hundertschaft eilten herbei, sie hatten eh gerade nichts zu tun. Eine Gruppe packte den Trunkenbold in den Bulli und fuhr ihn in unser Revier. Wir nahmen derweil die Sachbeschädigung auf. Als wir 20 Minuten später in unsere Zellen schauen wollten hörten wir ihn gleich rum schreien. Er hatte sich komplett nackt ausgezogen, rüttelte wie ein Gorilla an der Zellentüre und beschimpfte uns. Die Hundertschaft rückte wieder ab. Wir erfassten alles am Computer. Nach einer Stunde schrie der Verrückte aber immer noch. Eine Ende seiner Beleidigungen war nicht absehbar. Das Problem war, dass wir recht viele Anwohner in den Nachbarhäusern hatten und auch diese gelegentlich schlafen wollen. Der Preis ebenerdiger Zellen (man musste mit Randalierern keine Treppen runter) war die Ruhestörung der Nachbarn. Wir mussten also, ob wir wollten oder nicht, die Hundertschaft noch ein mal anfordern. Eine Gruppe rüstete sich mit Helmen und einem Schild aus, einer nahm eine Decke. Sie überrumpelten ihn in seiner Zelle, packten den Nackten in die Decke und verschnürten ihn. Dann ging es mit ihm Richtung Haftanstalt. Wir mussten alles sofort fertig schreiben, damit die Kollegen in der Haftanstalt wussten was es mit ihm auf sich hat.
In der Zwischenzeit hatte ich nebenbei mitbekommen, dass andere Kollegen auch einen in Gewahrsam genommen hatten. Worum es bei ihm ging weiß ich gar nicht mehr genau, ich glaube er hatte was geklaut. Es war mittlerweile weit in der Nacht. Es tönte durch das Haus „Wiu-Wiu-Wiu“. Ein Schrei „In die Zellen“. Wir rannten um die Ecken. Vor uns stand der Kollege der die Zellen kontrolliert hat. Hinter den Gittern der Typ den die Kollegen zuvor eingesperrt hatten. Er stand da in seiner Unterhose und hatte das eine Hosenbein um seinen Hals geknotet. Das zweite baumelte an ihm runter. Der Kollege hatte es drei Sekunden zuvor von den Gittern los gebunden. Im Gesicht unseres Kunden sah ich nur noch Scham. Es war im sehr peinlich „erwischt“ worden zu sein, er hatte etwas Anderes erwartet. Er wusste jetzt auch nicht wie er reagieren sollte. Einer von uns langte durch die Gitter uns sagte mit einer forderten Bewegung „gib her“. Und er gab seine Hose heraus.

 

HIER findet ihr etwas über meine Kämpfe mit dem "Gemeinen Holzbock" und meine anderen Abenteuer als Jagdaufseher.
HIER findet ihr etwas über meine Kämpfe mit dem "Gemeinen Holzbock" und meine anderen Abenteuer als Jagdaufseher.

Nicht ohne Grund wird allen unseren Gästen der Gürtel und die Schuhe abgenommen. Aber wer es wirklich will suizidiert sich lediglich mit der Unterhose in der Hocke an einer Türklinke. Ja, das geht! Hätte der Kollege diese Nacht seine Kontrollpflicht nicht derart Pflichtbewusst wahrgenommen hätten die Datenschützer mal wieder einen Toten zu verantworten gehabt. Denn eine Kamera in der Zelle hätte etwas derartiges überhaupt nicht zugelassen. In einem Gefängnis ist so etwas nicht nötig, da leben die Häftlinge lange und müssen auch nicht ununterbrochen überwacht werden. Aber im Polizeigewahrsam und bis zur Vorführung vor einem Haftrichter, also die ersten 1-2 Tage, muss ein Häftling unbedingt überwacht werden. Denn dann sind die Kunden mit der Situation überfordert und suizidieren sich häufiger. Einer meiner Kunden, ich habe es in einem anderen Bericht glaube ich schon mal erwähnt, hat sich kurz vor seinem Antritt beim Haftrichter erhängt. Er wurde von einem Kollegen morgens gefunden und „erfolgreich“ reanimiert. Er ist dann zwei Tage später im Krankenhaus gestorben. Zuvor hatte er bei uns eine Lebensbeichte abgelegt und viele Einbrüche gestanden.

Ich werde jedenfalls nie den Gesichtsausdruck vergessen wie er da stand und versuchte im Boden zu verschwinden mit seiner Hose um den Hals.




Das Schicksal am Zellenboden

Es war bis dahin ein normaler und angenehmer Arbeitstag. Ich saß an einem Schreibtisch im ersten Stock und schrieb einen Bericht am Compurer. Ich saß an einem Fenster zur Straße. Das Wetter war schön, das Einsatzaufkommen war gering. Es war bis dahin ein guter Tag. …

Ich hörte ein Martinshorn. Es kam näher. Ich schaute raus und sah einen RTW vorfahren. Das war nichts ungewöhnliches. Wir hatten oft Kundschaft mit gesundheitlichen Problemen. Also interessierte mich das nicht weiter. Eine Minute Später hörte ich das nächste Martinshorn. Ich dachte, dass das bestimmt der Notarzt. Aber so war es nicht, es war ein HLW der Feuerwehr. Jetzt war ich alarmiert, denn der fährt nur mit einem RTW zusammen wenn reanimiert wird. Das ist ein Rüstwagen der Feuerwehr der in unserer Stadt den Lukas (Maschine zur Reanimation) mit an Bord hat. Ich rannte runter. Unten in der Zelle lag er am Boden, alles war voller Blut. Die ersten Kollegen gingen kreideweiß aus der Zelle, es war zu viel für sie. Ich will Euch eigentlich auch nicht von weiteren Details berichten. Er war Alkoholiker, und ihm ist ein Blutgefäß im Körper geplatzt. Das Blut fließt in den Magen und wird erbrochen. Das ganze nennt sich auf schlau „Ösophagusvarizenblutung“. Er hätte es nicht mal überlebt wenn er schon im OP gewesen wäre, er ist innerlich verblutet. Er war nicht mehr zu retten. Ein Heer an Rettungskräften beendete irgendwann die Arbeit. Die Zellen wurden versiegelt, Kripo und Spurensicherung rückten an und alles was es an Vorgesetzten und „wichtigen“ Leuten so gibt. Noch am selben Tag wurde der Presse berichtet. Diese berichtete und machte kein „Fass auf“. Auch der dümmste Reporter hat vermutlich verstanden dass man uns nicht mal mit viel Phantasie einen Fehler hat andichten können. Aber viele von uns werden die Bilder nicht so schnell vergessen.
  

Ein Hotel suchen wir aufgrund einer "Gefährdungslage" nach "verdächtigen Gegenständen" ab
Ein Hotel suchen wir aufgrund einer "Gefährdungslage" nach "verdächtigen Gegenständen" ab



Superhelden und andere Verrückte

Wir hatten auch noch zwei sehr faszinierende Gäste. Von beiden kann ich Euch keine großen Geschichten erzählen, da ich bei beiden nicht „Sachbearbeiter“ war und alles nur am Rande mitbekommen habe. Einer von ihnen meinte, dass er Batman ist. Und so ein richtiger Batman muss die nagelneuen Kacheln von den Wänden reißen. Mir ist es immer noch ein Rätsel wie er das geschafft hat? Der Andere meinte er könnte uns ärgern in dem er die Holzabdeckung seiner „Sitzgelegenheit“ auf isst. Das hat er tatsächlich versucht. Geschafft hat er es nicht, aber seine Zähne haben weit mehr als nur „Abdrücke“ im Holz hinterlassen. Wenn ich vertrauenswürdige Leute durchs Revier führe zeige ich ihnen diese Stelle immer. Aber wenn ich Kinder durchs Haus führe zeige ich ihnen natürlich die Zellen. Das finden sie spannend. Aber ich lasse sie niemals die Zellen betreten. Der Umgang mit Kindern und das was ich in diesen Zellen gesehen habe lässt sich für mich nicht in Einklang bringen. Sobald ein Freuden strahlendes Kind eine Zelle von uns betritt stellen sich mir nur noch die Nackenhaare auf.