Eine kleine Reise nach Berlin

Als Bewaffnung hatte ich alternative Schlagwaffen (Fidget Spinner und einen Tactical Pen) und natürlich Tierabwehrspray dabei.
Als Bewaffnung hatte ich alternative Schlagwaffen (Fidget Spinner und einen Tactical Pen) und natürlich Tierabwehrspray dabei.

Vor vielen Jahren sah ich den Film Armageddon. Eine Gruppe von Bohrspezialisten wird darin auf einen Asteroiden geflogen, der die Erde bedroht, und soll dort eine Atombombe in einem Bohrloch zünden. Es sind die besten die für diese Aufgabe zu finden sind und sie werden auf die schnelle zu Astronauten ausgebildet. Nach dem Film überlegte ich sehr lange und ich stand an einem Wendepunkt in meinem Leben. Ja, dieser Film hat mein Leben wirklich verändert, denn ich merkte, dass ich zu dieser Zeit etwas tat was nicht meine Bestimmung sein sollte. Wenige Wochen später hatte ich ganz andere Ziele für mein Leben und zog sogar um. Aber warum erzähle ich Euch das? Weil ich durch den Film folgendes gelernt hatte:

 

Man soll sich auf das konzentrieren was man kann! Und auch nicht etwas spielen was man nicht ist.

 

Eigentlich wollte ich hier etwas über "Sicherheit auf Reisen" schreiben. Mir fiel jedoch auf, dass ich dafür überhaupt kein Fachmann bin. Schaut mal bei Rüdiger Nehberg vorbei, der ist in seinem Leben schon so oft überfallen worden, in den letzten Winkeln der Erde...Er ist ein Spezialist für so etwas. Was sollte ich Euch da, mit meinen kleinen Reiseerfahrungen, über dieses Thema erzählen? Ich werde diesen Bericht also nicht schreiben und mich weiter auf die Themen konzentrieren von denen ich mehr verstehe.

 

Der Anfang des Berichts war aber schon da und auch einige Fotos. Daher will Euch ein paar wenige Gedanken dazu erzählen und werden diese Seite bald wieder löschen. Es wird halt so mehr ein Reisebericht. Einige Fotos sind aber auch von meiner letzten Berlin Reise. Vielleicht ist doch ein Tipp dabei, der einem von Euch weiterhilft?

 

James Bond hatte in "Liebesgrüße aus Moskau" Goldmünzen in seinem Reisekoffer versteckt.

Meine Goldmünzen habe ich auf Reisen meist aber nicht dabei weil ich sie für nötig halte, sondern eher zum Spaß und um Möglichkeiten auszuprobieren.

 

Was ich aber ernst nehme ist die Bargeldreserve im Geldgürtel. Darin ist so viel Geld, dass es für Rückflugtickets für alle reicht.

Powerbanks sind meiner Meinung nach etwas vom Wichtigsten für unterwegs. Sie können einem für sehr lange Zeit eine Taschenlampe mit Strom versorgen aber vor allem auch das Handy. Wenn man im Stau oder am Flugplatz fest steckt ist das Handy der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Man kann Nachrichten Lesen, mit Angehörigen in Kontakt treten und Hilfe rufen.

 

Meine Kinder-Smartwatch ist für mich und die Kinder zu einem wichtigen Helfer auf Reisen geworden. Ich kann sie orten, falls wir uns verlieren, und wir können damit telefonieren.

 

Schon seit vielen Jahren benutze ich für alle Städtereisen die Popout Maps. Man kann sie mehrfach aufklappen und hat so in wenigen Sekunden die wichtigsten Infos, den U-Bahnplan usw.

 

Ich übertreibe ja immer mal wieder gerne etwas mit der Sicherheit, das nehme ich aber nicht zwangsläufig auch alles ernst. Denn erst mit dem Ausprobieren sieht man was funktioniert. Für die letzte Reise nach Berlin habe ich alle Kriminalitätsschwerpunkte auf dem Stadtplan markiert. Die konnte ich durch die Presse leicht in Erfahrung bringen. Und ich muss sagen, das hat für mich sogar viel Sinn gemacht. Ich konnte so sehen welche Bereiche, wir als Auswärtige, besser meiden. Und wo sie im Verhältnis zu unseren geplanten Zielen, dem Hotel und dem Flughafen liegen. Ich habe durchaus ein sehr gutes Gespür für Gesindel und Taugenichtse. Wir haben uns so zu keiner Zeit in Berlin unwohl gefühlt.  Bei der letzten Reise sind wir dagegen irgendwann am Alexanderplatz gelandet, dort war es richtig schlimm! Lustigerweise war genau am nächsten Tag ein Bericht in der Zeitung "Es ist ein Wunder, dass sich überhaupt noch Touristen an den Alexanderplatz trauen". Und etwa 2h später gab es eine heftige Massenschlägerei am Alex, die sogar bundesweit in der Presse war.

 

Bitte seit nicht böse auf mich, liebe Leser aus Berlin :-)

Ich habe nichts gegen Eure Stadt und gehe dort ja gerne hin. Aber dass bei Euch die Kriminalität doppelt so hoch ist wie in München habe ich mir schließlich nicht ausgedacht.

Straßenräubern gibt man besser schnell was sie wollen...

Für die Reise hab ich umgepackt. Mein Geld und die nötigsten Karten sind in dem dünnen Geldbeutel links.

 

Bereits früher hatte ich auf Reisen in "kriminalitätsbelastete" Städte Fake-Geldbeutel dabei, um sie einem Straßenräuber in die Hand drücken zu können. Darin sind dann immer alte und abgelaufene EC Karten usw. 

Diesmal hab ich mir zusätzlich noch ein Dummy Handy für etwa 3 Euro bei ebay gekauft. Es sieht nicht nur absolut echt aus, sondern hat auch das originale Gewicht. Meines hat aber leider auf dem Bildschirm eine schlecht gemachte Anzeige. Besser wäre dabei ein schwarzer Bildschirm. Darauf solltet Ihr beim Kauf achten.

In den meisten Hotels hängen diese Tafeln. Wenn man wirklich mal in Not gerät hat man darauf die Adresse und die örtliche Notrufnummer.
In den meisten Hotels hängen diese Tafeln. Wenn man wirklich mal in Not gerät hat man darauf die Adresse und die örtliche Notrufnummer.
Im 6. Stock wird es für manche Drehleitern schon kapp. Wenn es hier, vor dem Treppenhaus brennt, hat man echt ein Problem...
Im 6. Stock wird es für manche Drehleitern schon kapp. Wenn es hier, vor dem Treppenhaus brennt, hat man echt ein Problem...
Das hier ist der "Goldene Riss". Es ist das Denkmal für die 11 ermordeten Menschen am Breitscheidplatz.
Das hier ist der "Goldene Riss". Es ist das Denkmal für die 11 ermordeten Menschen am Breitscheidplatz.

Mein Schnittschutz T-Shirt trage ich ab und zu auf Reisen. Aber ehrlich gesagt relativ selten. Es ist mir meist zu unangenehm zu tragen. Ich hätte wohl lieber eine Schnittschutz Jacke kaufen sollen.

 

 

Wenn in einer Stadt schon so offen auf die dortigen Gefahren hingewiesen wird sollte man, vor allem als Tourist, die Warnung ernst nehmen.

Spionagemuseum

Das Spionagemuseum ist einfach super. Sobald die Kinder etwa im Grundschulalter sind können sie dort einiges lernen/erleben.

In diesem kleinen Büro können die Kinder Wanzen suchen (nach dem ich ihnen erklärt hatte wie man ein Wählscheibentelefon benutzt).

 

Man kann in dem Museum auch Morsen üben, Agentenfunk abhören und entschlüsseln ... und vieles mehr.

Die jüngere Geschichte von Berlin ist so interessant, wie vermutlich bei kaum einer anderen Stadt in der Welt. Diese Geschichte muss der Jugend erzählt werden.

Auch die Erwachsenen können im Spionagemuseum was lernen ;-)
Auch die Erwachsenen können im Spionagemuseum was lernen ;-)

Technikmuseum

Bordapotheke einer russischen Raumstation von 1977.
Bordapotheke einer russischen Raumstation von 1977.
Ein "rückschlagfreier Hammer" für die Schwerelosigkeit.
Ein "rückschlagfreier Hammer" für die Schwerelosigkeit.

Die mir bis dahin unbekannte Flugzeugrakete "R4M" aus dem dritten Reich.

 

 

Das Technikmuseum ist etwa auf dem selben Nieveau, und der Größe, wie das Deutsche Museum in München. Dort finden alle etwas was sie interessiert.

Ich war schon mehrfach im Technorama in der Schweiz. Aber das Science Center Spectrum, das am Technik Museum angeschlossen ist, ist um Welten besser. Es ist zwar deutlich kleiner und hat nicht so viel Geld, aber die Kinder lernen hier viel mehr und haben auch sehr viel Spaß dabei. Für uns ist es das wichtigste "Museum" für die Kinder geworden wenn wir in Berlin sind.

Bei diesem tollen Experiment wird die Luft aus dem Glasbehälter gesaugt, während die Glocke klingelt. So lange bis der Glockenschlag durch das Vakuum nicht mehr zu hören ist.

Ich wurde durch mein Kind gezwungen so lange in dem Museum zu bleiben, bis wir Abends raus geworfen wurden.

Polizeimuseum

 

 

Die Welt der Taugenichtse und des Gesindels wurde den Kindern im Polizeimuseum näher gebracht.

Dort werden nicht nur wichtige Kriminalfälle erklärt, sondern auch die Waffen von der Ost- und Westpolizei.
Dort werden nicht nur wichtige Kriminalfälle erklärt, sondern auch die Waffen von der Ost- und Westpolizei.
Meine Generation kennt ihn noch aus dem Fernsehen. Aber jüngeren Menschen sollte man von ihm erzählen: Dem Kaufhauserpresser "Dagobert", der mit diesem Schienenfahrzeug Geld übergeben bekommen wollte.
Meine Generation kennt ihn noch aus dem Fernsehen. Aber jüngeren Menschen sollte man von ihm erzählen: Dem Kaufhauserpresser "Dagobert", der mit diesem Schienenfahrzeug Geld übergeben bekommen wollte.

Naturkundemuseum:

Das Naturkundemuseum war für mich persönlich ein großer Reinfall. Ist ist in seinem Konzept völlig veraltet und kann z.B. mit dem um Welten besseren Museum in Stuttgart überhaupt nicht mithalten.

Bereits vor unserem Besucht dort wusste ich aber, dass sie eine Dino Skelett haben, das nach dem Afrika Kämpfer Lettow-Vorbeck benannt ist.

Für die Forschung ist die riesen Sammlung an eingelegten toten Tieren sicher sehr wichtig. Aber Museumsbesucher werden sich eher nicht dafür interessieren.
Für die Forschung ist die riesen Sammlung an eingelegten toten Tieren sicher sehr wichtig. Aber Museumsbesucher werden sich eher nicht dafür interessieren.
Wenn das eigene Kind die meisten Vögel auf so einer Tafel kennt, ist der Jagdaufseher Papa natürlich sehr stolz :-)
Wenn das eigene Kind die meisten Vögel auf so einer Tafel kennt, ist der Jagdaufseher Papa natürlich sehr stolz :-)

Der Zoo war gut, ist halt ein Zoo...

 

Hier seht Ihr wie die Nebelkrähen den Tieren das Fell raus ziehen, zum Nestbau.

Klar ist die Lego U-Bahn toll. Aber das Legoland Discovery Center fand ich schlicht und einfach richtig scheiße! Die Gründe dafür könnte ich hier gar nicht alle aufzählen. Lest mal die Google Bewertungen dafür durch, bevor Ihr hin geht. Eigentlich ist jede zweite davon vernichtend.

Wirklich dramatisch war, als Miky Maus vor unseren Augen am Brandenburger Tor festgenommen wurde :-)
Wirklich dramatisch war, als Miky Maus vor unseren Augen am Brandenburger Tor festgenommen wurde :-)
Berlin, wir kommen wieder...
Berlin, wir kommen wieder...