Gedanken zum Luchs und Wolf

Das ist mein Wolf, er wurde im 2. Weltkrieg in Zoologischen Garten Halle (Saale) erschossen, als er eine Besucherin angegriffen hat.  Der Schuss erfolgte mit der dienstlichen Walther PPK durch das Auge.
Das ist mein Wolf, er wurde im 2. Weltkrieg in Zoologischen Garten Halle (Saale) erschossen, als er eine Besucherin angegriffen hat. Der Schuss erfolgte mit der dienstlichen Walther PPK durch das Auge.
Ich hab den Wolf von einem Angehörigen des Retters geschenkt bekommen. Er wurde vom Zoo präpariert und dem Soldaten geschenkt.
Ich hab den Wolf von einem Angehörigen des Retters geschenkt bekommen. Er wurde vom Zoo präpariert und dem Soldaten geschenkt.
Die Familie von meinem Wolf im Löwengehege des Zoos Halle 1949. Danke für das Foto an das Stadtarchiv Halle. Herr J. ich hoffe sie verstehen, dass ich mich nicht von meinem Wolf trenne ;-)
Die Familie von meinem Wolf im Löwengehege des Zoos Halle 1949. Danke für das Foto an das Stadtarchiv Halle. Herr J. ich hoffe sie verstehen, dass ich mich nicht von meinem Wolf trenne ;-)

Egal welchen Fernseh- oder Zeitungsbericht man über die Wölfe sieht. Man hört immer, dass wir Menschen von unseren Instinkten oder Märchen beeinflusst werden. Aber das ist totaler Mist! Niemand denkt an Märchen beim Thema Wolf, wir denken an Zeitungsberichte wo Wölfe bis zu 30 Schafe auf einmal reißen! Und egal ob man Wölfe in Deutschland mag oder nicht, man muss mit diesen Vorfällen sachlich umgehen.

 

 

Der Wolf, Biber und Kormoran waren fast ausgerottet. Mittlerweile haben sich aber die Kormoran und Biberbestände dermaßen erholt, dass sie schon zu einem Problem geworden sind. Beim Wolf ist diese Entwicklung ebenfalls absehbar.

Ich freue mich über diese Tierarten die zu uns zurück kommen, man muss aber all dies differenziert betrachten. Wenn der Wolf bei uns flächendeckend wieder vorhanden ist wird es auch zu einer Vielzahl gerissener Nutztiere kommen. Und dann wird der Wolf mit Sicherheit auch wieder seinen schlechten Ruf aus vergangenen Zeiten zurück bekommen, es werden immer mehr Menschen Angst vor ihm haben und ihn auch illegaler Weise töten.

Man sollte sich auf keinen Fall eine falsche Vorstellung davon machen was auf uns, und vor allem die Nutztierhalter, zukommt. Wir brauchen bereits jetzt Pläne wie wir mit allem dem umgehen wollen. Vor allem also ein staatliches Wolfsmanegement bei dem Entschädigungen und Abschüsse geregelt werden. Die Erfahrungen von anderen Ländern zeigen, dass man auch Abschüsse der Wölfe braucht. Und nur so kann man dafür sorgen, dass die Tiere nicht massenhaft illegal abgeschossen werden und die erforderliche Scheu vor dem Menschen bekommen.

 

Was man sich ebenfalls zuerst bewusst machen muss ist, dass die "Herdenschutzmaßnahmen" oft nicht erfolgreich sind. Mittlerweile wird oft so getan als wären die Tierhalter selber Schuld wenn Nutztiere gerissen werden. Aber sogar mit Schutzmaßnahmen kommt es dazu. Hier ist nur ein Beispiel von Vielen:

 

https://www.jagderleben.de/news/wolfsabschuss-genehmigung-jaeger-beauftragt

 

Einer der interessantesten Aspekte die ich neulich gehört habe ist, dass die Herdenschutzhunde gefährlicher für uns Menschen sind als die Wölfe im Wald.

 

 

 

Der Luchs hat übrigens ein sehr großes Streifgebiet und ist keine Bedrohung für die Rehpolulation.

 

Hier noch mal der Bericht den ich bereits bei "Wilderei" verlinkt habe. Er ist gut ermittelt und sehr schlecht gemacht. Das Anschauen fällt einem wirklich schwer. Aber die Journalisten haben es vermutlich geschafft den Luchs Wilderer zu ermittelteln.

 

 

 

Hier kann man ein super Handbuch vom Netzwerk große Beutegreifer runter laden um einen Riß bestimmen zu können:

 

https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/itz/dateien/werwares.pdf

 

 

Wir werden nicht von Märchen beeinflusst bei unserer Meinungsbildung zum Wolf, sondern von solchen Bildern: 

Ein Wolf springt über einen Elektrozaun und reißt 30! Schafe. Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/wer-hilft-bauern-und-schaefern-wenn-der-wolf-kaelber-und-laemmer-frisst
Ein Wolf springt über einen Elektrozaun und reißt 30! Schafe. Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/wer-hilft-bauern-und-schaefern-wenn-der-wolf-kaelber-und-laemmer-frisst

Wölfe mit Gummigeschossen vergrämen?

Nachtrag Sep 2017:

Immer wieder hört man von dem Plan, dass Wölfe mit Gummigeschossen vertrieben werden sollen um ihnen eine Angst vor dem Menschen anzuerziehen. Das hört sich zunächst gut an. Aber wie soll das geschehen und durch wen? Über Sinn und Unsinn dieser Forderung wird nämlich nie weiter Diskutiert.

Gummigeschosse funktionieren nur auf recht kurze Entfernung (zu kurz sind sie dagegen wieder tödlich). Und die Hirten schlafen nachts. Ihre Schafe werden aber genau dann gerissen. Mir ist kein Fall bekannt in dem ein Schäfer in dem Moment dazu gekommen ist und den Wolf persönlich beim Reißen gesehen hat. Sollen Jäger etwa mit Gummigeschossen auf die Wölfe schießen? Das wäre theoretisch möglich, aber die meisten Jäger haben nur noch Büchsen dabei und sie könnten meist nur abends / morgens und vom Ansitz aus Wölfe vertreiben. Und der Sinn ist ja, dass sie von den Siedlungen vertrieben / vergrämt werden. Ob der Wolf einen Schuss vom Hochsitz überhaupt mit dem Menschen in Verbindung bringt? Sollen Mitarbeiter der Naturschutzbehörde den Wölfen hinter her Pirschen mit einer Flinte???

Ich halte es für absolut geboten, dass Hirten Flinten und Gummigeschosse bekommen, sofern sie dies wünschen. Zusammen mit der Rechtsgrundlage auf jeden gesichteten Wolf zu Schießen. Das wäre in jeder Hinsicht sinnvoll und es wäre vor allem ein Entgegenkommen des "Staates", denn bei der Diskussion über den Wolf werden in jedem Fall die Schäfer die Verlierer sein. Und nur durch diese Maßnahme bekommen Wölfe die erforderliche Scheu vor Menschen die für ein Zusammenleben nötig ist.

 

Aber Alles in Allem halte ich die oft erwähnte Möglichkeit des Vergrämens mit Gummigeschossen für weniger praktikabel als meist getan wird.

Kaliber 12 Gummigeschosse und Gummischrot. Wesentlich Besser in jeder Hinsicht sind Beanbags. Diese kosten aber schnell bis zu 10 Euro pro Patrone.
Kaliber 12 Gummigeschosse und Gummischrot. Wesentlich Besser in jeder Hinsicht sind Beanbags. Diese kosten aber schnell bis zu 10 Euro pro Patrone.

Nachtrag vom 06.10.2017: Wieder tötet 1 Wolf 31 Schafe.

 

Immer wieder wird gesagt, dass Wölfe den Menschen meiden. Aber sehr viele Fälle zeigen ein anderes Verhalten:

Nachtrag Nov. 2017: Polizei in Sachsen-Anhalt erhält die Befugnis bestimmte Wölfe zu erlegen.

https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/woelfe-duerfen-in-sachsen-anhalt-von-der-polizei-erschossen-werden---in-bestimmten-faellen-7700312.html

Hier könnt Ihr sehen wie noch die Realität von Wolfsrissen bei Nutztieren aussehen. Aber die Aufnahmen sind wirklich nicht schön, sollten aber jedem etwas die Augen über die Realität von Wölfen die Augen öffnen:

https://www.deutsches-jagdportal.de/portal/index.php/aktuelles/7087-wolfsattacken-auf-nutztiere

 

Hier ist ein Bericht über eine Prüfung für Herdenschutzhunde.

 

 

 

Wölfe mit frei verkäuflichen Waffen vergrämen

Der Herdenschutz steck in Deutschland ja noch in den Kinderschuhen und kaum ein Weidetierhalter hat die Erlaubnis um seine Tiere mit Waffen schützen zu dürfen. Aber es gibt bereis Gegenden in denen es quasi täglich zu Übergriffen von Wölfen kommt, trotz Zäunen und Herdenschutzhunden usw. Wenn man jetzt mal annimmt, dass eine einzäunte Weide eine "befriedetes Besitztum" i.S. des §12 Abs. 3 WaffG (freistellung von der Waffenscheinpflicht) und dem §123 StGB (Hausfriedesbruch) darstellt dürften die Tierhalter dort frei verkäufliche Waffen ohne WBK und ohne Waffenschein führen. Ob ein einfacher Zaun aus einer Wiese eine "befriedetes Besitztum" macht will ich hier aber nicht endgültig beurteilen.

Diese Waffen könnten entweder Schreckschusswaffen mit pyrotechnischer Munition (z.B. Starenschreck) sein oder auch Paintballwaffen zum Verschießen von Gummigeschossen und Pepperballs. Beides würde sich in einem gewissen Rahmen eignen um Wölfe von den eigenen Tieren zu vertreiben.Das Schießen auf die streng geschützten Tiere könnte durch "rechtfertigenden Notstand" erlaubt sein, sofern er die eigenen Tiere bedroht.

 

Über derartige Waffen habe ich bereits sehr viel geschrieben, sowohl über die technischen, wie auch die rechtlichen und taktischen Möglichkeiten. Daher will ich Euch hier lediglich ein paar mögliche Modelle zeigen. Mehr dazu findet Ihr HIER.

Die Tiberius T8.1 findet man nur noch gebraucht auf dem deutschen Markt, da sie nicht mehr hergestellt wird. Sie hat 7,5 Joule und kann mit WBK oder im Ausland auf ca. 30 Joule eingestellt werden. Ich habe HIER einiges zu ihr geschrieben. Der aktuell am Markt verfügbare Nachfolger ist die Fist Strike FSC, die ich bald vorstellen werde.

Auch das Tippmann TCR kann man ohne Erlaubnis mit 7,5 Joule kaufen. Es erreicht, sofern man es in eine WBK einträgt, etwa 20 Joule. HIER stelle ich es ausführlich vor.

Quelle: https://www.ram-shop24.de/de/Walther-SG68-RAM-CO2-Pumpgun-Kal--68.html

 

 

Die Umarex SG68 gibt es frei verkäuflich mit 7,5 Joule Energie und auf WBK gibt es eine Version mit 16 Joule.

Quelle: https://www.ram-shop24.de/de/Tiberius-Arms-T15-Paintball-Markierer-MagFed---First-Strike-Ready.html

 

Die Tiberius T15 kann man in Deutschland mit einer Geschossenergie von 7,5 Joule frei kaufen. Wer sie in eine WBK eingetragen bekommt oder im Ausland wohnt kann sie auf etwa 20 Joule einstellen.