Cop-Blog / Polizisten / Polizei Blog

Es war eigentlich nie mein großer Kindheitstraum Polizist zu werden. Später war ich Soldat und meine Dienstzeit endete. Und daher musste ich mir natürlich überlegen was ich im Anschluss dran machen will. In dieser Zeit lernte ich eine bedeutende Person der Politik kennen. Sie fragte mich ob ich im Anschluss nicht zur Landespolizei gehen möchte....? Die Idee fand ich gar nicht schlecht. Meine Entscheidung war nach wenigen Tagen gefallen und ich bewarb mich.

Da war ich nun Polizist geworden. Eine große Umstellung war dies nicht für mich. Ich war ja bereits Staatsdiener gewesen. Und das Wort "Dienen" spielte die entscheidende Rolle. Ich wollte nicht für mich, sondern für die Gesellschaft Arbeiten. Und genau das versuche ich seit vielen Jahren. Ob mir das gelingt weiß ich nicht. Aber ich will Euch wenigstens etwas an meiner Arbeit teil haben lassen. Denn in die Polizeiarbeit haben viele keinen Einblick und es entstehen oft seltsame Vorstellungen davon.  

 

Ich bekomme regelmäßig E-Mails von Lesern die mir dafür danken hier meine ehrlichen Gedanken einfließen zu lassen. Und genau das ist mein Ziel. Ich will Euch nichts vormachen oder Euch von irgend etwas überzeugen. Ich will Euch erzählen was ich erlebt habe. Einige Geschichten habe ich erst Jahre danach aufgeschrieben, aber viele auch nur 12h später. Was Ihr hier aber nicht in meinen Erzählungen findet sind die vielen Stunden spät in der Nacht in denen ich versuche meine Berichte fehlerfrei und gerichtsfest zu Papier zu bringen. Das passiert meist so lange bis ich zu müde dafür bin und gegen 4 Uhr Morgens nur noch Mist raus kommt.

 

Es gibt noch etwas was mir sehr am Herzen liegt. Ich mache hier keine Politik! Ich stehe in einem Dienst- und Treueverhältnis das mir sehr wichtig ist. Und das bedeutet, dass Andere Poltik machen, und ganz sicher nicht ich.

Nach seinem Sinne leben, ist gemein; der Edle strebt nach Ordnung und Gesetz.
Nach seinem Sinne leben, ist gemein; der Edle strebt nach Ordnung und Gesetz.
Wir heißen hier nicht Schutzmann und Fahren auch nicht in Peterwagen, wir heißen Schandi und Fahren Funkstreife. Aber auch wir kümmern uns um die Habseligkeiten eines Obdachlosen, wenn dieser es nicht mehr selber kann.
Wir heißen hier nicht Schutzmann und Fahren auch nicht in Peterwagen, wir heißen Schandi und Fahren Funkstreife. Aber auch wir kümmern uns um die Habseligkeiten eines Obdachlosen, wenn dieser es nicht mehr selber kann.
Alltag in der U-Bahn... Mir ist es immer wieder passiert, dass wir in einer relativ schlechten Position waren und "Bürger"bereit standen um uns zu helfen. Das sind die Momenten in denen man weiß für was und wen man arbeitet.
Alltag in der U-Bahn... Mir ist es immer wieder passiert, dass wir in einer relativ schlechten Position waren und "Bürger"bereit standen um uns zu helfen. Das sind die Momenten in denen man weiß für was und wen man arbeitet.

Die Fußstreife

Wir betraten die Kirche. Sie war riesig. Darin waren kaum noch Leute. Und mitten in den Sitzreihen stand unser Gesuchter. Er stand still da, hatte seine Arme zu den Seiten ausgebreitet und blickte Richtung Himmel. Sein Oberkörper war unbekleidet und auf seiner ganzen Brust war ein Portrait von Jesus tätowiert. Und seine Arme und die Brust waren übersäht mit Schnitten und das Blut lief an ihm runter und tropfte auf den Boden…. Wir blieben erschaudert stehen….HIER geht es weiter

An diesem Tag bin ich nicht mehr nach Hause gekommen sondern erst wieder im Krankenhaus aufgewacht. Das auf dem Boden ist das, was der Notarzt bei meiner Behandlung fallen gelassen hat.
An diesem Tag bin ich nicht mehr nach Hause gekommen sondern erst wieder im Krankenhaus aufgewacht. Das auf dem Boden ist das, was der Notarzt bei meiner Behandlung fallen gelassen hat.

Wenn "der Bürger" schlafen und wir Waffen aus dem Verkehr ziehen konnten war unsere Nacht erfolgreich.

Die Realität auf unseren Straßen ist eine bittere...

 

Die Geschichte von diesem "Hackbeil" (genau genommen ist es eine "Hippe" für die Feldarbeit) werde ich Euch auch noch irgendwann erzählen.

Einschreiten außer Dienst beschäftigten mich leider sehr oft. Meine Ausrüstung die ich privat bei mir trage habe ich daher entsprechend ausgewählt.

"Handfest" war unsere Arbeit. Aber meist gingen wir gesund nach Hause... Der Festgenommene hatte wenige Sekunden zuvor noch ein Messer in der Hand. Und Eines haben wir erst später in seinem After gefunden!
"Handfest" war unsere Arbeit. Aber meist gingen wir gesund nach Hause... Der Festgenommene hatte wenige Sekunden zuvor noch ein Messer in der Hand. Und Eines haben wir erst später in seinem After gefunden!

Die Journalistin, der Junkie und der Imam

Ich schrie meinen Kollegen an, der mit dem Funkgerät die Einsatzzentrale rief, dass ich den Beatmungsbeutel aus dem Streifenwagen brauche. Ich drehte ihn auf den Rücken. Ich dachte an die Nadel die irgendwo sein musste. Ich zog sein Kinn nach hinten. Er atmete nicht. Mittlerweile wechselte seine Farbe von blau zu grau. In seinem Gesicht sah ich nur noch leere und den Tod. Die Augen waren offen und die Pupillen starrten gerade aus. Es war keine Regung zu sehen. Ein schwacher Puls war noch an seinen Hals. Ich schlug auf ihn ein. Ich schrie ihn an. Ich schlug weiter und ich schrie weiter. Unsere beiden Mitteiler standen in der Hofeinfahrt und sahen fassungslos zu. Der Kollege warf mir den Beatmungsbeutel zu. Ich drückte ihm die Maske ins Gesicht und drückte die Luft aus dem Beutel. Der Brustkorb hob sich und senkte sich..... HIER geht es weiter

Alltag: Wir sind die kostenlosen Gehilfen der Versicherungen!
Alltag: Wir sind die kostenlosen Gehilfen der Versicherungen!
Bedrohungslage in einer dunklen Nacht.
Bedrohungslage in einer dunklen Nacht.

Der Polizist als Einbrecher

Ein Kollege ging zu unserem VW Bulli und holte das Halligan Tool. Das ist eine Art von einem riesigen Brecheisen. Ich prüfte meine Pistole und machte mich geistig bereit für den Kampf um Leben und Tod. Gesichert von der MP eilten wir zu zweit zur Türe. Ich hielt das Schild nach oben, für den Fall, dass mit irgendetwas Schädeldeckenunfreundlichem nach uns geworfen wird. Der Kollege rammte das Brecheisen in den Türrahmen. Es saß nicht richtig und er konnte nicht hebeln. Er rammte es erneut rein und zog es zu sich. Die Tür krachte, das Holz splitterte. Er hebelte erneut und unter noch mehr Krach sackte die Türe nach innen. Einige Kollegen strömten zu uns, wir traten die am Rahmen hängende Türe weg und eilten in den Hausflur...HIER geht es weiter

Der Alltag von Streifenbeamten. Mit dem Messer in der Hand wird uns die Haustüre geöffnet...
Der Alltag von Streifenbeamten. Mit dem Messer in der Hand wird uns die Haustüre geöffnet...
4 Kameraden im "Feindesland". Wenn man Aufklärung bei Demonstationen betreibt muss man politisch informiert sein und die einzelnen "Aktivisten" kennen.
4 Kameraden im "Feindesland". Wenn man Aufklärung bei Demonstationen betreibt muss man politisch informiert sein und die einzelnen "Aktivisten" kennen.

 

 

Das bin ich in Zivil beim Sammeln von Informationen zwischen Rechts- und Linksradikalen.

 

HIER gehts zu "Die Staatsschutzlage"

An roten Ampeln hielt ich nicht

"Da die Kollegen die eigentlich unser Essen holen wollen mit einem Herzkranken mitten auf der Straße beschäftigt waren musste ich mit meinem Kollegen schnell zum Kroaten fahren. Wir luden unsere Streife voll mit Leckereien. Wir hatten Hunger, es roch super. Als wir nur noch zwei Straßen vor unserer Dienststelle waren piepten unsere Funkgeräte.

„Die nächsten Streifen zur....Straße. Dort schlagen 8-10 Männer auf sich ein“. So ein Scheiß.... Ich schaltete das Blaulicht ein und fuhr vor die Dienststelle. Der Kollege sprang mit drei Tüten voller Essen raus, ich wendete. Als er zurück kam schoss eine weitere Streife aus dem Hof raus, an ihm vorbei, in Richtung Tatort. Wir schossen hinterher. Der Einsatzort war vor einer Asylbewerberunterkunft. Zwei Kollegen hielten etwa 10 jugendliche Asylbewerber in Schach...." HIER geht es weiter

In der U-Bahn war ich immer viel unterwegs. Kaum ein anderer Polizist war so viel im Untergrund wie ich.
In der U-Bahn war ich immer viel unterwegs. Kaum ein anderer Polizist war so viel im Untergrund wie ich.
Im Untergrund war die Arbeit meist von Gewalt , Elend, Alkohol und Rauschgift geprägt.
Im Untergrund war die Arbeit meist von Gewalt , Elend, Alkohol und Rauschgift geprägt.

Es gibt so viele Menschen die Gras rauchen. Und mir persönlich ist es völlig egal auf welchem Weg sich Andere berauschen oder kaputt machen wollen. Ich mache keine Gesetze, sondern setze sie durch.

 

Das auf dem Foto habe ich einem Berufskraftfahrer weg genommen, als er vor seiner Fahrt einen "durchziehen" wollte...

"Tagliches Brot" der Nachtschicht: Besoffene ins Krankenhaus oder die Psychiatrie begleiten
"Tagliches Brot" der Nachtschicht: Besoffene ins Krankenhaus oder die Psychiatrie begleiten

Der Ultra hinterm Brauhaus

Als ein Kollege mit ihm zur Toilette ging um ihm das Pfefferspray aus den Augen zu spülen schaute mich einer der Ultras an und sagte "Das muss doch nicht sein, dass das jetzt hier alles so eskaliert".... In meinen Kopf machte sich sofort ein Konflikt bemerkbar, sollte ich ihm sagen, dass niemand geschossen hat oder sollte ich den furchteinflößenden Ruf unserer Stadt bei der Unterwelt erhalten?... HIER geht es weiter

Untypischer Einsatz für einen Großstadtcop: Einfangen von Kamelen um 5 Uhr morgens.
Untypischer Einsatz für einen Großstadtcop: Einfangen von Kamelen um 5 Uhr morgens.

Der Objektschutz

"Zwischenzeitlich waren die Polizeireiter und die Funkstreife auch bei uns. Jetzt bin ich, über eine große Kreuzung, zu dem Verdächtigen gegangen. Er war etwa so alt wie ich, sah sportlich aus, hatte eine Basecap auf und die Hände in den Jackentaschen. Ich hatte das Griffstück meiner MP fest umschlossen und den Daumen am Sicherungshebel. Als ich etwa 10m an ihm dran war blieb ich stehen und sagte zu ihm „nehmen Sie bitte die Hände aus den Taschen“. Er folgte meiner Anweisung und nahm die Hände raus. Als ich zwei Schritte weiter in seine Richtung ging griff er plötzlich mit seiner rechten Hand wieder in die Jackentasche… Meine MP schwenkte in seine Richtung und mein Daumen am Sicherungshebel spannte sich" HIER geht es weiter

Der "Funkstreifenhof" der so seit 60 Jahren genannt wird. An genau dieser Stelle wurden auch einige Einstellungen einer bekannten und alten TV Serie gedreht.
Der "Funkstreifenhof" der so seit 60 Jahren genannt wird. An genau dieser Stelle wurden auch einige Einstellungen einer bekannten und alten TV Serie gedreht.

Wir gingen gesund nach Hause, nur die Katze nicht

Als sich das Tor unseres Hofes öffnete meldete sich erneut die Einsatzzentrale: "Fahren sie bitte beschleunigt nach ..... Da steht eine 12 Jährige auf dem Dach des Schulhauses und hat über WhatsApp Suizid angekündigt".

 

Wir schauten uns an.... "Das ist jetzt nicht war".... Ein Blick nach rechts und links auf die Straße, Ich schaltete Horn und Blaulicht an und gab Gas... Die Straße bestand plötzlich nur noch aus Kurven und anderen Autos die im Weg waren. Ich holte alles aus unserem BMW raus was das Auto und die Reifen mitmachten. Am Funk überschlug sich alles. Streifen aus der ganzen Region wurden zusammen gezogen... HIER geht es weiter

Den Mercedesstern dieses Taxis habe ich noch, der Fahrer wollte ihn nicht.
Den Mercedesstern dieses Taxis habe ich noch, der Fahrer wollte ihn nicht.

Bereit zu einem meiner ersten Einsätze bei der BePo.

 

Die Bereitschaftspolizei habe ich in relativ schlechter Erinnerung. Die Vorgesetzten waren teilweise sogar etwas doof. Viele von ihnen wollten schlichtweg einen Job im "Tagdienst" und weg vom Streifendienst. Und mit Fußballspielen und poltischen Extremisten konnte ich mich auch nie anfreunden.

Bei der Bereitschaftspolizei sah es so aus wenn wir zum Einsatz gefahren sind.
Bei der Bereitschaftspolizei sah es so aus wenn wir zum Einsatz gefahren sind.

Halt typisch Bayern: "Gott mit dir, du Land der Bayern...seines Himmels weiß und blau". Bei einem Einsatz in Berlin sah das für uns ganz anders aus, wir hatten dort nur Regen. Und die berliner Polizeiführung war stolz darauf Bayern da zu haben und man hörte aus der Führung laufend den Satz: "Germans to the Front" wie 1900 in China. So verwendeten die Berliner uns und schickte uns ins Gefecht wo es brannte. Einige Wochen später war bei der Pistole einer Kollegin der Schlagbolzen festgerostet, weil sie ihre Waffe danach nicht gereinigt hatte.

Was belastet / "traumatisiert" einen Polizisten wirklich?

Den Brief fand ich in der Handtasche einer Frau die mit ihrem Pkw gegen einen Baum gefahren war. Ich musste ihn öffnen und lesen. Er begann mit: " Für meinen Freitod sind folgende Personen verantwortlich..."

Wir müssen es ausbaden...

6 Uhr Morgens, Umstellung einer Asylbewerberunterkunft zur Vollziehung von Abschiebungen.

Das schlimmste Blutbad das ich je erlebt habe war in einer Wohnung von Alkoholikern. Einer wurde in den Glastisch gestoßen, der zerbrach und er zerschnitt sich seine Oberschenkelarterie. Er rannte aus dem Haus. Bis er an der Haustüre war, hatte er so viel Blut verloren, dass er bewusstlos zusammenbrach. Der Boden war fast flächendeckend mit Blut bedeckt. Wir rutschten im Treppenhaus auf dem Blut aus und unsere Stiefel klebten am Teppichboden fest. Der eisenartige Geruch des Blutes blieb zwei Tage lang in meiner Nase...

 

 

 

 

 

 

(Das Foto links stammt von einem anderen Einsatz)

Sind es die Schicksale, die Toten oder die Gewalt? Eigentlich eher nicht! Das sind Dinge die man erwartet und sich auch daran gewöhnt.

Es sind meist die Strafverfahren, mangelnder Rückhalt der Politik und die Presse die vielen Cops Probleme bereitet.

Weil ich diese "Gefahrenstelle" nicht "abgesichert" hatte leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren bzg. einer fahrlässigen Körperverletzung im Amt durch Unterlassen gegen mich ein.
Weil ich diese "Gefahrenstelle" nicht "abgesichert" hatte leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren bzg. einer fahrlässigen Körperverletzung im Amt durch Unterlassen gegen mich ein.

Die Strafverfahren:

Von diesen Schreiben habe ich inzwischen mehrere. Was hier auf dieser "Einstellung" der Staatsanwaltschaft zu dem Bild oben nicht steht, ist dass der Tatvorwurf gegen mich eine "fahrlässige Körperverletzung durch Unterlassen im Amt" war. Das ist eine dermaßen absurder und abstakter Tatbestand, dass die meisten normalen Menschen sich nicht mal etwas darunter vorstellen können. Aber für Polizisten hat so etwas massive Konsequenzen und ist die bittere Realität bei der Arbeit. Parallel zu jedem Ermittlungsverfahren wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Und bis alles eingestellt ist kann man idR. nicht befördert oder versetzt werden. In diesem Fall liefen die Ermittlungen wegen diesem albernen Vorwurf gegen mich 2 Jahre! Und auch nach solchen Verfahren müssen sich Polizisten so einen Schwachsinn anhören wie "Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus"... Da kommt mir ehrlich gesagt nur noch das Kotzen!

 

Die Presse:

Wenn die Strafverfahren (oder ein angebliches Fehlverhalten) gegen Polizisten in der Presse landen muss man sich mit dem Mist auch noch im privaten Leben rum ärgern. Und die Presse fordert dann regelmäßig "harte Urteile gegen Polizisten". Und das nur dafür, dass wir gesund nach Hause gehen wollen und uns für Andere in Gefahr begeben haben!? In etwa 90% der öffentlich diskutierten Fälle haben die Beamten keinen Fehler begangen!

Aber es gibt sie, die Fälle in denen Polizisten gravierende Fehler machen oder ins kriminelle Umfeld abdriften. Von den meisten dieser Fälle bekommt die Öffentlichkeit aber überhaupt nichts mit. Und es werden sehr harte Urteile gesprochen. Von diesen Strafverfahren werde ich hier aber garantiert nichts erzählen, denn das darf und will ich nicht.

 

Ich habe die "Presse" mehrfach sehr schmerzhaft kennen gelernt. Meist passiert Folgendes: Ein Straftäter fühlt sich ungerecht behandelt und rennt zur Presse. Und diese drucken seine Lügengeschichten ungeprüft. Die Polizeiführung äußert sich meist nicht oder nur sehr beschränkt zu dem laufenden Verfahren. Den Polizisten ist es verboten sich zu äußern. Und wenn der Polizist tatsächlich vor Gericht kommt wird die Presse nicht offen sagen, dass sie einen Gewalttäter in Schutz genommen haben und werden die Zeugenaussagen von der Gerichtsverhandlung verschweigen.

 

Die schlimmste aller Reporterinnen (eine echte "Polizistenfresserin") hat uns so gehasst, weil sie mit einem Kollegen zusammen war und er mit ihr Schluss gemacht hat. Aber das konnten wir schließlich nicht offen erzählen. Und sie schreibt weiter, seit vielen Jahren, ihre Berichte über die "bösen Polizisten".... für eine große "süddeutsche Zeitung" die ich namentlich natürlich nicht nennen will.....

 

In einem Fall bei dem einer meiner Kollegen beteiligt war interviewte eine kleine Regionalzeitung einen Verletzten im Krankenhaus (Unfall: Streifenwagen gegen betrunkenen Fußgänger). Wenige Stunden nach der Veröffentlichung des "Interviews" (genauer gesagt Lügengeschichte) rief der Verletzte in unserer Dienststelle an und entschuldigte sich für die Lügen des Reporters und erzählte uns was er in Wahrheit zum Reporter gesagt hat. Der Verletzte gab dem Polizisten keine Schuld für den Unfall, der Reporter log die Schuld einfach herbei. 

 

Der Dank des Staates dafür, dass man seine Gesundheit in die Waagschale legt und regelmäßig Strafverfahren am Hals hat sind etwa 150,-/Monat "Polizeizulage" die man gegenüber Verwaltungsbeamten mehr bekommt.... Vermutlich sollte ich mir wesentlich bewusster überlegen für was ich genau diese 150 Euro ausgebe.....

 

 

 

 

 

Grüße an das Dezernat 13, ich hoffe Ihr seit mir als Leser erhalten geblieben ;-)