Jagdgegner im Blick behalten

Nachrichtenwesen im Jagdschutz

 

Wir Jäger haben viele Feinde. Um nicht unangenehm überrascht zu werden sollten wir die Jagdgegner im Blick behalten. Wenn bereits Gesellschaftsjagden gestört wurden wird auch vermutlich wieder passieren. Und wenn ein örtlicher und zeitlicher Bezug zu  negativen Presseberichten besteht wird man vermutlich mit beschädigten Hochsitzen rechnen müssen.

 

Jagdgegner kennen sich teilweise recht gut mit den Gesetzen aus und suchen nur nach Verstößen um uns anzuzeigen. In den einschlägigen Internetforen wird regelmäßig dazu aufgerufen Treibjagden zu filmen um Gesetzesverstöße festzustellen. Daher sollten wir uns 1. an die Gesetze halten und 2. immer wissen wo der Feind steht. Eindrücklich fand ich immer dieses Video. Dort wurden vom "Kommitee gegen den Vogelmord" gezielt Jäger überführt die Greifvögel gewildert haben.

In dem Video geht es natürlich um die schwarzen Schafe unter den Jägern und ich trauere keinem Einzigen von ihnen nach wenn ihnen der Jagdschein entzogen wird. Aber es zeigt wie professionell Jagdgegner vorgehen können. Mir fallen die Mitglieder des "Komitees gegen den Vogelmord" sogar recht oft durch ihr umsichtiges und professionelles Vorgehen auf. Bei anderen Organisationen geht es oft nur um das Ausleben von Hass und Zerstörungswut. Aber das Wort "Mord" im Zusammenhang mit Tieren zu verwenden zeigt doch sehr eindrücklich die Ideologische Verblendung.

 

Es gibt Reviere die in der öffentlichen Diskussion stehen. Das kann z.B. der Fall sein, weil im Fernsehen über sie berichtet wurde oder dort "umstrittene" Jagdmethoden angewendet werden. Dann muss man vermehrt damit rechnen, dass es dort zu Störungen der Jagd kommt. In so einem Fall sollte man sich in den sozialen Netzwerken informieren und schauen ob und wie dort über die Jagd diskutiert wird. Evtl. kann man sogar nach seinem eigenen Wohnort suchen und so feststellen ob sich Jagdgegner zusammen tun für Sabotageaktionen. Und daran kann man dann seine Schutzmaßnahmen ausrichten. Derartige Schutzmaßnahmen können das Überwachen von Hochsitzen mit Wildkameras sein oder auch das Geheimhalten von Gesellschaftsjagden. Wenn einem verdächtige Personen im Revier auffallen sollte man auch rechtzeitig anfangen Autokennzeichen zu notieren, die Personen zu fotografieren und alles mit Ort, Datum und Uhrzeit zu den Akten zu legen. Denn wer einen Hochsitz anzündet wird bereits vorher in dieser Gegend gewesen sein.

 

http://www.abschaffung-der-jagd.de/index.html

http://jagdgegner.phpbb8.de/

https://www.animalliberationfront.de/

http://www.animal-peace.org/themen/Jagd/uebersicht_jagd.html

http://www.komitee.de/

 

Sollte das eigene Revier oder der Jagdherr negativ in der Presse stehen und man mit Demonstationen von Jagdgegnern rechnen muss sollte man mit der örtlichen Polizei rechtzeitig Kontakt aufnehmen. Denn die meisten Jäger werden mit dem Auftreten von Demonstranten überfordert sein. Und dann sind Überreaktionen von Seiten der Jäger zu befürchten. Denn linksradikale Demonstranten wissen sehr gut wie sie provozieren können...

Es gilt genau solche Szenen wie hier bei Min. 10:00 zu verhindern wo die Jagdgegner fast vom Traktor überfahren werden. Der Imageschaden der Jagd ist durch solche Ereignisse einfach zu groß. Mit Argumenten muss man solchen Menschen aber nicht kommen. Wenn man bei Min. 2:00 darauf achtet wie die "Tierschützerin" ihre 25 Katzen mit Fleisch aus der Dose füttert merkt man das schnell....Ob sie sich schon mal Gedanken darum gemacht hat woher das Fleisch in den Dosen kommt?

Die ALF ist vermutlich die gefährlichste Organistation. Sie sehen sich selber eher als Terroristen und handeln auch entsprechend. Sie setzen sich für die Schaffung von "Tierrechten" ein. Wenn man jedoch bedenkt, dass wir bereits einen umfangreichen gesetzlichen Tierschutz haben ist die Schaffung von Tierrechten eher als Perversion zu betrachten. 

 

 

Hier ist ein Ausschnitt aus einem ihrer Bekennerschreiben:

 

"fuchs aus gefangenschaft befreit nachdem wir im juni und dezember 2015 mehrere füchse aus einer schliefenanlage in hildesheim befreit haben, gelang uns dies am osterwochenende auch im göttinger ortsteil klein-schneen. zudem wurde von uns das gefängnis des fuchses niedergebrannt. wir fordern den betrieb der schliefenanlage nicht wiederaufzunehmen – die betreiber müssen sonst auch mit aktionen in ihrem privaten umfeld rechnen....sollten die verantwortlichen unseren forderungen nicht nachkommen, müssen sie nicht nur mit weiteren befreiungsaktionen für die füchse rechnen, sondern auch mit persönlichen konsequenzen in form von zerstörung von privateigentum und wirtschaftlichen schäden in anderen
lebensbereichen."

 

Das ausgebrannte Vereinsheim eines Foxterrier-Vereins in Hildesheim. Quelle: http://www.hildesheimer-allgemeine.de/news/article/schliefanlage-spendenaufruf-und-erneute-drohung.html
Das ausgebrannte Vereinsheim eines Foxterrier-Vereins in Hildesheim. Quelle: http://www.hildesheimer-allgemeine.de/news/article/schliefanlage-spendenaufruf-und-erneute-drohung.html

Recht gute Nachrichten über Jagdschutz relevante Ereignisse bekommt man bei der Deutschen Jagd Zeitung

 

Was können wir tun: Wir müssen vor allem darauf achten nicht in den Fokus dieser Personen zu kommen. So konzentrieren sich sich auf andere Ziele.

Was können die Jagdverbände tun: Sie betreiben Kampangen für ein gutes Image der Jagd und sie sollten betroffenen Jägern und Vereinen Unterstützung zukommen lassen.

 

Nachtrag Jan. 2018: http://www.outfox-world.de/news/mutmassliche-jagdgegner-zerstoeren-reihenweise-hochsitze.html

 

Und hier wurden Jäger von einem Jagdgegner mit einer Gaspistole bedroht